KFZ Versicherung

Kfz Zweitwagen Versicherung

Inhalt dieses Artikels

    Jeder, der ein Auto besitzt, und dieses Auto auf öffentlichen Straßen fahren will, ist vom Gesetzgeber her verpflichtet, für das Auto eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dieser Pflichtversicherungsschutz ist nötig, damit für den Fall eines Unfalls die Opfer entschädigt werden können, ohne dass es den Unfallverursacher beziehungsweise Fahrzeughalter ruiniert. Fahrzeughalter, die auch die Schäden absichern möchten, die am eigenen Auto entstehen, brauchen zusätzlich entweder eine Teil- oder eine Vollkaskoversicherung. Für beide Versicherungen gilt, die Versicherer bieten alle ähnliche Leistungen an, aber die Unterschiede bei den zu zahlenden Prämien können enorm sein. Über unser Portal besttarif.org können Sie einen Versicherungsvergleich durchführen, um eine im Preis-Leistungs-Verhältnis günstige Versicherung für Ihr zu versicherndes Fahrzeug zu finden.

    1. Was leistet die Kfz Versicherung

    Weil die Autoversicherung im Rahmen der Haftpflicht für alle Fahrzeughalter Pflicht ist, wird auch vorausgesetzt, dass bereits bei Zulassung eines Fahrzeugs die entsprechende Autoversicherung vorhanden ist. Um das entsprechend nachzuweisen, müssen Fahrzeughalter bei der Zulassungsstelle die Deckungskarte vorlegen. Diese Deckungskarte stellt der Versicherer aus, wenn man die Autoversicherung anmeldet. Sobald die Deckungskarte bei der Zulassungsstelle abgegeben und das Fahrzeug zugelassen wird, besteht die Deckungszusage vonseiten der Versicherung, selbst wenn die Prämie noch nicht überwiesen wurde.

    Die Preisunterschiede bei den einzelnen Versicherern sind heftig, obwohl die Leistungen der Kfz Versicherung sich im Wesentlichen kaum unterscheiden. Geschieht ein Unfall mit dem Fahrzeug, erstattet die Kfz Versicherung alle Personen- und Sachschäden, die der Fahrer des Fahrzeugs verschuldet und zu verantworten hat. Handelt es sich um Personenschäden, zahlt die Autoversicherung an den Geschädigten Schmerzensgeld, kommt für den entstandenen Verdienstausfall auf und erbringt auch Leistungen, wenn es zum Tod der geschädigten Person kommt. Werden bei dem Unfall andere Fahrzeuge beschädigt, kommt die Autoversicherung für die Kosten der Reparatur auf, zahlt einen Ausgleich für mögliche Wertminderung und den Wiederbeschaffungswert, wenn es sich um einen Totalschaden handelt. Selbst Abschleppkosten oder Kosten für einen Mietwagen werden vonseiten der Versicherer übernommen.

    Dieser umfassende Schutz gilt allerdings nur für Schäden, die an fremden Fahrzeugen entstehen. Wenn Fahrzeugbesitzer auch das eigene Auto versichern wollen, benötigen sie zusätzlich eine sogenannte Kaskoversicherung.

    Neben der Begleichung von Sach- und Personenschäden übernimmt die Kfz Versicherung auch passiven Rechtsschutz für den Versicherten, indem sie unberechtigte Ansprüche abwehrt und im Zweifel sogar vor Gericht geht und alle Kosten trägt. Dieser umfassende Versicherungsschutz gilt fast immer europaweit.

    2. Die Kfz Versicherung kündigen

    Mit der Wahl einer günstigen Autoversicherung lassen sich oft mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Wer sich mit der Absicht trägt, ein neues Auto anzuschaffen, sollte deswegen einen Versicherungsvergleich auf besttarif.org anstellen und nicht den erstbesten Versicherer nehmen. Ein sorgfältiger Vergleich, der außer etwas Zeit nichts kostet, hilft bei der Prämie zu sparen, ohne dabei Leistungseinschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Fahrzeughalter, die bereits versichert sind, aber bei einem Vergleich feststellen, dass sie die gleichen Leistungen bei einem anderen Versicherer deutlich günstiger bekommen können, haben die Möglichkeit, aus ihrem bestehenden Versicherungsvertrag zum Ende eines laufenden Jahres auszusteigen. Die Kündigungsfrist beträgt bei allen Versicherern einen Monat vor Jahresende. Das heißt, zum Stichtag 30.11. sollten sich Fahrzeughalter entschieden haben. Online gibt es zum Download passende Musterkündigungsformale, die Fahrzeughalter nutzen können.

