Insassenunfallversicherung

Die Insassenunfallversicherung ist, ebenso wie die Kaskoversicherung, ein Bestandteil der Autoversicherung, allgemein auch Kfz-Versicherung genannt. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung; alle anderen Autoversicherungen können auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden. Für den Kfz-Halter stellt sich, abgesehen vom Preis-Leistungs-Verhältnis, auch die Frage nach dem Sin und Zweck einer Insassenunfallversicherung.

Wie das Wort sagt, ist es eine Unfallversicherung für die Insassen des versicherten Kfz, das am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt. Die Insassenunfallversicherung gilt für ausnahmslos alle Insassen, also auch für den Fahrer. Eine Leistungspflicht der Versicherungsgesellschaft besteht bei einem Verkehrsunfall. Die Insassen können entweder pauschal oder nach dem Platzsystem versichert sein Das wird im Versicherungsschein näher beschrieben. Wenn die Plätze und deren Zahl anhand des Kfz-Briefes versichert sind, dann bezieht sich der Versicherungsschutz auch auf den jeweiligen Platz. Üblich ist ein Pauschalsystem. Es gilt pauschal für das Kfz und die dazu gehörigen Sitzplätze, so wie sie im Kfz-Schein vorgegeben sind. Eine reibungslose Schadensbegleichung setzt beispielsweise voraus, dass das Kfz zum Zeitpunkt des Unfalls nicht überbelegt gewesen ist. Das wäre eine nicht vertragsgerechte Nutzung, die den Versicherungsschutz gefährdet. Näheres hier kann unter www.besttarif.org nachgelesen werden.

Die Insassenunfallversicherung, umgangssprachlich auch Kfz-Unfallversicherung genannt, teilt die Versicherungssumme zu jeweils gleichen Teilen auf alle Unfallbeteiligten auf. In diesem Punkt sind die Tarifbedingungen der Anbieter recht unterschiedlich. Manche unter ihnen erhöhen automatisch die Versicherungssumme, wenn außer dem Fahrer noch weitere Mitfahrer im Kfz sind. Dadurch soll ein eventuell zu geringer Versicherungsschutz verbessert, also angehoben werden. In diesem Punkt lohnt sich ein genauer Versicherungsvergleich auf www.besttarif.org. Wenn die pauschalierte Insassenunfallversicherung hunderttausend Euro beträgt und vier Personen unfallbeteiligt sind, dann entfällt auf jede von ihnen ein Viertel. Ob dieser Betrag dann im Einzelfall tatsächlich benötigt, und wenn nicht, ob er im Bedarfsfalle auf die anderen verteilt wird, das wird von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich gehandhabt. Hier lohnt sich ein genauer Blick in die Allgemeinen und Besonderen Versicherungsbedingungen zu dem betreffenden Tarif. Auch ein Vergleich unter www.besttarif.org kann hierzu nicht alle Einzelheiten im Detail erfassen. Der potentielle Versicherungsnehmer kommt also nicht umhin, zusätzlich zu dem Onlinevergleich die eine oder andere Einzelfrage anhand des Kleingedruckten zu klären.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Insassenunfallversicherung als eine besondere Unfallversicherung für die Insassen eine Nischenversicherung ist. In den meisten Fällen sind die Insassen bereits durch andere Versicherungen, beispielsweise durch die Haftpflichtversicherung, ausreichend abgesichert. Zwei Versicherungen leisten nicht für ein und denselben Versicherungsschaden, so dass bei einer Doppelversicherung eine von beiden überflüssig ist. Personen- und Sachschäden werden in der Regel durch die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers sowie durch die Krankenversicherung der Betroffenen gedeckt. Mögliche Folgeschäden wie Arbeitsunfähigkeit bis hin zu einer Invalidität sind durch das bestehende Versicherungssystem von der Krankenkasse bis hin zum Rentenversicherungsträger nahezu lückenlos gedeckt. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Insassen selbst privat unfallversichert sind. In dem Moment, in dem die Schuldfrage geklärt wird, ist auch die Haftungsfrage entschieden. Die einzige Versicherungslücke besteht dann, wenn die Schuldfrage nicht geklärt werden kann, oder wenn es in dem Sinne kein schuldhaftes Verhalten gibt. Aus der Alltagspraxis sind typische Beispiele dafür der Verkehrsunfall verursacht durch eine Ölspur auf der Fahrbahn, oder durch einen plötzlichen Wildwechsel. Auch hier ist die Rechtsprechung bundesweit nicht einheitlich. Auf der einen Seite wird der Standpunkt vertreten, dass es im öffentlichen Straßenverkehr keine ungeregelten, also nicht versicherten Sachverhalte geben darf. Andererseits ist gerade für solche Fälle eine Insassenunfallversicherung die ideale und richtige Lösung. Die Lücke lässt sich also durchaus schließen, wenn auch auf freiwilliger Basis, also ohne einen Rechtsanspruch der Insassen.

