Bestattungsversicherung

Inhalt dieses Artikels

    Nach der deutschen Gesetzgebung muss der Verstorbene innerhalb einer vorgegebenen Frist bestattet werden. Umgangssprachlich wird die Bestattung auch als Beerdigung oder als Beisetzung bezeichnet. Die sterblichen Überreste, sei es der Leichnam oder die Asche, erhalten einen festen Platz. Das ist in der Regel der städtische oder konfessionelle Friedhof. Zu einer Bestattung gehört in allen Kulturkreisen auch eine Trauerzeremonie, die religiös oder weltlich gestaltet wird. Es ist bekannt, dass eine Bestattung Geld kostet, und zwar abhängig von Art und Umfang einen niedrigen bis hohen vierstelligen Eurobetrag. Diese Ausgaben werden innerhalb weniger Tage fällig und müssen demensprechend kurzfristig finanziert werden. Mit Hilfe einer Bestattungsversicherung als besonderen Form der Bestattungsvorsorge kann der Verstorbene selbst an einer angemessenen und pietätvollen Bestattung mitwirken. Um hier den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, wieten wir einen Vergleich diverser Bestattungsversicherungen bzw. Sterbegeldversicherungen an. Eine Alternative zur Vorsorge via Bestattungsversicherung ist die Sterbegeldversicherung. Bis Mitte der 2000er Jahre zahlten die gesetzlichen Krankenkassen beim Ableben des Versicherten oder seiner Familienangehörigen ein Sterbegeld in Höhe von bis zu fünfhundert Euro. Das wurde durch die Bestattungsversicherung sowie die Sterbegeldversicherung abgelöst, die auf eigene Kosten abzuschließen sind.

    1. Bestattungsversicherung vs. Sterbegeldversicherung

    Bestattungsversicherung und Sterbegeldversicherung haben beide dasselbe Ziel und sind dennoch recht unterschiedlich. Die Bestattungsversicherung bezieht sich ausschließlich auf die Ausgaben der Bestattung. Die sind mit ihren Kostenarten fest definiert. Der Bestatter, also der Inhaber oder Betreiber des Beerdigungs- beziehungsweise Bestattungsinstitutes, übernimmt die Abwicklung der Bestattung. Mit ihm wird der Dienstleistungsumfang im Einzelnen besprochen und somit die Bestattungsvorsorge festgelegt. Über die sich daraus ergebende Gesamtsumme wird die Bestattungsversicherung abgeschlossen. Hier kann ein Vergleich die anfallenden Kosten der Versicherung minimieren. Sie ist eine Versicherung weit in die Zukunft hinein, oftmals auf Jahrzehnte im Voraus. Zur Werterhaltung bei Fälligkeit der Bestattungsvorsorge sollte die Bestattungsversicherung dynamisch sein. Die Dynamik innerhalb der Bestattungsversicherung gleicht den zwischenzeitlichen Kaufkraftverlust aus, so dass die Bestattungsversicherung bei ihrer späteren Fälligkeit auch die dann tatsächlich anfallenden Kosten deckt.

    2. Der Wegfall des früheren Sterbegeldes

    Das frühere Sterbegeld von fünfhundert Euro war im Todesfall zur Vorsorge bei weitem nicht ausreichend. Daher war auch schon vor Wegfall des Sterbegeldes der Abschluss einer Sterbegeldversicherung bzw. Bestattungsversicherung zur optimalen Bestattungsvorsorge notwendig. Der Unterschied zur Bestattungsvorsorge liegt darin, dass die Sterbegeldversicherung, im Vergleich zur Bestattungsversicherung, losgelöst von den voraussichtlichen Bestattungskosten, über einen festen Betrag abgeschlossen wird. Sie ist in dem Sinne eine Kapitallebensversicherung im mittleren bis höheren vierstelligen Eurobereich. Näheres zur Bestattungsversicherung, zur Sterbegeldversicherung sowie zu den Unterschieden kann unter www.besttarif.org nachgelesen werden. Für den Versicherungsnehmer ist es vielfach auch eine Frage der Definition oder Bezeichnung, ob er eine Bestattungsvorsorge oder eine Sterbegeldversicherung abschließt. In beiden Fällen wird die Versicherung über eine feste Summe abgeschlossen, was bei größeren Ansprüchen zu steigenden Kosten führt. Ein erneuter Ab- oder Vergleich ihrer Leistungen sowie der Kosten für ihre Bestattungsversicherung sind mit laufender Zeit in den meisten Fällen von großem Vorteil. Die Versicherungssumme erhöht sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte um die Zinsen, die Zinseszinsen sowie um die Überschussanteile. Wenn ihr Sinn und Zweck sich auf die Kostendeckung der Bestattung beschränkt, dann wird sie auch als eine Bestattungsversicherung bezeichnet. Das ist häufig bei Alleinlebenden ohne Angehörige der Fall. Ihnen ist ausschließlich an einer Bestattungsvorsorge gelegen. Der Teilnehmerkreis an der Trauerfeier ist sehr überschaubar Für die folgende Grabpflege sieht sich niemand verantwortlich. Die Bestattung soll angemessen, aber doch auf das notwendige Mindestmaß reduziert sein. Einziger Ansprechpartner ist der Bestatter. Mit ihm wird der Bestattungsablauf festgelegt, und die daraufhin anfallenden Kosten werden mit Hilfe der abgeschlossenen Bestattungsversicherung direkt an ihn abgetreten. Im Todesfall wickelt er die Bestattung ab und erhält seine Aufwendungen aus der Bestattungsversicherung bezahlt.