    Für einige Situationen haben Fahrzeughalter ein Sonderkündigungsrecht. Das gilt zum Beispiel dann, wenn die Versicherung den Vertrag ändert und den Beitrag für das Folgejahr erhöht. Nach Erhalt der neuen Rechnung haben Fahrzeughalter einen Monat Zeit, den Vertrag zu kündigen. Auch im Zusammenhang mit einer Schadensmeldung kann gekündigt werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Versicherung zahlt oder nicht. Allerdings hat im Schadenfall auch die Versicherung ein Sonderkündigungsrecht, von dem auch viele Versicherer Gebrauch machen.

    Früher war es wenig empfehlenswert im laufenden Vertragsjahr die Autoversicherung zu kündigen, weil die Prämie wegen der Unteilbarkeit nicht rückerstattet wurde. Aber durch Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes ist es heute so, dass ein Versicherter nur solange eine Prämie zahlen muss, wie auch Versicherungsschutz geboten wird. Von der im Voraus bezahlten Prämie wird der nicht genutzte Anteil heute erstattet, wenn ein Versicherter von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch macht.

    Wenn das versicherte Fahrzeug abgemeldet und verkauft wird, kann die Versicherung auch während eines laufenden Vertragsjahres verlassen werden. Ein Vertrag bei der Autoversicherung bezieht sich grundsätzlich auf ein ganz bestimmtes Fahrzeug. Wird das Fahrzeug gewechselt oder der Halter geändert, kann die Versicherung wieder frei gewählt werden.

    3. Wie man die Höhe der Prämie beeinflussen kann

    Wie hoch die Versicherungsprämie ist, richtet sich nach dem zu versichernden Fahrzeugtyp. Dabei besitzt jedes Fahrzeug zwei Typklassen. Eine ist wichtig für die Haftpflicht und die andere für die Kaskoversicherung. Aufgrund statistischer Erhebungen werden die Fahrzeuge unterschiedlich eingeteilt. So sind rein statistisch betrachtet hochmotorisierte Sportwagen viel öfter in Unfälle verwickelt als Mittelklassewagen. Deswegen ist die Typklasse an sich teurer. Darüber hinaus spielt der Zulassungsbezirk ein Rolle für die Höhe des Beitrags.

    Zulassungsbezirke, die laut Auswertung von Statistiken einen ähnlichen Schadenverlauf haben, werden in Regionalklassen zusammengefasst. Dementsprechend hat die Haftpflichtversicherung und die Kasko auch unterschiedliche Regionalklassen, weil die Arten und die Häufigkeit von Schäden in den verschiedenen Regionen unterschiedlich sind. Auf dem Land passieren zum Beispiel weniger Unfälle als in der Stadt und in Kleinstädten weniger als in Großstädten und Ballungszentren. Dementsprechend teurer ist es eben, ein Fahrzeug in der Stadt zu versichern als auf dem Land.

    Darüber hinaus werden auch individuelle Faktoren berücksichtigt, bei der eine Einteilung in Schadenfreiheitsklassen erfolgt. Dabei spielen solche Dinge ein Rolle, wie lange man den Führerschein hat und wie lange unfallfrei gefahren wurde. Es gibt in der Haftpflichtversicherung und in der Kasko je 30 Schadenfreiheitsklassen, die voneinander abhängen. Für Neulinge gilt die Schadenfreiheitsklasse 0 und in Abhängigkeit von der gewählten Versicherung ein Beitragssatz von bis zu 240 Prozent. Bei längerer Fahrpraxis kann dann möglicherweise bei 125 Prozent eingestuft werden. Verursachen Fahrzeughalter, die in der Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft sind, einen Unfall, was häufig passiert, werden sie in die noch schlechteren Schadenfreiheitsklassen S oder M eingestuft.

    Jeweils nach Ablauf eines Versicherungsjahres erfolgt, wenn kein Schaden verursacht wurde, eine Heraufstufung in die nächsthöhere Schadenfreiheitsklasse. Wenn das versicherte Fahrzeug erst im Laufe des Jahres zugelassen wurde, ist eine Frist von sechs Monaten ausschlaggebend für eine Heraufstufung. Fahrzeughalter müssen also spätestens zum 01. Juli zugelassen haben, wenn sie im Folgejahr höher gestuft werden wollen. Hier besteht die Möglichkeit des Rückdatierens der Zulassung, dann ist der Beitrag zuerst zwar teurer aber oft ist es dann insgesamt günstiger für den Versicherten.

