Gebäudeversicherung

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    Die Gebäudeversicherung ist eine wichtige Versicherung, die jedoch im Gegensatz zur Kfz-Haftpflicht oder Krankenversicherung nicht obligatorisch ist. Die meisten Gebäude im deutschen Raum sind jedoch durch eine Gebäudeversicherung abgesichert. Dies betrifft sowohl Geschäfts- als auch Wohngebäude oder andere Bauten (beispielsweise Hotels oder Sportclubs). Auch für Gebäude, die sich im Bau befinden, gibt es spezielle Gebäudeversicherungen. Die Prämien für die Gebäudeversicherung selbst sind umlagefähig, das heißt, sie können im Rahmen der Nebenkostenabrechnung auf Mieter umgelegt werden und sind somit für Vermieter von vollvermieteten Immobilien nur ein durchlaufender Posten.

    1. Für wen ist eine Gebäudeversicherung wichtig?

    Vorweg: Eine gesetzliche Pflicht, eine Gebäudeversicherung abzuschließen, besteht nicht. Doch erfahrungsgemäß können Schadensfälle, beispielsweise durch einen Wasserrohrbruch, sehr schnell Sachschäden von mehreren zehntausend Euros verursachen, die wohl die wenigsten Hausbesitzer aus eigener Tasche zahlen können. Darum lohnt sich die Gebäudeversicherung unter dem Strich immer, weil gegen relativ geringe Prämien sehr umfangreiche Risiken versichert werden können. Eine Gebäudeversicherung ist sowohl für Vermieter, die ihr eigenes Ein- oder Mehrfamilienhaus an Mieter oder Gewerbetreibende vermieten, als auch für Selbstnutzer sinnvoll. Wer hingegen eine Eigentumswohnung innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft besitzt, muss keine separate Gebäudeversicherung abschließen, weil er schon über die Gebäudeversicherung der Eigentümergemeinschaft versichert ist. Aus rein wirtschaftlichem Interesse sollte er aber dem WEG-Verwalter bei der Wahl einer Versicherung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis genau auf die Finger schauen und sich auch nicht scheuen, gegebenenfalls Gegenangebote für die Gebäudeversicherung einzuholen und diese auf der nächsten Wohnungseigentümerversammlung zur Sprache zu bringen. Bei kreditfinanzierten Immobilienkäufen besteht die finanzierende Bank oft auf dem Nachweis einer ausreichenden Gebäudeversicherung, denn da die Immobilie ihre Sicherheit für den gewährten Kredit darstellt, ist zumindest die Feuerversicherung als Bestandteil der Gebäudeversicherung bankintern meist vorgeschrieben.

    2. Welche Leistungen umfasst die Gebäudeversicherung?

    Gebäudeversicherungen können ganz unterschiedliche Leistungen einschließen oder eben nicht beinhalten. Zu den Risiken, die regulär im Rahmen der Gebäudeversicherung mitversichert sind, gehören versehentlich entstandenes Feuer, bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser – wobei in der Regel Heizungsrohrlecks nicht im Versicherungsschutz enthalten sind – und Hagel- bzw. Sturmschäden, wobei ein unabhängiges Wetteramt die Wetterbedingungen bestätigen muss. Wenn sich also beispielsweise während eines Sturms Dachpfannen lösen und es daraufhin zu einem massiven Wassereintritt kommt, können sich Hausbesitzer glücklich schätzen, wenn sie eine Gebäudeversicherung abgeschlossen haben. Darüber hinaus können aber noch ganz andere Risiken versichert sein. Nach den Naturkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte (in Deutschland insbesondere die Überschwemmungen durch Hochwasser) werden inzwischen auch oft Elemente der sogenannten Elementarversicherung in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen. Dazu gehören beispielsweise Schäden durch Erdbeben bzw. Erdrutsch und Hochwasser. Es kann jedoch vorkommen, dass Versicherungsgesellschaften bei hohem Risiko die Mitversicherung einzelner Elemente ablehnen, weil beispielsweise die Hochwassergefahr in der Nähe eines Sees oder Flusses einfach zu hoch ist. Doch auch Vandalismus-, Terrorismus- und Graffitischäden können im Rahmen der Gebäudeversicherung abgedeckt sein, ebenso wie der Mietausfall, der mit einem Versicherungsschaden einhergehen kann, weil Mieter ihre Wohnung beispielsweise nach einem Wasserschaden nur eingeschränkt nutzen können.