Wichtig und durchaus interessant ist die Insassenunfallversicherung bei Verkehrsunfällen im Ausland. Dort gilt in Bezug auf die Haftpflicht und die Höhe der Entschädigung das jeweilige Landesrecht. Die Entschädigungsleistungen sind unterschiedlich hoch und oftmals nicht kostendeckend. In solchen Fällen zahlt die Insassenunfallversicherung die Differenz zwischen der ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherung und dem tatsächlich bezifferten Schaden. Doch auch das muss ein Bestandteil der Versicherungspolice für die Insassenunfallversicherung sein. Bei einem Tarifvergleich auf www.besttarif.org wird darauf näher eingegangen. Abhängig von der tariflichen Ausgestaltung leistet eine gute Insassenunfallversicherung auch dann, wenn der Unfallverursacher nicht Kfz-haftpflichtversichert ist und den Schaden mangels Einkommen und Vermögen nicht regulieren kann. Trifft das eine zu, dann meistens auch das andere. Schwierig kann es auch werden, wenn der Unfallverursacher das Auto unberechtigt gefahren hat, also nach einem Diebstahl. So wie in anderen Fällen ist auch bei der Insassenunfallversicherung immer der Einzelfall entscheidend. Je komplexer und komplizierter der Verkehrsunfall ist, umso mehr wird zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften um Schuld oder Nichtschuld diskutiert und gestritten.

Sinnvoll wird eine Insassenunfallversicherung beim Personentransport wie im Sportverein. Wenn der ortsansässige Autohändler aus Gefälligkeit den Kleinbus für acht Personen zuzüglich Fahrer am Wochenende für die Vereinsjugend zur Verfügung stellt, dann sollte auf jeden Fall eine Insassenunfallversicherung in einer ausreichenden Höhe abgeschlossen werden. Bei Kindern oder Jugendlichen kann nicht von einer privaten Unfallversicherung ausgegangen werden. Die Fahrt als solche ist über die Sporthilfe des Sportvereins und des jeweiligen Landessportbundes oder Landessportverbandes versichert. Einmal abgesehen davon, ob der Sportverein oder der Mäzen die Insassenunfallversicherung bezahlt, sollte ihr Abschluss ein Muss sein. Es ist auch für die Eltern beruhigend zu wissen, dass ihre Kinder im Falle eines Verkehrsunfalls diesbezüglich rundherum versichert sind. Das Beispiel lässt sich vielfältig übertragen. Ob eine Fahrt vom Kirchenchor, von den Pfadfindern oder von der örtlichen Landjugend; bei solchen gesponserten Gruppenfahrten in Kleinbussen sollten für die Insassen immer eine Insassenunfallversicherung abgeschlossen werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Insassenunfallversicherung auf den zweiten Blick eine doch recht wichtige Versicherung ist. Immer dann, wenn der Unfallgegner nicht feststellbar oder haftbar ist, kann es schwierig werden. Deutschland ist seit jeher ein typisches Durchgangsland. Es wird von Norden nach Süden und von Osten nach Westen durchquert. Nach dem Schengener Abkommen gibt es kaum noch Ländergrenzen unter den EU-Mitgliedsstaaten, wenngleich das Fahndungssystem nach wie national, also nicht länderübergreifend organisiert und strukturiert ist. Es kann also schwierig bis hin zu unmöglich werden, einen Fahrerflüchtigen dingfest und haftbar zu machen. Jede Versicherung beruft sich bei einer Leistungspflicht auf ihren Vertrag. Sobald ein auch nur geringer Zweifel an der Leistungspflicht besteht, wird zunächst einmal nicht geleistet. Das geht dann zu Lasten des Unfallopfers, das in dieser schwierigen Situation ohne eine Insassenunfallversicherung sehr schnell wie nicht versichert ist.

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