Jagdhaftpflichtversicherung

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Inhalt dieses Artikels

    Die Jagdhaftpflichtversicherung ist eine Versicherung, die sowohl für Berufs- als auch für Hobbyjäger Pflicht ist. Jäger gehen beim Jagen, beim Hegen des Bestands an Wild und beim Umgang mit Waffen große Risiken ein, dass sie anderen Personen ungewollt einen Schaden zufügen. Deswegen tragen sie eine große Verantwortung. Alle Personen, die sich der Jagd widmen und dafür Schusswaffen besitzen, müssen sich gemäß den Bestimmungen im Bundesjagdgesetz über eine Jagdhaftpflichtversicherung absichern.

    Der Nachweis einer Jagdhaftpflichtversicherung ist für den Erwerb eines Jagdscheins die Voraussetzung. Beim Jagen kann viel passieren, selbst langjährige Jäger sind nicht davor gefeit, Schaden anzurichten, der so groß sein kann, dass er ohne eine entsprechende Jagdhaftpflichtversicherung den finanziellen Ruin für den Betroffenen Jäger bedeuten könnte.

    1. Wer ist über eine Jagdhaftpflichtversicherung versichert?

    Die Jagdhaftpflichtversicherung schützt den Jäger, den Jagdpächter, Veranstalter von Jagden, Forstbeamte, Förster, Jagdaufseher und die Jagdfalkner. Die Jagdhaftpflichtversicherung kommt für berechtigte Schadenersatzansprüche auf und wehrt gleichzeitig, wie eine Rechtsschutzversicherung, unberechtigte Forderungen ab. Im Schadenfall übernimmt die Jagdhaftpflichtversicherung auch die Prozesskosten, die im Zusammenhang mit der Abwehr von Schadenersatzansprüchen entstehen. Der Versicherungsschutz einer Jagdhaftpflichtversicherung erstreckt sich auf ganz Deutschland und auf Jagdreisen ins Ausland.

    Über die Höhe der Versicherungssumme bestimmt sich die maximale Höhe der Entschädigung für einen eingetretenen Schaden. Die Versicherungssumme wird im Vertrag fixiert. Die namhaften Versicherer empfehlen zehn Millionen Euro Versicherungssumme für Schäden mit Personen und Sachschäden, damit auch im schlimmsten Fall der Versicherungsschutz über die Jagdhaftpflichtversicherung zu 100 Prozent gewährleistet ist.

    2. Eine Jagdhaftpflichtversicherung günstig im Paket abschließen

    Viele Versicherer bieten die Jagdhaftpflichtversicherung als Paket zu attraktiven Beiträgen an. Diese Pakete beinhalten dann unter anderem:

    3. Schusswaffen und Munition

    Hier wird der Besitz und Gebrauch von Schusswaffen und Munition erlaubt, selbst außerhalb der Jagd. Über die Jagdhaftpflichtversicherung wird Schadenersatz geleistet und Schmerzensgeld auch an Angehörige gezahlt, die im gleichen Haushalt mit der versicherten Person leben, wenn diese Schäden erleiden, die auf den Gebrauch von Schusswaffen des Versicherten zurückzuführen sind.

    4. Verzicht auf Haftungseinwand

    Auf Wunsch des Versicherten verzichtet der Versicherer auf Haftungseinwand bei Unfällen während der Jagd durch die Benutzung von Schusswaffen, wenn ein Personenschaden entstanden, aber nicht schuldhaft verursacht ist. Dabei wird ein Mitverschulden des Geschädigten vorausgesetzt, was bei der Schadenregulierung entsprechend berücksichtigt wird.

    Über die Jagdhaftpflichtversicherung sind der Besitz, der Betrieb und die Unterhaltung von Hochsitzen, Futterstellen und Jagdhütten abgesichert. Auch Jagdhunde und Welpen genießen Versicherungsschutz über die Jagdhaftpflichtversicherung. Oft ist das Halten von Jagdhunden und anderen Hunden, die für die Jagd geeignet sind, mitversichert. Unabhängig davon, um wie viele Hunde es sich handelt und unabhängig davon, ob sie für die Jagd oder zu privaten Zwecken gehalten werden. Welpen sind in den ersten sechs Lebensmonaten mitversichert.

    Mitversichert ist auch das Halten von Frettchen und Greifvögeln, die entsprechend gezähmt und abgerichtet sind. Unabhängig davon, um wie viele Tiere es sich handelt. Über die Jagdhaftpflichtversicherung sind jagdliche Tätigkeiten, die nicht dem Jagdrecht unterliegen sowie Schäden aus Gefälligkeitsleistungen in angemessener Höhe mitversichert. Versicherungsschutz über die Jagdhaftpflichtversicherung besteht darüber hinaus für Ehrenämter und freiwillige Arbeit in jagdlichen Organisationen.

