Gewerbehaftpflicht

Immer gut versichert - auch mit Direktversicherung?

Inhalt dieses Artikels

    Wie der Name der Haftpflichtversicherung schon sagt, ist es eine Versicherung, mit der Gewerbetreibende und Unternehmen sich absichern. Ein Haftpflichtschaden, der nicht versichert ist, kann die Existenz eines ganzen Unternehmens vernichten und im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Unternehmen Insolvenz anmelden muss.

    Um das zu verhindern, gibt es die Gewerbehaftpflichtversicherung, die eigens für Unternehmen und Gewerbetreibende geschaffen wurde. Eine Betriebshaftpflichtversicherung tritt ein, wenn das Vermögen Dritter, ein Objekt oder eine andere Person einen Schaden erleidet, den der Gewerbebetrieb verursacht hat. Tritt so ein Schadenfall ein, greift die Betriebshaftpflicht, wenn von den Geschädigten Schadensersatzforderungen angemeldet werden. Als Unternehmen haftet man gegenüber Dritten im Schadenfall mit seinem gesamten Vermögen, wenn man keinen entsprechenden Versicherungsschutz hat, kann es im Zweifel sein, dass der Schaden so groß ist, dass das eigene Vermögen nicht ausreicht, um zu haften. Damit das nicht passieren kann, ist die Gewerbehaftpflichtversicherung ein MUSS für Unternehmer, denn sie springt ein, wenn es um Berufshaftpflichtschäden, Vermögensschäden sowie um Sach- und Personenschäden geht.

    In Abhängigkeit vom ausgeübten Gewerbe kann die Betriebshaftpflicht präzisiert werden. So ist zum Beispiel bei den freien oder beratenden Berufen wie Anwälten oder Steuerberatern die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung unverzichtbar, sonst dürfen diese ihren Beruf nicht ausüben. Durch Fehler in der Beratung oder Formfehler bei Verträgen können Dritten Schäden erwachsen, die locker in die Millionen gehen. In solchen Fällen springt dann die Haftpflichtversicherung ein. Die Vermögensschadenhaftpflicht ist dabei eine spezielle Form der Betriebshaftpflichversicherung.

    1. Gewerbehaftpflicht für Handwerksbetriebe

    Grundsätzlich tragen Handwerksbetriebe ein relativ hohes Risiko eines Haftpflichtschadens. Wenn Dienstleistungen von Dachdeckern oder Gas- und Wasserinstallateuren fehlerhaft ausgeführt werden, kann das schlimme Folgen für die Kunden haben, die den ihnen entstandenen Schaden dann bei dem Unternehmen geltend machen. Handwerker, die sich vor dem möglichen finanziellen Ruin wegen eines Haftpflichtschadens schützen wollen, schließen deswegen eine Gewerbehaftpflichtversicherung ab.

    2. Welche Bereiche der Gewerbehaftpflicht abgedeckt werden sollten

    Über die Definition einer Gewerbehaftpflichtversicherung wird gesagt, dass der Versicherer in Abhängigkeit vom abgeschlossenen Vertrag alle Bereiche abdeckt, die im betreffenden Segment des versicherten Unternehmens von Wichtigkeit sind. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei Vertragsabschluss auf eine angemessene Grunddeckung geachtet wird, die dann bei Regressansprüchen Dritter zum Tragen kommen könnte. Die Gewerbehaftpflichtversicherung kommt auch für Bearbeitungsschäden oder sogenannte Allmählichkeitsschäden auf, die gerade bei Handwerkern eine Rolle spielen können. Darüber hinaus muss Klarheit darüber bestehen, ob das Subunternehmensrisiko abgedeckt ist. Gewerbetreibende, die mit Subunternehmern kooperieren, müssen auch für Schäden haften, die Subunternehmen verursachen.

    3. Vor Abschluss der Gewerbehaftpflicht die Angebote vergleichen

    Bevor ein Unternehmer eine Gewerbehaftpflichtversicherung abschließt, sollten die Angebote mehrerer Assekuranzen auf unserem Portal besttraif.org miteinander verglichen werden, um am Ende ein Angebot zu nutzen, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Darüber hinaus ist zu recherchieren, wie der Versicherer im Schadenfall reagiert. Es gibt viele Versicherungsunternehmen, die beim Kassieren der Prämien schnell dabei sind, sich aber regelmäßig sträuben, wenn sie im Schadenfall zahlen sollen.

