D&O Versicherung

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Inhalt dieses Artikels

    Die D&O Versicherung ist eine besondere Form der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und wendet sich an die leitenden Organe von Unternehmen mit aktiver Karriere. Das Gesetz sieht vor, dass derjenige, der einen Schaden verursacht, für die entstandenen Kosten aufkommen muss und dementsprechend Schadenersatz zu leisten hat. Dies trifft auf Privatpersonen ebenso wie auf Firmen und deren betriebliche Tätigkeiten zu. Während Privatpersonen stets selbst haften und für den Schadensfall eine entsprechende private Haftpflichtversicherung abschließen sollten, trägt der Manager im Unternehmen die Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen sowie das Handeln seiner Angestellten. Deshalb sollten Unternehmen sicherstellen, dass diese Risiken durch eine Betriebshaftpflichtversicherung abdeckt sind, die mit ihrem Service alle Beteiligten schützt.

    Anders sieht es in Betrieben aus, in denen leitende Organe wie Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte, Directors, Officers dem Management angehören. Entwickelt sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens in die falsche Richtung, reicht eine einfache Betriebshaftpflichtversicherung oft nicht mehr aus, um die Manager und ihre Karriere bei einem Vermögensschaden schadlos zu halten.

    In der Vergangenheit musste bei Fehlern der Manager oder Vorstände häufig das Unternehmen selbst für die Folgen geradestehen. Im schlimmsten Falle wurde der betroffene Mitarbeiter aus dem Management entfernt und musste durch einen neuen Manager ersetzt werden. Heutzutage kommt es hingegen immer häufiger vor, dass Schadenersatzansprüche gegen die eigenen Organe erhoben und auch geltend gemacht werden. Dies ist der Punkt, an dem eine D&O-Versicherung für Aufsichtsräte, Vorstände, Officers, Directors und andere Mitglieder des Managements von großer Bedeutung wird.

    1. Schadenmöglichkeiten als Bestätigung des Bedarfs einer D&O Versicherung

    Die möglicherweise auftretenden Schäden sind so hoch, dass eine D&O Versicherung, die auch Vermögensschäden versichert, unverzichtbar ist. Im Folgenden werden einige Beispiele angeführt, die zeigen, wie schnell Fehler unterlaufen können, die dann zur Haftung von Managern, Geschäftsführern oder einem anderen Mitglied der leitenden Ebene führen:

    • Da in der Führungsetage oft Entscheidungen über große Anschaffungen getroffen werden, können dem betreffenden Mitarbeiter diesbezügliche Fehler zur Last gelegt werden. So führen der Kauf von ungeeigneten EDV-Anlagen oder sonstigen Maschinen genauso zu Schäden für das Unternehmen wie die Anschaffung von Werbematerialien, die sich später aufgrund neuer Informationen als wettbewerbswidrig herausstellen.
    • Die Entscheidung für einen sehr günstigen Lieferanten kann schnell zum Problem werden, wenn dieser wenige Zeit später liquidiert wird.
    • Änderungen in der Unternehmensform oder -größe können fehlerhaft verlaufen und dem Management zum Vorwurf gemacht werden. So kostet ein fehlerhafter Börsengang das Unternehmen im Schadenfall ebenso viel Geld wie eine nicht komplett abgewickelte Fusion.
    • Falsch kalkulierte betriebliche Geschäftserweiterungen können dazu führen, dass Verluste entstehen, die nicht durch den normalen Gewinn abgedeckt werden können.
    • Mögliche Schäden sind auch finanzielle Schwierigkeiten wegen fehlerhafter Angebote oder verjährter Forderungen.
    • Spricht ein Manager im Namen des Unternehmens Kündigungen aus, um Kosten einzusparen, besteht stets das Risiko, dass Gerichtsprozesse und Abfindungen das Budget zusätzlich belasten.

    Dies sind nur einige Beispiele für Fälle, in denen aufgrund einer Fehlentscheidung der zuständigen Aufsichtsräte oder Manager des Unternehmens finanzielle Einbußen entstehen. Liegt dann keine D&O-Versicherung vor, durch die ein etwaiger Schaden abgedeckt ist, kann dies den Verantwortlichen teuer zu stehen kommen.

    2. Die Haftung von Vorständen und Geschäftsführern

    Ein Angestellter ist im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit in der Regel nur dann für einen entstandenen Schaden haftbar zu machen, wenn er grob fahrlässig gehandelt hat. Bei Vorständen oder Geschäftsführern wird die Haftbarkeit allerdings anders betrachtet, denn hier kann die Haftung schon dann eintreten, wenn lediglich eine leichte Fahrlässigkeit zu einem Schaden geführt hat. Das Haftungsrisiko der Mitglieder des oberen Managements ist demnach sehr viel größer. Auch wenn es sich bei D&O-Versicherungen nicht um eine gesetzliche Pflichtversicherung handelt, ist eine entsprechende Police für Manager mit einem hohen Grad der Verantwortung besonders wichtig.

