Auslandskrankenversicherung

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    Krankheit oder Unfall im Ausland, egal ob im Urlaub oder auf Geschäftsreise, kann jeden treffen und schnell sehr kostspielig werden. Für wenig Geld erhält man einen Rundumschutz in Form einer Auslandskrankenversicherung. Die Versicherungen unterscheiden sich aber teilweise stark in ihren Leistungen. Daher lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Angebote. Über einen Online-Versicherungsvergleich wie www.besttarif.org findet jeder schnell und zuverlässig die Auslandskrankenversicherung, die zu ihm passt, d. h. mit den persönlich wichtigen Leistungen zum besten Preis.

    1. Wer benötigt eine Auslandskrankenversicherung?

    Eine Auslandskrankenversicherung benötigt jeder gesetzlich Versicherte, der sich privat oder beruflich im Ausland aufhält, denn jeder kann im Ausland wie zu Hause erkranken oder einen Unfall erleiden. Wer Fernreisen in Länder mit niedrigem hygienischem Standard unternimmt, einen Skiurlaub plant oder z. B. ein Land mit Motorrad erkunden möchte, unterliegt im Vergleich zum Durchschnittsurlauber noch einem stark erhöhten Risiko, im Ausland zu erkranken bzw. dort einen Unfall zu erleiden. Außerhalb von Europa übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen gar keine Kosten, weder für Behandlungen noch für den Rücktransport. Ein mehrtägiger Aufenthalt z. B. in einem Krankenhaus in den USA kostet den Patienten schnell mehrere Tausend Euro, eine Operation sowie ein Liegendrücktransport kann mehrere Zehntausend, oft eher Hunderttausend Euro und mehr kosten.

    Aber auch innerhalb Europas ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die gesetzlichen Kassen nur für Behandlungen in einem gewissen Rahmen aufkommen. Häufig werden Urlauber im Ausland, z. B. in Österreich oder der Schweiz, wie Privatpatienten behandelt, so dass der gesetzliche Versicherungsschutz nicht ausreicht und der Patient eine Eigenbeteiligung zu bezahlen hat. Krankheitsbedingte Rücktransporte bezahlt die gesetzliche Krankenkasse überhaupt nicht.

    Sogar für privat Krankenversicherte kann eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein, um z. B. einen vertraglich vereinbarten Selbstbehalt in der privaten Versicherungspolice abzudecken. Außerdem ist in manchen privaten Versicherungen der Krankenrücktransport nicht enthalten.

    Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, weil die teilweise immensen Kosten, aber selbst einfache ärztliche Behandlungskosten, in keinem Verhältnis zu dem geringen Preis einer Auslandskrankenversicherung stehen. Hier würde man am falschen Ende sparen. Trotzdem sollte man die Versicherungen in jedem Fall vergleichen. Dies kann jeder völlig unproblematisch über einen Online-Versicherungsvergleich wie www.besttarif.org machen und so die individuell beste Auslandskrankenversicherung zum günstigsten Preis finden.

    2. Unterschiede bei Leistungen und Kosten der Auslandskrankenversicherung

    Entscheidend ist zunächst, dass man für sich überlegt, welche Leistungen einem bei einer Auslandskrankenversicherung wichtig sind und auf welche Leistungen man verzichten kann. Das ist individuell verschieden. Eine Grundsicherung im Krankheitsfall bietet jede Auslandskrankenversicherung, entscheidend sind aber die konkreten Leistungen. Diese sind von Auslandskrankenversicherung zu Auslandskrankenversicherung teilweise sehr unterschiedlich.

    Im Schadenfall müssen Versicherte den Schaden über die Notrufzentrale der Versicherung melden. Von der Auslandskrankenversicherung erhält der Patient Informationen über die Möglichkeiten der ärztlichen Versorgung, ihm werden deutsch- oder englischsprachige Ärzte genannt und es wird in der Regel ein Kontakt zwischen dem behandelnden Arzt und dem Hausarzt in Deutschland hergestellt. Alle Auslandskrankenversicherungen erstellen eine Kostenübernahmeerklärung für das Krankenhaus, sie übernehmen ärztliche Behandlungskosten, Kosten für ärztlich verordnete Arznei- und Verbandmittel, für Krankentransporte, für die Unterbringung in einem Krankenhaus sowie für schmerzstillende Zahnbehandlungen. Patienten können auch bei jeder Auslandskrankenversicherung die Fachärzte frei wählen. Im Todesfall übernimmt die Auslandskrankenversicherung die Bestattung bzw. die Überführung. Sämtliche Versicherungen organisieren und übernehmen auch einen medizinisch notwendigen Krankenrücktransport. Dieser Fall tritt z. B. ein, wenn eine Operation im Ausland nicht möglich ist.

