Wie ergeben sich die Schadenfreiheitsklassen bei einer Kfz Versicherung?

Kfz Zweitwagen Versicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung muss für jedes Fahrzeug abgeschlossen worden sein, egal wer der Fahrer ist. Kommt es zu einem selbst verschuldeten Unfall, wird immer der Fahrzeughalter beim Schadensfreiheitsrabatt nach oben gestuft. Diese Kfz-Versicherung ist eine Pflichtversicherung und soll andere Autofahrer vor finanziellen Einbußen schützen, wenn sich unverschuldet in einem Unfall verwickelt wurden. Der eigene Sachschaden wird von dieser Versicherung nicht reguliert, dafür muss eine Kasko-Versicherung abgeschlossen werden sein. Bei Neuwagen ist es sinnvoll, sich mit einer Kaskoversicherung gegen finanzielle Belastungen zu schützen, bei älteren Fahrzeugen hat diese Versicherung keinen Sinn mehr.

Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung kommt gleichzeitig ein Rabattsystem zum Tragen, welches die Autofahrer belohnt, die mit ihrem Fahrzeug unfallfrei fahren. Die meisten Versicherungen verwenden 28 Schadensfreiheitsklassen, welche in der Kurzform auch als SF bezeichnet werden. Ein Fahranfänger beginnt bei 100 Prozent und kann sich in Laufe der Jahre bis auf 30 Prozent herunterarbeiten. Nach 22 Jahren unfallfreier Fahrt ist die SF 22 erreicht und es kann kein weiteres Geld mehr einspart werden. Auch bei der SF 28 sind weiterhin 30 Prozent fällig.

Bei einem selbst verschuldeten Unfall wird der Fahrzeughalter in der Regel um 3 SF-Klassen nach oben gestuft und er benötigt 3 Jahre, bis der alte Prozentsatz wieder erreicht wurde. Anders sieht die Situation ab der SF-Klasse 25 aus. Erfolgt hier eine Hochstufung um 3 Klassen, so wird SF 22 erreicht. In diesem Fall bleibt die zu zahlende Versicherungspolice ebenfalls bei 30 Prozent. Nach einer langjährigen unfallfreien Fahrt wird der Autofahrer nicht gleich mit einer höheren Police bestraft.

Anders sieht die Situation bei Fahranfängern aus, welche noch in der Probezeit sind. Wird ein Unfall selbst verschuldet, so erfolgt die Einstufung auf M, was für Malus steht. Dieses Wort kommt aus dem Lateinischen und beutet schlecht, was das Gegenteil von einem Bonus ist. Nach so einem Ereignis können die Fahranfänger auf 245 Prozent heraufgestuft werden, was schon ein erheblicher Batzen Geld ist. Neben Bußgeld und Punkten in Flensburg kommt auch eine Nachschulung auf die Fahranfänger zu, wo zusätzliches Geld auf den Tisch gelegt werden muss. Es sollte also besonders in den ersten Jahren unfallfrei gefahren werden, da die Steigerung der Police in dieser Zeit sehr erheblich ist. Im Laufe der Jahre relativieren sich die Prozentsätze nach einem Unfall.

Nach einem selbst verschuldeten Unfall hat die Versicherung das Recht, nach der Regulierung den Vertrag zu kündigen. Möchte der Autofahrer weiterhin sein Fahrzeug nutzen, muss er sich nach einer anderen Versicherung umsehen. Auf der anderen Seite eröffnet sich dem Fahrzeughalter ebenfalls die Möglichkeit, den Vertrag zu beenden.


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