    3. Wie wird die Prämie zur Gebäudeversicherung berechnet?

    Wer nach einer guten Gebäudeversicherung sucht, für den ist natürlich die Prämie entscheidend. Zwar lassen sich die Kosten der Versicherung auf die Mieter umlegen, doch diese können sich beispielsweise anhand von aktuellen Betriebskostenspiegeln selbst ausrechnen, dass der Versicherungsbeitrag eigentlich verhältnismäßig hoch ist. Da Vermieter in der Pflicht stehen, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten, und es auch in ihrem eigenen Interesse ist, Mieter mit geringen Nebenkosten zu werben und langfristig zu behalten, sollten sie auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis der Versicherung achten. Dazu ist es hilfreich, zu wissen, wie sich die Prämie berechnet. Zunächst einmal rechnet die Versicherungsgesellschaft den Wert der Immobilie per 1914 aus – ein Jahr, von dem angenommen wird, dass bis dahin die Preise relativ stabil geblieben sind. Dieser Wert hängt natürlich in erster Linie von der Größe des Gebäudes ab, aber auch von der Bauweise und teilweise von der Nutzung – beispielsweise kann die Nutzung durch Gewerbemieter zu einem Risikoaufschlag führen. Durch den Bezug zum aktuellen Wert des Baupreisindexes wird ein aktueller Gebäudewert berechnet. Durch die Multiplikation mit dem sogenannten Neuwertfaktor, der sich aus Baupreisindex und Tariflohnindex für das Baugewerbe zusammensetzt, wird die jährliche Versicherungsprämie berechnet. Dieser Neuwertfaktor wird auch als gleitender Neuwertfaktor bezeichnet, weil er nicht statisch ist, sondern sich von Jahr zu Jahr ändert. Dies soll vermeiden, dass die sogenannte Unterversicherung entsteht, dass also das Gebäude de facto mehr wert ist als die Versicherungssumme und der Versicherte im Schadensfall Verluste erleidet. Übrigens kann auch ein sogenannter Selbstbehalt bei der Gebäudeversicherung vereinbart werden, was bedeutet, dass die Versicherung erst dann greift, wenn die vereinbarte Kostengrenze überschritten wird. Dies führt analog zum Selbstbehalt in anderen Versicherungsarten unter dem Strich zu einer günstigeren Prämie.

    4. Gebäudeversicherung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden

    Wer eine Gebäudeversicherung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis finden möchte, sollte sich zunächst einmal darüber klar werden, welche Risiken er versichern möchte – ob also beispielsweise Vandalismus- oder Elementarschäden bzw. Mietausfall Bestandteil der Gebäudeversicherung sein sollten. Mietausfall zu integrieren, ist beispielsweise unsinnig, wenn es sich um selbstgenutzten Wohnraum handelt. Dann sollte er für sich definieren, ob ein Selbstbehalt möglich wäre und gegebenenfalls die Höhe festlegen. Dann kann er bei www.besttarif.org einen völlig unverbindlichen Vergleich auf dieser Grundlage durchführen und entweder für eine Neuversicherung den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis wählen oder aber von einer bestehenden, teuren Versicherung zu einem günstigeren Anbieter wechseln, ohne dass der Leistungsumfang reduziert werden muss. Außerdem ist der unverbindliche Vergleich der Gebäudeversicherung auch eine Möglichkeit, sich von einem Versicherer zu trennen, mit dem man in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, beispielsweise hinsichtlich einer sehr schleppenden Schadensbearbeitung oder einer verzögerten Auszahlung von Regulierungssummen. Der Vergleich ist ganz einfach durchzuführen und sehr aussagekräftig und bietet sowohl Menschen, die neu versichern möchten, als auch bereits Versicherten die Möglichkeit, die auf die eigene Situation am besten passende Gebäudeversicherung herauszufinden.

    5. Fazit

    Die Gebäudeversicherung ist eine der wichtigsten Immobilienversicherungen. Mit dem kostenfreien, unverbindlichen Versicherungsvergleich von www.besttarif.org kann schnell und einfach die Versicherung mit dem aktuell besten Preis-Leistungs-Verhältnis identifiziert werden. Auf diese Weise lassen sich Leistungen optimieren und/oder Geld sparen. Eine Ersparnis kommt dem Selbstnutzer einer Immobilie direkt zugute, doch auch wenn ein Eigentümer eine günstigere Gebäudeversicherung abschließt, profitieren sowohl er als auch die Mieter, die in einer Immobilie mit günstigen Nebenkosten lange wohnen bleiben, davon. Der Vergleich geht schnell und lohnt sich immer!

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