    Unser Tipp: Alle Fahranfänger können bei der Prämie sparen, wenn sie ihr Fahrzeug als Zweitwagen der Eltern versichern lassen. Zweitwagen werden bei den meisten Versicherern zu Beginn mit 120 Prozent versichert. Wenn dann nach drei Jahren nachgewiesen werden kann, dass das Fahrzeug ausschließlich vom Nachwuchs r genutzt wurde, kann der somit erreichte Rabatt auf den Nachwuchs übertragen werden.

    Einen weiteren Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrags hat der Beruf des Fahrzeughalters. Grundsätzlich fahren zum Beispiel Beamte und Landwirte zu günstigeren Tarifen, weil die Statistik zeigt, dass diese Berufsgruppen ausgesprochen wenig Schäden verursachen. Des Weiteren spielt die Zahlungsweise der Prämie ein Rolle bei der Höhe. Wird die Prämie unterjährig gezahlt, also monatlich, viertel- oder halbjährlich, erheben die Versicherer eine Aufschlag von bis zu fünf Prozent. Von daher ist es am Günstigsten, wenn die Prämie als einmaliger Jahresbeitrag entrichtet wird.

    Rabatte gibt es dann auch noch, wenn man Garagenbesitzer, Einzelfahrer oder Wenigfahrer ist. Diese Rabatte sind bei den einzelnen Anbietern sehr unterschiedlich und für den Außenstehenden ist nicht ersichtlich, welcher Versicherer welchen Rabatt in welcher Höhe wofür gewährt. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Einen Rabatt für Garagenbesitzer sollte man nur nutzen, wenn das Fahrzeug auch tatsächlich immer in der Garage steht. Passiert etwas, wenn das Fahrzeug auf der Straße geparkt wird, gibt es Probleme. Oft werden dann bei kaskoversicherten Fahrzeugen Vertragsstrafen erhoben, die den doppelten Jahresbeitrag kosten. Das Gleiche gilt auch bei Einzelfahrern. Gewährt die Versicherung einen Einzelfahrerrabatt, dann darf bei einem Unfall auch nur der Versicherte am Lenkrad gesessen haben. Wird der Unfall durch einen anderen Fahrer verursacht, verliert man zwar nicht den kompletten Versicherungsschutz, muss aber mit Nachzahlungen rechnen und eine Abstufung bei der Schadenfreiheitsklasse in Kauf nehmen.

    Im Zweifel sollte auf mögliche Rabatte verzichtet und anstelle dessen ein preisgünstiger Versicherer gewählt werden. Ein Versicherer, der viele Rabatte anbietet, muss die dadurch entstehenden Verluste anderweitig reinholen und verkauft deswegen den Standardtarif teurer.

    4. Die Gestaltung des Versicherungsvertrages

    Günstige Versicherungsprämien in der Autoversicherung sind zwar schön und wichtig, aber sie dürfen keinesfalls das ausschlaggebende Kriterium bei der Wahl des Anbieters sein. Gerade bei der Autoversicherung sind auch die Leistungen, die ein Versicherer im Schadenfall erbringt, wichtig. Bei der Versicherung ist es angebracht, nicht nur die Mindestdeckung zu vereinbaren, sondern eine unbegrenzte Deckungssumme, auch wenn das ein paar Euro mehr kostet.

    Wer häufig mit dem Auto verreist, kann sich nach der sogenannten „Mallorca-Police“ erkundigen. Damit ist man als Versicherter auch dann abgesichert, wenn man innerhalb Europas mit einem Mietwagen fährt. Das kann von Vorteil sein, weil die Mietwagenversicherungen oft nur eine niedrige Versicherungssumme haben. Über die „Mallorca-Police“ kann die Versicherungssumme auf einen vorab vereinbarten Satz aufgestockt werden.

    Zwar kann eine sehr niedrige Versicherungsprämie verlockend sein, doch man sollte sich auch erkundigen, wie hoch die Prämie nach einem Schaden wird. Die einzelnen Versicherer handhaben das mit der Rückstufung sehr unterschiedlich. Es soll Versicherer geben, bei denen man nach einem Unfallschaden zehn Jahre unfallfrei fahren muss, um wieder in die entsprechend günstige Schadenfreiheitsklasse zu kommen. Solche Detailfragen sollten immer vorab geklärt werden, um ein böses Erwachen zu vermeiden.

