Berufshaftpflicht für Heilpraktiker

Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker auf besttarif.org!

Inhalt dieses Artikels

    Wer sich dazu entschließt, als Heilpraktiker zu praktizieren, muss sich dessen bewusst sein, dass solche Tätigkeiten ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber den Patienten mit sich bringen. Wer mit dem Wunsch nach Beratung und Hilfe Kontakt zu einem Heilpraktiker aufnimmt, bringt diesem ein gewisses Vertrauen entgegen und wünscht sich eine qualifizierte Beratung bzw. eine Psychotherapie.

    Dabei sollte man jedoch nie außer Acht lassen, dass auch der Heilpraktiker einer Berufshaftpflicht unterliegt. Diese führt dazu, dass er im Falle von Schäden für diesen mit seinem privaten Vermögen gerade stehen müsste. Es ist daher empfehlenswert, eine Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker abzuschließen. Mit Besttarif.org können Sie einen ausführlichen Vergleich über die Angebote deutscher Versicherer für Heilberufe durchführen.

    1. Das Berufsbild des Heilpraktikers

    Ein Heilpraktiker agiert im Rahmen seiner Tätigkeit ähnlich wie ein Schulmediziner. Er erhebt die Anamnese, erstellt eine Diagnose und berät den Patienten. Unterschiede bestehen jedoch in Hinblick auf den Umfang und die Art der therapeutischen Maßnahmen. Zum typischen Behandlungsspektrum von Heilpraktikern gehören beispielsweise:

    • Demonstration heilgymnastischer Übungen (z. B. bei Rückenbeschwerden)
    • Behandlung von Wunden
    • Verordnung rezeptfreier Arzneimittel
    • Durchführung von Lymphdrainagen
    • Anwendung von Therapiemaßnahmen aus der Homöopathie, Kinesiologie, Akupunktur, Osteopathie, Hypnose oder Hydrotherapie
    • Tätigkeit als Chiropraktiker oder in der Physiotherapie
    • Durchführung notwendiger Hausbesuche
    • Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz

    2. Zulassung von Heilpraktikern

    Die Tätigkeit eines Heilpraktikers ist zum Schutz der Patienten an rechtliche Voraussetzungen gebunden. Dabei wird die Zulassung des Heilpraktikers durch die zuständigen staatlichen Behörden kontrolliert. Das Gesetz schreibt keine spezielle Ausbildung für den Heilpraktiker vor. Es bedarf nach dem deutschen Heilpraktiker-Gesetz jedoch einer staatlichen Erlaubnis, um in der Heilkunde tätig werden zu können. Eine Erlaubnis zur Berufsausübung in der Naturheilkunde wird dem Heilpraktiker dann versagt, wenn er die amtsärztliche Überprüfung nicht besteht.

    Eine ärztliche Approbation kann zwar zusätzlich vorliegen, ist jedoch zur freien Berufsausübung nicht erforderlich. Ein Heilpraktiker ist allerdings in seinem normalen beruflichen Umfeld nicht in der Lage, verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen, sofern er nicht über eine ärztliche Approbation verfügt.

    3. Absicherung der Berufshaftpflicht durch einen Versicherungsvertrag

    Jeder Deutsche ist gesetzlich dazu verpflichtet, Geschädigten einen Schaden zu ersetzen, den sie ihnen verursacht haben. Diese Pflicht zum Schadenersatz trifft selbstverständlich auch Heilpraktiker. § 17 der Berufsordnung sieht vor, dass kein Heilpraktiker praktizieren darf, ohne zuvor einen Versicherungsvertrag über eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen zu haben. Diese dient dem Ausgleich von Sach- und Personenschäden sowie unechter Vermögensschäden. Bei begründeten Ansprüchen übernimmt der Versicherer bei einer Haftpflicht die entstehenden Kosten des Versicherungsnehmers gegenüber Dritten oder wehrt im Rahmen des integrierten Rechtsschutzes unbegründete Ansprüche ab, notfalls auch gerichtlich. Häufig umfassen die Tarife sogar eine Privathaftpflichtversicherung.

    Verletzt der Heilpraktiker allerdings seine Vertragspflichten und verursacht einen Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig, kann die Haftpflichtversicherung daraus entstandene Schadenersatzansprüche nicht tragen. In diesem Fall stünde die Existenz des Heilpraktikers auf dem Spiel.

    4. Die Berufshaftpflicht in der Heilkunde

    Bereits ein falscher Handgriff oder eine fahrlässige Unaufmerksamkeit kann zu einem schwerwiegenden Fehler führen. In der Heilkunde führt eine Fehlbehandlung oder falsche Beratung schnell zu enormen Folgen. In diesem Fall zieht die Berufshaftpflicht, denn die Pflicht zum Schadensersatz ergibt sich aus § 823 BGB. Damit Forderungen gerechtfertigt sind, muss eine Verletzungshandlung vorliegen, die die Gesundheit des Betroffenen negativ beeinträchtigte. Trägt der Heilpraktiker die Schuld an dem Schaden, so schützt ihn die Betriebshaftpflichtversicherung vor existenzbedrohenden Schadensersatzforderungen.