    Allerdings übernehmen nicht alle Versicherungen einen Rücktransport, wenn er „nur“ medizinisch sinnvoll ist, also z. B. den Heilungsprozess beschleunigen könnte. Unterschiede gibt es auch bei der Betreuung erkrankter Kinder. Hierbei übernehmen nur einige Versicherungen die Kosten für Anreise und Aufenthalt einer betreuenden Bezugsperson. Je nach Auslandskrankenversicherung gibt es eine Altersbeschränkung von 70 Jahren für den Abschluss einer Police, aber nicht bei allen. Generell gilt, je älter der Versicherungsnehmer, desto teurer ist die Auslandskrankenversicherung. Manche Versicherungen unterscheiden nur zwischen „älter als 70“ und „jünger als 70“, andere haben eine Staffelung in drei Gruppen.

    In der Regel wird eine Auslandskrankenversicherung für ein Jahr abgeschlossen und der Vertrag verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird. Abgedeckt sind beliebig viele Reisen. Einzelpersonen müssen bei den verschiedenen Versicherungen Beiträge zwischen ca. acht und fünfundzwanzig Euro bezahlen, bei Familientarifen schwanken die Kosten zwischen ca. siebzehn und vierzig Euro. Eine einzelne Reise darf bei den meisten Krankenversicherungen nicht länger als sechs Wochen am Stück sein, einige erlauben sogar zehn Wochen. Auf dieses Detail in der Police zu achten macht z. B. Sinn für Menschen, die ein Appartement als Sommerresidenz im Ausland haben. Ansonsten muss eine Auslandsreisekrankenversicherung für den entsprechenden Zeitraum abgeschlossen werden, die ca. ein Euro pro Tag kostet. Dies kommt z. B. für Au-Pairs oder Studenten in Betracht. Die meisten Versicherer erheben außerdem hohe Zuschläge für USA-Aufenthalte.

    3. Darauf muss man achten

    Man sollte sich die Vertragsbedingungen in Ruhe gründlich durchlesen und alles Unverständliche vorab klären. Bei Abschluss einer Auslandskrankenversicherung ist keine Gesundheitsprüfung nötig, aber sie leistet generell nicht bei akuten Krankheiten, die schon vor Reiseantritt bestanden oder bei vorsätzlich herbeigeführten Krankheiten. Auch wer erkrankt und dann ins Ausland reist, besitzt keinen Versicherungsschutz.

    Vor Reiseantritt muss die Auslandskrankenversicherung kontaktiert werden zwecks Ausstellung eines gültigen Auslandsreisekrankenscheins, denn die meisten gelten nur für drei Monate. Neben diesem Schein sollte man auf jeden Fall auch alle Unterlagen der Auslandskrankenversicherung im Ausland dabei haben. Wichtig ist, für den Notfall die Telefonnummer der Notrufzentrale der Auslandskrankenversicherung parat zu haben, unter der man rund um die Uhr im Schadenfall Unterstützung erhält. Der Schaden muss unverzüglich gemeldet werden, bei schwerer Erkrankung bzw. schwerem Unfall müssen mit der Versicherung alle notwendigen Schritte inklusive Krankenrücktransport besprochen werden.

    Außerdem sollte man darauf achten, dass bei einer Familienreise auch wirklich alle Familienangehörigen, die mit ins Ausland reisen, über die Auslandskrankenversicherung einen Schutz haben. Für verschiedene Zielgruppen, wie Praktikanten, Studenten, Austauschschüler etc. gibt es bei den meisten Versicherungen spezielle Angebote.

    Eine Kostenübernahmeerklärung durch die Versicherung ist in der Regel nur bei Krankenhausaufenthalt, teuren Behandlungen und Rücktransport sinnvoll. Es gibt aber Situationen, bei denen keine Kostenübernahmeerklärung nötig ist, z. B. für eine kleinere Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt oder für ein Medikament aus der Apotheke. In diesen Fällen bezahlt der Patient die vergleichsweise niedrigen Kosten vorab selbst und lässt sich Rechnungen bzw. Belege geben. Diese kann er später bei seiner Versicherung zur Kostenerstattung einreichen.

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