    5. Mögliche Zusatzleistungen im Rahmen der Jagdhaftpflichtversicherung

    Jäger, die ihr erlegtes Wild verkaufen, sind automatisch für dadurch entstehende Gesundheitsschäden bei Dritten verantwortlich. Hier greift das Produkthaftungsgesetz. In die Jagdhaftpflichtversicherung sollte die Produkthaftpflicht bei Bedarf integriert werden, um umfassenden Versicherungsschutz bei Personen- und Sachschäden durch Jagdprodukte zu sichern.

    6. Forderungsausfalldeckung

    Wer auf der Jagd von einem Kollegen geschädigt wird, der nicht ausreichend oder gar nicht versichert ist, bleibt in der Regel auf dem entstandenen Schaden sitzen. Für solche Fälle ist die Forderungsausfalldeckung geeignet. Sie erstattet Schäden, die gerichtlich festgestellt sind, sich aber nicht durchsetzen lassen. Über den Schadensausgleich für Schäden an geliehenen Waffen werden Unfallschäden beglichen, die an fremden Waffen, die der Versicherte sich geliehen hat, reguliert. Oft wird hier eine Selbstbeteiligung in geringer Höhe erwartet.

    Auch Mietsachschäden an gemieteten Immobilien, die mitversicherte Tiere anrichten, lassen sich über eine Jagdhaftpflichtversicherung absichern. Hier sind ebenfalls Schäden an Hängern für den Hundetransport und Schäden an anderen Utensilien, die für die Jagd genutzt werden in bestimmten Größenordnungen versichert.

    7. Beispiele für mögliche Schäden im Alltag eines Jägers

    Ein über die Jagdhaftpflichtversicherung versicherter Jagdhund läuft vom Grundstück auf die Straße und verursacht dabei einen Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer, der nicht rechtzeitig bremsen konnte. Der Motorradfahrer verunglückt tödlich und hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. Als Beamter hatte er ein Jahreseinkommen von 120.000 Euro. Die Jagdhaftpflichtversicherung würde die Todesfallleistung und Hinterbliebenenrente übernehmen, selbst wenn der Schaden höher als eine Million Euro wäre.

    Ein Jäger fährt ins Ausland in den Urlaub und gibt während dieser Zeit seine Hunde bei Freunden in Pflege. Ein Hund reißt aus, bringt einen Passanten zu Fall, der sich ein Bein bricht und wochenlang nicht arbeiten gehen kann. Der Passant fordert Schadenersatz von den Freunden. Auch hier erstattet die Jagdhaftpflichtversicherung den Schaden, weil die Tierhüter ebenfalls mitversichert waren.

    8. Verzicht auf Haftungseinwand bei Gebrauch einer Schusswaffe

    Bei einer sogenannten Drückjagd auf Schweine läuft eine Sau direkt auf den Jäger zu. Der schießt, das Geschoss prallt ab und verletzt einen anderen Jäger. Der muss daraufhin operiert werden und ist anschließend drei Monate krankgeschrieben. Obwohl der Jäger keine Schuld hat, würde die Jagdhaftpflichtversicherung den Schaden auf Wunsch des Versicherten regulieren.

    9. Schusswaffengebrauch und Ansprüche von Angehörigen

    Ein Jäger kommt spät in der Nacht von der Jagd nach Hause. Seine Waffe legt er nur im Flur ab. Am nächsten Morgen spielen die Kinder mit der Waffe. Es löst sich ein Schuss, der eins der Kinder schwer verletzt. Die Jagdhaftpflichtversicherung würde den Schaden regulieren. Ein vom Jäger erlegter Hase hatte Hasenpest, was der Jäger nicht wusste, der das Fleisch an ein Restaurant verkaufte. Vier Gäste sind nach dem Verzehr des infizierten Fleisches erkrankt. Es entstand ein Schaden von 20.000 Euro, für den der Jäger haften muss. Über die Produkthaftung wird der Schaden reguliert.

    10. Forderungsausfalldeckung

    Ein Jäger fährt zur Jagd ins benachbarte Tschechien. Dort stürzt der Jäger von der morschen Hochsitzleiter und bricht sich ein Bein. Über die gesetzliche Versicherung in Tschechien ist der Schadensverursacher kaum geschützt, selbst hat er kein Geld, um den Schaden zu regulieren. In einem solchen Fall hilft die Forderungsausfalldeckung, die im Rahmen der Jagdhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden kann. Der Jäger bekommt Schadenersatz und Schmerzensgeld von seiner Jagdhaftpflichtversicherung.

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