    Die Berufshaftpflichtversicherung ist für einige Berufe, so auch für die Heilberufe, gesetzlich vorgeschrieben. Grund dafür ist, dass der Inhaber einer naturheilkundlichen Praxis zum Zwecke der Tätigkeit als Heilpraktiker oder in der Psychotherapie täglich ein großes Risiko eingeht. Werden Personen dauerhaft geschädigt, können Schäden in Millionenhöhe schnell entstehen. Über die Berufshaftpflicht sind diese versichert. Die gesetzliche Pflicht zur Absicherung besteht nicht nur, um den Heilpraktiker und etwaige Partner vor einer Bedrohung ihrer Existenz zu schützen, sondern um sicherzustellen, dass geschädigte Patienten im Zweifelsfall nicht auf ihren Aufwendungen sitzen bleiben.

    Selbstständig ausgeübte Tätigkeiten bringen erhebliche Haftungsrisiken mit sich. Selbst bei ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen können Fehler und damit einhergehende Personen- und Sachschäden nicht immer vermieden werden. Sollte der Schadensfall in einem Bereich der Heilkunde eintreten, sollten sich die Versicherten direkt per Telefon an ihren Versicherungsmakler oder an ihren Ansprechpartner beim Versicherer wenden und weitere Informationen anfordern. Die Schadenabteilung der Berufshaftpflichtversicherung kümmert sich umgehend um den Fall und der Versicherungsnehmer erhält eine qualifizierte Beratung in Hinblick auf seine Berufshaftpflicht. Das weitere Vorgehen wird abgestimmt und erforderliche Maßnahmen werden kompetent eingeleitet.

    5. Diagnose- und Behandlungsfehler in der Heilkunde

    Selbst wenn der Heilpraktiker objektiv betrachtet die richtige Behandlung empfiehlt und durchführt, ist die Genesung eines Patienten nie garantiert. Entwickelt sich der Gesundheitszustand des Patienten trotz der korrekten Behandlung nicht gut, obliegt die Haftung hierfür nicht beim Heilpraktiker. Liegt hingegen ein Diagnose- oder Behandlungsfehler vor, so tritt die Berufshaftpflicht ein. Ein Behandlungsfehler liegt zum Beispiel dann vor, wenn der Heilpraktiker vom anerkannten medizinischen Standard im jeweiligen beruflichen Bereich abweicht. Er muss sich so verhalten, wie man es von einem durchschnittlich gebildeten Angehörigen seines Berufsstands nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse erwarten kann.

    Umso wichtiger ist es daher, dass ein Heilpraktiker seine eigenen Grenzen kennt und diese strikt einhält. Sobald er fachmedizinisches Gebiet betritt, das er mangels eines Medizinstudiums nicht wirklich beherrscht, sind entsprechende Behandlungen in der Berufshaftpflichtversicherung nicht mehr mitversichert. Übersteigt ein Fall also seine medizinischen Kenntnisse, ist der Rat suchende Patient zwingend an einen qualifizierten Facharzt zu überstellen.

    6. Die Deckungssumme im Schadensfall

    Jede Betriebshaftpflichtversicherung umfasst eine bestimmte Versicherungssumme. Es handelt sich dabei um eines der wichtigsten Kriterien für einen Vergleich von Tarif zu Tarif. Der Bund deutscher Heilpraktiker (BDH) empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 3 Millionen Euro, jeweils für Personen- und Sachschäden. Da echte Vermögensschäden bei der Tätigkeit des Heilpraktikers im Regelfall nicht auftreten, sind diese nicht mitversichert. Unechte Vermögensschäden sind zwar mitversichert, doch umfasst der Versicherungsschutz oft nur eine geringe Deckungssumme von etwa 100.000 Euro.

    7. Leistungen der Berufshaftpflichtversicherung

    Die einzelnen Leistungen der Berufshaftpflichtversicherung sind anhand eigener Daten genau zu überprüfen. So gibt es zum Beispiel folgende Unterschiede:

    • Therapie- und Behandlungsarten: Nicht alle Versicherungstarife enthalten alle Therapie- und Behandlungsarten. Wichtig ist daher zu prüfen, ob die eigenen Methoden und Verfahren abgedeckt werden.
    • Erweiterter Strafrechtsschutz: Im Idealfall sollte das Angebot einen erweiterten Strafrechtsschutz umfassen, der unberechtigte Ansprüche abwehrt.
    • Zweitpraxen: Unterhält der Heilpraktiker mehrere Praxen, beispielsweise eine zweite kleinere Praxis im eigenen Privathaus, sind diese nicht bei allen Versicherern mitversichert.
    • Dozententätigkeit/Seminare: Möchte der Heilkundler auch den Beruf des Dozenten ausüben oder Schulungen veranstalten, sollten diese Tätigkeiten zusätzlich abgesichert werden.
    • Privathaftpflichtversicherung: Teilweise umfasst der Versicherungsschutz eine vollwertige Privathaftpflicht für den Heilpraktiker. Oftmals ist sogar seine gesamte Familie versichert.

    Bevor man sich für den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung entscheidet, sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um die einzelnen Anbieter zu vergleichen. Im Ergebnis kann man dadurch Kosten einsparen. Besttarif.org bietet mit einem praktischen Vergleichsrechner viele Möglichkeiten, um den günstigsten Anbieter zu finden.

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