    Bei der Haftung von Managern wird zwischen der Innen- und der Außenhaftung unterschieden:

    Innenhaftung: Die Innenhaftung umfasst alle Forderungen, die das Unternehmen im Schadensfall selbst intern gegen den Vorstand oder den Aufsichtsrat erhebt, beispielsweise um sich durch die Zahlung von Schadenersatz selbst schadlos zu halten. Bei der Innenhaftung kommt erschwerend die Umkehr der Beweislast dazu. Dies bedeutet, dass nicht der Kläger die Schuld nachweisen muss, sondern dass der Beklagte beweisen muss, dass er unschuldig ist. Dies ist meist weitaus schwieriger und führt in vielen Fällen zur Haftung des Managers und zum Ende seiner Karriere. Diese besteht dann in voller Höhe und erstreckt sich auch auf das private Vermögen. Ohne D&O Versicherung kann dies im schlimmsten Fall sogar zum finanziellen Ruin führen und es dem betroffenen Mitarbeiter unmöglich machen, seinen Lebensunterhalt wie gewohnt zu bestreiten oder eine Altersvorsorge aufzubauen.

    Außenhaftung: Die Außenhaftung kommt zum Tragen, wenn Dritte im Schadensfall Ansprüche erheben. Hierzu können unter anderen Kunden, Gesellschafter, Aktionäre und auch Finanzbehörden gehören. Aufgrund der großen finanziellen Gefahr, die solche Risiken mit sich bringen, ist der Abschluss einer D&O Versicherung, die auch als Managerhaftpflicht bezeichnet wird, in solchen Positionen unerlässlich. Ohne Schutz für den Schadenfall könnte selbst ein kleiner Fehler das gesamte Leben durcheinander werfen und die geplante Altersvorsorge zunichte machen.

    3. Der weite Kreis der Versicherten einer D&O Versicherung

    Die D&O Produkte stellen für den Mitarbeiter einen wirksamen Schutz vor den Kosten dar, die im Schadenfall auf ihn zukommen. Zudem können diese Lösungen dafür sorgen, dass weder das Unternehmen noch der Mitarbeiter selbst auf den erhobenen Schadenersatzforderungen sitzen bleiben. Dabei schützt die D&O Versicherung wie jede andere Form der Haftpflichtversicherung (z. B. die Berufshaftpflichtversicherung) vor unberechtigten Ansprüchen und befriedigt berechtigte Schadenersatzforderungen. Nur durch D&O Produkte kann der Manager verhindern, dass er im Schadenfall mit seinem eigenen Privatvermögen haften muss.

    Bei D&O Lösungen sind in Deutschland Versicherungsnehmer und versicherte Personen strikt zu trennen. Der Versicherungsnehmer der D&O Police ist das Unternehmen, also die Gesellschaft, die jedoch nicht selbst unter den Versicherungsschutz der D&O Versicherung fällt. Versichert sind hingegen alle Geschäftsführer, der Vorstand, der Aufsichtsrat, ein eventuell bestehender Beirat sowie sämtliche Stellvertreter dieser Organe. Ebenso gehören die leitenden Angestellten, Compliance Officers und Generalbevollmächtigten wie auch Zollbeauftragte und sämtliche eingetragene Lebenspartner der aufgeführten versicherten Personen zu den versicherten Personen der D&O Versicherung. Zudem sollte man beim Versicherungsschutz der D&O Versicherung darauf achten, dass auch sämtliche Tochter- und auch Enkelgesellschaften versichert sind. Viele Anbieter der D&O Versicherung in Deutschland bestehen dann allerdings darauf, dass die jeweilige Gesellschaft zumindest ihren Sitz in der Europäischen Union hat.

    Für einen optimalen Schutz für den Schadenfall ist immer ein Vergleich der verschiedenen Anbieter enorm wichtig. Dies gilt auch für die D&O Versicherung. Neben dem Schutz durch eine ausreichende Versicherungssumme und die richtige Deklaration der versicherten Personen ist bei der D&O-Versicherung auch der Einschluss der sogenannten unbegrenzten Nachmeldefrist von großer Bedeutung.

    Hierunter versteht man aufkommende betriebliche Schadenersatzforderungen, die sich zwar auf einen Schaden bzw. dessen Ursache innerhalb der Vertragslaufzeit beziehen, für den aber erst nach Ablauf des Versicherungsvertrags Schadenersatzansprüche gestellt werden. Da manche Schäden oft erst später erkannt werden, ist dieser Einschluss in der D&O Versicherung von großer Bedeutung. Interessenten sollten daher vor der Antragstellung entsprechende Fragen stellen und Informationen über die Produkte einholen.

    Nutzen Sie daher die hier möglichen Gegenüberstellungen unterschiedlicher Anbieter der D&O Produkte, um letztendlich den Versicherungsvertrag für sich zu finden, der einen optimalen Versicherungsschutz für einen attraktiven Beitrag bietet. Nur so ist es zu einem perfekten Preis-Leistungs-Verhältnis möglich, sich als führendes Organ perfekt abzusichern. So kann man sich voll und ganz auf seine Führungsaufgaben, Fragen und Entscheidungen in der Gesellschaft konzentrieren, ohne sich ständig Sorgen um eventuell auftretende Schadenersatzforderungen und den Schutz davor machen zu müssen.

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