    Fahrzeughalter, die schon sehr lange unfallfrei fahren, sollten sich erkundigen, ob der Versicherer einen Rabattretter anbietet. Wenn ein Unfall verursacht wird, kommt man zwar in eine schlechterer Schadenfreiheitsklasse, muss aber nicht gleich einen höheren Beitrag bezahlen. Nur, wenn dann noch ein Schaden beglichen werden muss, wird es teurer.

    Wer sich ausrechnen will, ober ein Rückkauf des Schadens Sinn macht, kann einen kostenlosen Rabatt-Retter-Rechner nutzen, der online angeboten wird.

    5. Ist die Kaskoversicherung wichtig oder nicht

    Die Teilkaskoversicherung greift bei Schäden, die durch Brand, Hagel, Sturm, Glasbruch und Wildunfälle eintreten. Auch dann, wenn das versicherte Auto aufgebrochen oder ganz und gar gestohlen wird, wird der Schaden durch die Teilkasko beglichen. Bei manchen Versicherern kann über die Teilkasko sogar der Schaden durch Marderbiss versichert werden.

    Aber merke – die Teilkaskoversicherung kommt nur für Schäden auf, an denen der Fahrzeughalter schuldlos ist. Anders bei der Vollkaskoversicherung, hier sind immer alle Schäden versichert, auch die, die dem Fahrzeughalter am eigenen Fahrzeug durch einen selbst verschuldeten Verkehrsunfall entstehen. Darüber hinaus greift eine Vollkaskoversicherung, wenn der Unfallverursacher Unfallflucht begangen hat und nicht ermittelt werden kann, und auch dann, wenn das Fahrzeug von Unbekannten demoliert wurde. Wie viel Geld der Versicherte bekommt, hängt vom Zeitwert des Fahrzeugs ab. Die Vollkaskoversicherung ist nur zu empfehlen, wenn das Fahrzeug neuwertig ist. Bei Fahrzeugen, die älter als drei Jahre sind, reicht eine Teilkaskoversicherung.

    Bei mithilfe von Krediten finanzierten Fahrzeugen kommt es häufig vor, dass der Kreditgeber verlangt, dass der Fahrzeughalter während der Kreditlaufzeit eine Vollkaskoversicherung abschließt.

    Aber egal, wie man sich entscheidet, es lohnt sich bei der Kaskoversicherung eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, in der Schäden in einer Größenordnung bis zu 150 oder 300 Euro ausgenommen sind. Dann wird die Police deutlich preiswerter.

    6. Wann zahlt die Kaskoversicherung nicht

    Grundsätzlich ist jedem Versicherten zu empfehlen, auf die Anforderungen der Versicherer und die Vertragsklauseln zu achten. Beispielsweise reduzieren die Versicherer die Zahlung um 10 Prozent bei Diebstahl, wenn keine anerkannte Wegfahrsperre nachgewiesen werden kann.

    Bei Schäden, die mit Absicht herbeigeführt wurden, ersetzt die Versicherung den Schaden natürlich auch nicht. Bei grober Fahrlässigkeit sieht es hingegen schon wieder anders aus. Laut Definition handelt jemand grob fahrlässig, wenn wer besonders leichtfertig ist, aber keine Absicht hat, einen Schaden herbeizuführen. Hier müssen die Versicherer nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz zahlen. Zumindest darf die Leistung nicht mehr ganz verweigert werden. Den Versicherern ist nur erlaubt, die Schadenssumme zu kürzen, um wie viel richtet sich dann danach, wie fahrlässig der Versicherungsnehmer gehandelt hat.

    7. Wie hoch sind die Beiträge in der Kaskoversicherung

    Wie bei der Haftpflichtversicherung richten sich die Beiträge in der Teil- und Vollkaskoversicherung nach der Typklasse und der Regionalklasse. Allerdings werden in der Kaskoversicherung andere Typklassen als in der Haftpflichtversicherung angewendet.

    Bei Abschluss einer der Vollkaskoversicherung hängt die jeweilige Einstufung auch von den Schadenfreiheitsklassen ab. Wenn das Fahrzeug neu vollkaskoversichert wird, kommt der Fahrzeughalter zu Beginn in die gleiche Schadenfreiheitsklasse wie bei der Haftpflicht, aber die Beitragssätze gehen nicht konform.

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