Ausbildungsversicherung

Ausbildungsversicherung auf besttarif.org

Inhalt dieses Artikels

    Die Ausbildungsversicherung ist eine besondere Art kapitalbildender Lebensversicherung, das heißt, eine Mischung aus Versicherung und Kapitalanlage. Versichert ist das Leben des Versicherungsnehmers. Wegen des im Voraus festgelegten Auszahlungstermins gehört die Ausbildungsversicherung zu den sogenannten „Term-Fix-Versicherungen“. Eine Ausbildungsversicherung wird gern auch als „Startkapital“ für junge Erwachsene am Ende ihrer Schulzeit bezeichnet, da das ausgezahlte Kapital nicht notwendig für Ausbildungskosten verwendet werden muss. Trotz hoher Anfangskosten ist die Ausbildungsversicherung eine beliebte Art der Vorsorge und wird in bestimmten Situationen und von bestimmten Personen anderen Formen des Sparens bzw., der Kapitalanlage vorgezogen. Dies gilt besonders für Menschen, die nicht über die Sachkenntnisse verfügen, um selbstständig am Aktienmarkt tätig zu sein oder die aus Einkommensgründen keine regelmäßigen größeren Investitionsbeträge erübrigen können.

    1. Versicherte und begünstigte Personen

    Versicherte Person der Ausbildungsversicherung ist der Versicherungsnehmer, in der Regel ein Eltern- oder Großelternteil. Das Kind, dessen Ausbildung mit der Police abgesichert werden soll, wird als Begünstigter in dem Vertrag eingesetzt. Da die Versicherungsprämie für die Ausbildungsversicherung steigt, je höher das Alter des Versicherungsnehmers ist, ist es gängige Praxis, dass die versicherte Person zwar ein Elternteil, der Beitragszahler jedoch die Großeltern oder Paten des Kindes sind. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu erwähnen, dass Mütter im gleichen Alter, wegen der höheren Lebenserwartung von Frauen, weniger zahlen als Väter.

    2. Todesfall

    Es gehört zu den Merkmalen des Modells Ausbildungsversicherung, dass die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme zum festgelegten Termin für die Ausbildung des Kindes auch dann sicher gestellt ist, wenn die versicherte Person vor diesem Termin stirbt. Tritt der Todesfall ein, greift die eingebaute Risikoversicherung und das Versicherungsunternehmen zahlt die Beiträge bis zum Ablauf der vereinbarten Frist weiter. Wegen des höheren Sterberisikos zahlen z. B. Großeltern höhere Beiträge als die Eltern. Stirbt dagegen das begünstigte Kind, kann die Begünstigung in der Ausbildungsversicherung auf eine andere Person übertragen werden oder es kann eine (unverzinste) Auszahlung der bis dahin geleisteten Beiträge beantragt werden.

    3. Laufzeit

    Die Laufzeit einer Ausbildungsversicherung kann bis zu 18 Jahren, selten auch länger, betragen. In der Regel werden jedoch mindestens zwölf Jahre lang regelmäßig Beiträge eingezahlt. Am Ende der Laufzeit wird das Guthaben ausgezahlt.
    Kosten

    Ein Teil des monatlichen Beitrags in die Ausbildungsversicherung wird für die Kosten der Versicherung verwendet (Risikobeiträge). Ein weiterer Betrag wird regelmäßig als Verwaltungsgebühr abgezogen. Der Rest wird angelegt. Je geringer die Risikobeiträge und Verwaltungsgebühren sind, desto mehr kann angelegt werden. Die klassische Ausbildungsversicherung investiert vor allem in sichere Geldanlagen wie festverzinsliche Wertpapiere, aber es gibt auch fondsgebundene Ausbildungsversicherungen. Je nach Anlageart des Restbetrages können ein Ausgabeaufschlag und Fondsverwaltungsgebühren anfallen.www.besttarif.org ermittelt u.a., welcher Anbieter auf den Ausgabeabschlag verzichtet und die niedrigsten Fondsverwaltungsgebühren erhebt.

    Die Abschlusskosten einer Ausbildungsversicherung, die sich aus Provisionen, Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschlägen, etc. zusammensetzen, sind in der Regel relativ hoch, ähnlich wie bei anderen Formen der Lebensversicherung oder etwa der Berufsunfähigkeitsversicherung üblich. Diese Kosten einer Ausbildungsversicherung werden meist, verteilt über die ersten drei bis fünf Jahre der Vertragslaufzeit, anteilig von den eingezahlten Beiträgen einbehalten. D.h., in den ersten Jahren fließt nur ein verhältnismäßig kleiner Anteil des gezahlten Geldes in die Kapitalanlage, was sich auf den Rückkaufwert im Falle einer frühen Kündigung (s.u.) auswirkt.

