Feuerversicherung

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    Eine Feuerversicherung greift grundsätzlich bei Schäden, die durch ein Feuer entstanden sind. Kommt es in einer Wohnung oder einem Gebäude zu einem Brand, fällt nicht selten innerhalb kürzester Zeit alles, auch das Mobiliar, die fest installierte Einrichtung und der sämtliche Hausrat, den Flammen zum Opfer. Daher ist eine Feuerversicherung für jeden empfehlenswert, unabhängig davon ob er Mieter oder Hauseigentümer ist. Denn die finanziellen Folgen eines Brandes steigen oft ins Unermessliche, die eigene Existenz kann also schnell bedroht sein. Eigenangaben zufolge gab es die erste Feuerversicherung bereits 1676. Die Hamburger Feuerkasse wurde in diesem Jahr vom Rat und der Bürgerschaft Hamburg gegründet, nachdem zahlreiche Brände in der Hansestadt gewütet und erhebliche Schäden angerichtet hatten. Im Zuge der Gründung wurden dabei die bereits seit 1591 bestehenden Feuerkontrakte zusammengefasst. Heutzutage werden separate Feuerversicherungen nur noch von wenigen, spezialisierten Feuerversicherern angeboten. Während die Feuerversicherung in Gewerbe und Industrie nach wie vor einen hohen Stellenwert hat, sind private Feuerversicherungen kaum noch zu finden. So können Hausbesitzer in der Regel die Risiken von Feuerschäden über die Wohngebäudeversicherung abdecken. Für Mieter ist eine entsprechende Absicherung gegen Feuerschäden über die Hausratversicherung möglich.

    1. Feuerversicherung: Ersatz von Brandschäden

    Im Wesentlichen sind durch eine Feuerversicherung alle Schäden abgedeckt, die durch einen Brand, eine Explosion oder einen Blitzschlag entstehen. Sollte infolge einer Brandstiftung ein Feuer ausbrechen, greift die Feuerversicherung ebenfalls und übernimmt die hierdurch anfallenden finanziellen Belastungen des Versicherten. Kann die Polizei den Brandstifter überführen, wird die Versicherung diesen in der Regel in Regress nehmen. Das bedeutet, dass sie vom eigentlichen Schuldner, also dem Brandstifter, die Erstattung der erbrachten finanziellen Leistung verlangen kann. Wer eine Feuerversicherung abschließen möchte, sollte auch auf die Erstattung der sekundären Schäden durch die Versicherung achten. Hierzu zählen beispielsweise die Kosten für einen Feuerwehreinsatz oder die Schäden, die durch Löschwasser entstanden sind.

    2. Feuerversicherung für Immobilienbesitzer

    Damit die Schäden, die durch Brand oder Feuer entstehen, abgedeckt sind, sollten Hausbesitzer über eine entsprechende Feuerversicherung verfügen. In der Regel ist eine solche Police allerdings schon Bestandteil der Gebäudeversicherung. Dabei erstreckt sich der Versicherungsschutz dieser Wohngebäudeversicherung nicht nur auf das Wohngebäude an sich, sondern auch auf die Nebengebäude und anliegenden Garagen. Wer sich nicht sicher ist, ob die Feuerversicherung Bestandteil der Wohngebäudeversicherung ist, kann dieses in den Versicherungsbedingungen nachlesen. Die zu zahlende Versicherungsprämie ist dabei von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen sind die Tarife der einzelnen Versicherer sehr unterschiedlich ausgestaltet. Zum anderen spielt aber auch das zu versichernde Risiko eine wesentliche Rolle. Kriterien wie die Gebäudenutzung, der Standort, die Gesamtfläche oder die Bauart wirken sich erheblich auf die individuelle Ausgestaltung der Feuerversicherung aus. Hausbesitzer, die noch nicht über eine Wohngebäudeversicherung mit integrierter Feuerversicherung verfügen oder aber auf der Suche nach einem neuen günstigeren Tarif sind, können sich mittels eines Online-Vergleichs auf Besttarif.org einen Überblick über die alternativen Angebote auf dem Markt verschaffen und so ganz bequem und einfach den für sie passenden Tarif finden. Die individuellen Gegebenheiten sowie die Charakteristika des Gebäudes finden dementsprechend bei einem solchen Vergleich Berücksichtigung und spiegeln sich in den Angeboten der Ergebnisliste wider.

