Elementarschadenversicherung

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Inhalt dieses Artikels

    Jahrelang hat man für seinen Traum, das eigene Haus, gearbeitet und gespart. Die meisten Wohnungseigentümer zahlen über Jahrzehnte ein Darlehen für ihr Traumhaus ab – und plötzlich ist alles weg. Das eigene Wohnhaus ist oft die teuerste und größte Investition im Leben einer Familie. Und gerade das eigene Haus sollte optimal abgesichert sein – und nicht nur gegen Feuer, ausgelaufenes Leitungswasser, Blitzschlag, Hagel oder Sturm.

    Die meisten Wohnhauseigentümer haben eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, um bei eventuell eintretenden Schäden den optimalen Schutz zu haben. Schäden, die durch Feuer, Wasser, Hagel, Blitz oder Sturm entstehen, können einen hohen finanziellen Schaden bedeuten und somit die Zukunft schlagartig ändern. Bricht ein Feuer im Haus aus, ein Wasserrohr platzt oder das Dach wird durch einen Sturm abgedeckt bezahlt in der Regel die Wohngebäudeversicherung den entstandenen Schaden. In den vergangenen vierzig Jahren hat sich die Anzahl der wetterbedingten Naturkatastrophen verdreifacht. Die Zahl der Überschwemmungen, Stürme, Erdbeben und Temperaturextremen ist stark angestiegen. Hierbei sind sehr hohe Sachschäden entstanden, die nicht versichert waren. Durch eine Elementarschadenversicherung sind solche Schäden abgedeckt. Im Jahre 2013 bezahlten die Versicherungsgesellschaften über 7 Milliarden EUR für entstandenen Elementarschäden aus Naturgewalten, wie z. B. Hochwasser.

    In den kommenden Jahrzehnten sollten sich Hausbesitzer in Deutschland auf immer heftigere und häufiger auftretende Naturgefahren und Wetterextreme einstellen und zusätzlich eine Elementarschadenversicherung abschließen. Welche Schäden die Elementarschadenversicherung übernimmt, wird hier beschrieben.

    1. Die Elementarschadenversicherung bei Wasserschäden

    Extreme Naturereignisse, wie z. B. Unwetter nehmen im Zeitalter des Klimawandels stark zu, sodass eine Vielzahl von Schäden entstehen. Mittlerweile ist die Gefährdung durch Starkregen doppelt so hoch, wie durch Feuer. Durch immer mehr auftretende Naturgefahren ist die Elementarschadenversicherung sehr sinnvoll. Häuser, die an Flüssen oder Seen stehen und durch Hochwasser besonders gefährdet sind, sollten unbedingt durch eine Elementarschadenversicherung abgesichert sein.

    Durch das Juni-Hochwasser im Jahre 2013 im Norden Deutschlands an der Elbe wurden viele Häuser unbewohnbar und der Hausrat, wie Möbel oder Wertgegenstände wurden zerstört. Tritt ein Fluss durch heftige Niederschläge und Tauwetter über das Ufer und der Boden kann die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, kann es passieren, dass Wohngebäude, die sich in der Nähe des Flusses befinden, schnell mit Wasser volllaufen und die Wohnungen überfluten. Wassermassen und Schlamm zerstören die Einrichtung. Die Wände sind nass und schmutzig und müssen mit Spezialgeräten getrocknet werden. Dadurch steigen auch die Stromkosten rasant in die Höhe, wenn Trocknungsgeräte aufgestellt werden müssen. Dabei kann ein sehr hoher Schaden enstehen und man kann schnell in finanzielle Not geraten.

    Es kann auch passieren, dass durch Starkregen die Hauptkanalisation die Unmengen an Wassermassen nicht mehr aufnehmen können. Das Wasser bahnt sich dann seinen Weg durch Abwasserleitungen der Hausanschlüsse und überflutet so den Keller. Wer bezahlt nun einen Wasserschaden, der durch Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau entstanden ist? Hier bezahlt nur die Elementarschadenversicherung, die Wohngebäudeversicherung übernimmt diesen Schaden nicht. Unter Elementarschadenversicherung versteht man die zusätzliche Absicherung des Hauses bei Überschwemmung oder Rückstau von Wasser bei Starkregen und bei anderen Naturgefahren, die weiter unten beschrieben sind.