    Laut Versicherungsvertragsgesetz sind die Versicherungsgesellschaften verpflichtet, sämtliche Kosten eines Vertrages detailliert auszuweisen. Mittels einer große Menge individueller Vertragsangebote für Ausbildungsversicherungen und viel Zeit kann also der einzelne Verbraucher selbst den Anbieter mit den günstigsten Kosten-Nutzenbedingungen aussuchen. www.besttarif.org ermittelt das Ergebnis allerdings schneller und zudem zuverlässig, da es eine Vielzahl von Variablen unter den zahlreichen Angeboten abdeckt.

    4. Wertgarantie

    Eine Wertgarantie für die Erträge der Ausbildungsversicherung geben nur sehr wenige Versicherungsgesellschaften. Die im Vertragsangebot genannten Renditen beruhen in der Regel auf Schätzungen. Es wird jeweils von den Verhältnissen auf dem Kapitalmarkt zur Zeit des Angebotes, sowie der durchschnittlichen Entwicklung einer Reihe von Jahren in der Vergangenheit ausgegangen. Die Verhältnisse können sich jedoch, besonders über eine lange Vertragslaufzeit, sowohl positiv als auch negativ verändern.

    5. Kündigung

    Eine Kündigung der Ausbildungsversicherung in den ersten Jahren der Laufzeit kann zum Verlustgeschäft werden. Allerdings trifft dies bei allen Formen kapitalbildender Versicherungen, selbst bei Bausparverträgen, zu. Die Kündigungsfristen und -voraussetzungen sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft geregelt und müssen dem Versicherungsvertrag beiliegen. Beitragsanpassungen seitens der Versicherungsgesellschaft, die damit erhöhte Kosten abdecken will, bieten dem Versicherungsnehmer ein außerordentliches Kündigungsrecht.

    6. Beitragsfreistellung

    Wer während finanzieller Engpässe nicht mehr in die Ausbildungsversicherung einzahlen kann oder dies aus anderen Gründen nicht mehr tun möchte, stellt den Vertrag besser beitragsfrei, als eine Kündigung in Erwägung zu ziehen. Die bis dahin erworbenen kapitalbildenden Anteile bleiben erhalten und erwirtschaften ggf. weiter Renditen (je älter der Ausbildungsversicherungsvertrag desto mehr). Allerdings erlischt für die Zeit der Freistellung der Todesfallschutz, da die Risikobeiträge nicht geleistet werden und die laufenden Verwaltungskosten, die ja bestehen bleiben, werden weiterhin regelmäßig vom vorhandenen Guthaben abgezogen.

    7. Worauf man beim Abschluss einer Ausbildungsversicherung achten sollte

    8. Wann fängt man an?

    So früh wie möglich. Das (junge) Alter der versicherten Person und die längere Laufzeit der Ausbildungsversicherung bis zum Schulabschluss (mehr Zeit, um die Summe anzusparen)halten die Beiträge niedrig.

    9. Wer soll die versicherte Person sein?

    Eine Ausbildungsversicherung sollte lieber ein Elternteil als ein Großelternteil abschließen, bei gleichem Alter lieber die Mutter als der Vater, da die Beiträge mit dem Alter steigen und Frauen statistisch eine höhere Lebenserwartung haben.

    10. Welcher Risikotyp bin ich?

    Der Risikotyp entscheidet, ob Sie lieber eine klassische Anlage in festverzinslichen Wertpapieren oder eine Fondsanlage für die Ausbildungsversicherung wählen. Fondanlagen werfen ggf. eine höhere Rendite ab, sind aber auch größeren Schwankungen unterworfen. Es gibt fondgebundene Ausbildungsversicherungen, bei denen ab einer bestimmten Höhe des monatlichen Beitrags die Fonds vom Versicherungsnehmer selbst ausgewählt und in regelmäßigen Abständen auch gewechselt werden können – geeignet für Personen, die sich ein wenig auskennen.

    11. Welcher Anbieter hat die niedrigsten Abschlusskosten?

    Die Höhe der Provisionen hängt stark vom Vertriebssystem der Versicherungsgesellschaft ab. Ein Direktanbieter ist möglicherweise günstiger. Wer jedoch Wert auf persönliche Betreuung seiner Ausbildungsversicherung durch Vertreter in der Nähe seines Wohnortes legt, investiert die Provisionskosten vielleicht gern.

    12. Welcher Anbieter verzichtet auf Ausgabeaufschläge?

    Der Verzicht auf Ausgabeaufschläge bei einer fondsgebundenen Ausbildungsversicherung ist ein werbewirksamer Kundenservice. Man muss aber darauf achten, dass dieses Geschenk nicht an anderer Stelle, z. B. in höheren Verwaltungskosten wieder aufgeschlagen wird.

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