    Aus versicherungsrechtlicher Sicht sind Bestattungsversicherung und Sterbegeldversicherung identisch. Beide dienen der Bestattungsvorsorge und unterscheiden sich deutlich von anderen Kapitallebensversicherungen. Sie sind bei einer Bedürftigkeit kein anrechenbares oder verfügbares Vermögen. Wer Transferleistungen wie Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder Grundsicherung bezieht, der braucht die Versicherungsleistungen einer Bestattungsversicherung nicht als Einkommen oder Vermögen anzugeben. Umgekehrt können die Versicherungsbeiträge (Kosten für die Bestattungsversicherung) beim Bezug von Sozialhilfe als Mehrbedarf geltend gemacht werden. Diese Regelung gilt auch vor dem Hintergrund, dass die gesetzlichen Erben für die Kosten der Bestattung des Hinterbliebenen verantwortlich sind. Gleichzeitig soll ihnen, auch in einer finanziellen Notsituation, eine angemessene Bestattung des verstorbenen Familienangehörigen ermöglicht werden.

    3. Die Tarife der Bestattungsversicherung

    Die Tarife der Bestattungsversicherung sowie der Sterbegeldversicherung sind sehr unterschiedlich gestaltet. Wie auf www.besttarif.org näher ausgeführt, werden sie vorwiegend von Sterbekassen, aber auch von den namhaften Versicherungsgesellschaften angeboten. Ein Vergleich ist ebenso hilfreich wie notwendig. Die einen werben mit dem Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung, andere verzichten auf eine mehrjährige Wartezeit, bis im Todesfall die volle Bestattungsversicherung ausgezahlt wird. Während dieser Wartezeit wird die Versicherungssumme der Bestattungsversicherung allerdings bei Unfalltod ausbezahlt, und bei einem natürlichen oder krankheitsbedingten Ableben werden die bis dahin eingezahlten Versicherungsbeiträge erstattet. Einige Anbieter haben die Altersgrenze für Neuanträge mit 60plus oder 70plus recht hoch gesetzt, wobei gleichzeitig die Höhe und somit die Kosten der Bestattungsversicherung begrenzt sind. Insofern gilt auch hier, dass die Beiträge umso günstiger sind, je frühzeitiger eine Bestattungsversicherung abgeschlossen wird. Beim Versicherungsabschluss in frühen Jahren sollte die Versicherungssumme durchaus eine fünfstellige Eurosumme betragen. Da im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung, die auch im Erlebensfalle ausgezahlt wird, die Bestattungsversicherung ausschließlich bei Tod fällig wird, kann sich der Versicherte für den normalen Todesfall in etwa ausrechnen, ab wann seine Beitragszahlung die spätere Todesfallleistung übersteigt. Hierzu werden auf www.besttarif.org einige Rechenbeispiele aufgeführt und anschaulich dargestellt.

    4. Bestattungsversicherungen vergleichen

    Für den Interessanten an einer Bestattungsvorsorge lohnt sich auf jeden Fall ein ausführlicher Vergleich der unterschiedlichen Angebote für Bestattungsversicherungen. Da die Tarife nicht immer direkt vergleichbar sind, hilft das Aufstellen einer eigenen wunsch- und bedarfsgerechten Checkliste sowie der intensive Vergleich bestehender Angebote. Was muss die Bestattungsvorsorge unbedingt beinhalten, und was sollte darüber hinaus geleistet werden. Der Antragsteller sollte sich zu Lebzeiten eingehend mit den Einzelheiten der Bestattungsversicherung befassen, auch wenn das schwerfällt oder etwas ungewöhnlich ist. Andererseits ist es für viele beruhigend, die eigene Bestattung auch selbst vorbereiten, sie quasi mitbestimmen zu können. Für den Bestatter oder für die Hinterbliebenen wiederum ist es hilfreich, den letzten Willen des Verstorbenen zu kennen und ihn erfüllen zu können. Im Endeffekt geht es auch hier um Geld, und zwar um das eigene Geld des Versicherungsnehmers. Im Laufe der Jahre werden mehrere tausend Euro gezahlt. Der Abschluss einer Bestattungsversicherung bedeutet eine Bindung an die jeweilige Versicherungsgesellschaft für die nächsten Jahrzehnte. Eine Beitragsdifferenz von nur wenigen Euro monatlich summiert sich im Laufe der Zeit zu einer stattlichen Summe. Sie erhöht nicht die eigene Bestattungsversicherung, sondern verbleibt dem Versicherungsanbieter als Gewinn. Das muss nicht sein. Allein schon deswegen sollte vor Unterzeichnung des Versicherungsvertrages eher einmal mehr als weniger verglichen und gerechnet werden. Maßgebend ist unterm Strich ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Bestattungsvorsorge. Der Preis für die Versicherung und die spätere Leistung des Bestatters müssen stimmen.

    Der Versicherte muss sich auf die Integrität und die Zuverlässigkeit sowohl des Versicherers und als auch des Bestatters verlassen, verlassen können.

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