    Bei dem durchzuführenden Preisvergleich muss auch genau überlegt werden, welche Punkte besonders wichtig sind und unbedingt mit in die Versicherung eingeschlossen werden müssen. Wer hier an der falschen Stelle Geld sparen will, kann das am Ende teuer bezahlen.

    Die richtige Gewerbehaftpflichtversicherung kann im Schadensfall unternehmensrettend sein. Von daher sollte auch die Deckungssumme nicht unterschätzt werden. Wenn die Deckung nicht ausreichend ist, kann es bei der Schadenregulierung Probleme geben. Der Versicherer gleicht bei Unterdeckung nicht den kompletten Schaden aus, sondern nur einen prozentualen Anteil, selbst dann, wenn der Schaden geringer ist, als die Deckungssumme.

    Es gibt eine Vielzahl von Angeboten und Tarifen. Den besten Überblick schafft man sich bei einem Versicherungsvergleich. Dadurch besteht die Möglichkeit, sich richtig abzusichern und gleichzeitig noch Geld zu sparen, weil ein günstiger Anbieter gewählt wird. Mit einer Gewerbehaftpflichtversicherung sind der Gewerbetreibende und seine Mitarbeiter für den Fall eines Schadens entsprechend abgesichert.

    Jeder Unternehmer und ist das Unternehmen noch so klein, sollte schon zum eigenen Schutz eine Gewerbehaftpflichtversicherung abschließen. Bei Einzelfirmen geht die Haftung für Schäden so weit, dass der Unternehmen mit seinem kompletten Privatvermögen haften muss.

    4. Die Gewerbehaftpflichtversicherung ist unverzichtbar

    Es gibt viele Situationen in einer Firma, die Schäden zur Folge haben und dadurch hohe Kosten verursachen können. Das passiert, wenn der Elektriker ein Kabel nicht richtig anschließt und es infolgedessen beim Kunden zum Wohnungsbrand kommt. Das passiert der Friseurin, die der Kundin versehentlich das Ohr abschneidet oder dem Dachdecker, dem ein Ziegel herabfällt, der dann einen Radfahrer trifft und der dann mit seinem Rad gegen ein parkendes Auto fällt. Hier gibt es gleich mehrere Geschädigte durch eine kleine Unaufmerksamkeit. Die Liste der möglichen Schäden ist unendlich lang. Diese Beispiele sollen nur verdeutlichen, was alles passieren kann und dass niemand davor gefeit ist. Alle hier aufgeführten Schäden fallen jedoch unter die Gewerbehaftpflicht und werden, wenn eine entsprechende Police besteht, über die Versicherung anstandslos reguliert.

    Darüber hinaus wirkt die Gewerbehaftpflicht gleichzeitig wie eine Rechtsschutzversicherung, denn sie wehrt unberechtigt gestellte Schadenersatzansprüche ab, wenn es sein muss, sogar vor Gericht. Dem Versicherten entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten. Damit ist auch passiver Rechtsschutz über die Gewerbehaftpflicht abgesichert.

    5. Was kostet die Gewerbehaftpflicht für Unternehmen

    Es ist natürlich nicht möglich, einen Betrag anzugeben, der pauschal für alle Unternehmen gilt. Die Kosten für die Versicherung sind ganz unterschiedlich, weil sie von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Eine kleine Gewerbehaftpflicht für Einzelunternehmen ist schon für einen Jahresbeitrag von nicht einmal 100 Euro zu haben. Dennoch muss davor gewarnt werden, hier zu sparen und eine zu geringe Deckung zu wählen. Ist die Deckung zu gering, muss der Versicherungsnehmer im Schadenfall für einen Teil des Schadens selbst aufkommen.

    Grundsätzlich richtet sich die Beitragshöhe bei der Gewerbehaftpflicht nach der Größe des zu versichernden Betriebes, der Anzahl der Beschäftigten und dem Jahresumsatz. Bei manchen Versicherern erhalten Neugründer einen Nachlass. Oft ist es möglich, den Vertrag mit verschiedenen Bausteinen individuell zu gestalten. So können zum Beispiel Mietsachschäden, Be- und Entladeschäden oder Schlüsselverluste gegen Aufpreis zusätzlich mitversichert werden.

    Aufgrund der vielen Möglichkeiten, die es beim Abschluss einer Gewerbehaftpflichtversicherung gibt und aufgrund der vielen Anbieter, die hier miteinander konkurrieren, ist vor Vertragsabschluss ein Vergleich der Angebote so unverzichtbar wie die Versicherung selbst. Nutzen Sie am besten unser Portal besttarif.org.

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