    3. Die Feuerrohbauversicherung

    Für Immobilien, die sich noch im Bau befinden, müssen Hausbesitzer eine Feuerrohbauversicherung abschließen. Vielfach verlangen Banken bereits vor der Auszahlung des Baukredits die Vorlage einer solchen Police. Sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen, ist das Gebäude also bezugsfertig, wird die Feuerrohbauversicherung zumeist in eine klassische Gebäudeversicherung umgewandelt. Zwar ist in der Regel eine Bauleistungsversicherung vorhanden, diese schützt jedoch nicht bei Schäden durch Feuer, Explosion oder Blitzschlag. Daher sollte unbedingt zusätzlich eine Feuerrohbauversicherung abgeschlossen werden. Bauherren, die bereits bei Baubeginn eine Wohngebäudeversicherung mit integrierter Feuerrohbauversicherung für die Bauzeit abschließen, erhalten diesen Schutz zumeist betragsfrei für ein Jahr, wenn eine Wohngebäudeversicherung mit einer Laufzeit von fünf Jahren gewählt wurde. Mit einem Online-Vergleich auf Besttarif.de können Sie die alternativen Angebote am Markt vergleichen und die für Sie passende Versicherung finden. Wichtig ist, dass bei der Wahl einer Wohngebäudeversicherung mit integrierter Feuerversicherung nicht nur die zu zahlende Versicherungsprämie in die Entscheidung einfließt. Versicherungsnehmer sollten zudem auf die Höhe der Deckungssumme achten. Denn im Schadenfall ist diese entscheidend, wenn es darum geht, bis zu welchem Wert die entstandenen Schäden ersetzt werden. Als Faustregel empfiehlt sich eine Deckungssumme in Höhe des Werts der zu versichernden Immobilie.

    4. Feuerversicherung für Mieter

    Ein Feuerversicherung für Mieter ist in der Regel in der Hausratversicherung enthalten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch die Unterscheidung zwischen Feuer und Brand. Denn mitversichert sind in der Hausratversicherung Schäden, die durch einen Brand entstanden sind. Dabei wird Brand als Feuer definiert, für das kein bestimmungsgemäßer Herd ausgemacht werden kann. Sollte sich dieser Brandherd jedoch aus eigener Kraft ausbreiten, wird er ebenfalls als Brand definiert. Unter einem bestimmungsgemäßen Herd werden im Rahmen der Hausratversicherung etwa Kamine, Küchenherde, Öfen, Streichhölzer, Grills oder Kerzen gefasst. Nicht als Brand- bzw. Feuerschäden werden hingegen Sengschäden bezeichnet. Zu solchen Schäden zählen beispielsweise ein Sofa, das durch die Glut einer Zigarette zerstört wurde, oder eine durch eine Kerze angesengte Tischdecke sowie Rußflecken durch einen Ofen oder Kamin. Befindet sich das Feuer, das einen Schaden verursacht, in einem bestimmungsgemäßen Herd, ist ein hier entstandener Schaden ebenfalls nicht über die Hausratversicherung abgedeckt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Buch in einen offenen Kamin fällt und verbrennt. Sollte sich jedoch ein im Kamin liegendes, glimmendes Kohlestück entzünden, etwa durch einen Luftzug, und dadurch einen Teppich beschädigen, kann von einem Brandschaden gesprochen werden. Zu den Brandschäden, die von der Hausratversicherung abgedeckt sind, zählen zudem Verbrennen, Anbrennen, Verformung von Gegenständen, Verrußen, Rauchschäden und Versengen durch Funkenflug. Auch eine günstige Hausratversicherung mit integrierter Feuerversicherung können Verbraucher schnell und unkompliziert über einen Online-Vergleich auf Besttarif.org finden. Dabei sollten auch Mieter auf die Höhe der Deckungssumme. Als Deckungssumme wird die finanzielle Obergrenze bezeichnet, für die die Versicherung im Schadenfall aufkommt. Ist diese zu gering gewählt (Unterversicherung) kann es bei umfangreichen Schäden passieren, dass zwar ein Versicherungsfall vorliegt, die Versicherung aber nur anteilig dafür aufkommt. In der Folge würde der Versicherte auf dem Mehrbetrag sitzen bleiben.

    5. Versicherung zahlt nicht bei grober Fahrlässigkeit

    Ob die Hausratversicherung bei Feuerschäden zahlt, hingt im Großen und Ganzen davon ab, ob dem Versicherungsnehmer grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Sollte der Mieter etwa über die Nacht ein elektrisches Wärmespeichergerät ohne Aufsicht im Wohnzimmer eingeschaltet lassen, nahe gelegene Kleidungsstücke fangen hierdurch Feuer und setzen die ganze Wohnung in Brand, handelt es sich um grobe Fahrlässigkeit. Dementsprechend kann der Mieter hierfür haftbar gemacht werden und die Versicherung muss den entstandenen Schaden nicht regulieren.

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