    2. Die Elementarschadenversicherung bei Erdbeben, Erdsenkung oder Erdrutsch

    Ebenfalls ist in der Elementarschadenversicherung die Absicherung von Erdbeben, Erdsenkung oder Erdrutsch enthalten. Bei einer naturbedingten Erschütterung des Erdbodens, die durch geophysikalische Vorgänge im Erdinneren ausgelöst werden, spricht man von einem Erdbeben. Bei einem Erdbeben wirken enorme Kräfte und dabei können immense Schäden an einem Haus entstehen, z. B. Risse in den Wänden oder Zerspringen von Fensterscheiben oder im Schlimmsten Fall kann ein Haus einstürzen. Hier ist eine Elementarschadenversicherung äußerst sinnvoll. Auch Erdrutsche oder Erdabsenkungen sind naturbedingte Gefahren. Die Erde kann abrutschen, wenn sich Hohlräume in der Erde befinden. Die Elementarschadenversicherung haftet für die entstandenen Schäden am Haus.

    3. Die Elementarschadenversicherung bei Schneedruck und Lawinen

    Bei Schneedruck und Lawinen haftet die Elementarschadenversicherung ebenfalls. Das Dach eines Hauses kann auch sehr gefährlich werden. Wenn sich Eisregen und andauernder Schneefall abwechseln, bildet sich ein tonnenschweres Schneegemisch. Die schwere Last auf dem Dach hält dem Druck nicht mehr stand und kann in kürzester Zeit das Dach zum Einstürzen bringen. Hier kommt dann auch die Elementarschadenversicherung zum Einsatz und haftet für den entstandenen Schaden.

    4. Die Elementarschadenversicherung und Vulkanausbrüche

    Auch Vulkanausbrüche sind in der Elementarschadenversicherung mitversichert. In Westdeutschland liegt die Eifel, in der bis vor 10000 Jahren eine Vielzahl an Vulkanen noch aktiv war. Es ist nicht ausgeschlossen, dass solch ein Vulkan in der Eifel wieder ausbricht. Wer in der Eifel und zwar im Gebiet der Vulkane lebt, sollte eine Elementarschadenversicherung für sein Haus abschließen.

    5. Das Geoinformationssystem

    Das Geoinformationssystem, welches ZÜRS genannt wird, beurteilt das Risiko von Naturgefahren in Deutschland. Im ganzen Bundesgebiet gibt es hierzu je nach Region oder geografischer Besonderheit sehr große Abweichungen. Bei zürs-public.de kann man sich informieren, wie stark ihr Wohnhaus durch Naturgefahren, wie Erdbeben, Hochwasser oder Starkregen gefährdet ist.

    6. Die Wohngebäude- und Elementarschadenversicherung

    Die meisten Hausbesitzer, die eine Wohngebäudeversicherung haben, sind meistens gegen Feuer, ausgelaufenes Leitungswasser, Blitzschlag und Sturm versichert, wissen aber nicht, dass in ihrem Versicherungsvertrag keine Elementarschadenversicherung mit enthalten ist. Bei Elementarschäden sind immer ganze Regionen betroffen, dadurch entstehen Schäden in Milliardenhöhe. Aus diesem Grund sind die Elementarschäden durch Naturkatastrophen nicht in den Wohngebäudeversicherungen enthalten und müssen zusätzlich durch eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Eine Elementarschadenversicherung ist sehr sinnvoll für alle Wohnhauseigentümer und sollte gleichzeitig mit der Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Die Elementarschadenversicherung deckt weitere Schäden am Haus ab und kann zusätzlich im Wohngebäudeversicherungsvertrag mit eingeschlossen werden, auch nachträglich.

    7. Die Bundesländer und Elementarschadenversicherung

    Mittlerweile haben einzelne Bundesländer, wie z. B. Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bayern, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes, durch die Landesregierung beschlossen, dass sich, wer sich versichern könnte und es nicht tut, keine staatliche Unterstützung im Schadenfall bei Elementarschäden erhält. Weitere Bundesländer wollen sich der Entscheidung anschließen.

    8. Fazit zur Elementarschadenversicherung

    Eine Elementarschadenversicherung ist äußerst empfehlenswert, vor allen Dingen in den Regionen der Bundesrepublik Deutschland, die durch das Geoinformationssystem ZÜRS besonders hoch eingestuft worden sind und in denen sich die meisten Naturkatastrophen ereignen, wie z. B. an Flüssen durch Hochwasser. Man sollte aber bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften die Bedingungen und Leistungen vergleichen, welche versicherten Gefahren in der Elementarschadenversicherung enthalten sind.

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