Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Krankenversicherung für Beamtenanwärter auf besttarif.org!

Inhalt dieses Artikels

    Im Beamtenrecht bezeichnet man diejenigen Personen, welche den Status „Beamter auf Widerruf“ tragen, als Beamtenanwärter. Sie befinden sich praktisch noch in der Ausbildung für die spätere Beamtenlaufbahn, in einer sogenannten Anwartschaft oder in einem sogenannten Vorbereitungsdienst. In dieser Ausbildung sollen sich die Anwärter für ihren späteren Beamtenposten bewähren, sodass sie nach ihrer erfolgreichen Ausbildung die Chance auf eine langfristige Verbeamtung in einer der verschiedenen Laufbahnen haben. Wird die Ausbildung beendet, wird das Beamtenverhältnis „widerrufen“, daher die Bezeichnung. Innerhalb ihrer Ausbildung beziehen die Anwärter natürlich auch eine Besoldung, die sogenannten Anwärterbezüge. Die Höhe dieser Bezüge richtet sich nach dem geltenden Beamtenbesoldungsgesetz.

    Krankenversicherung für Beamtenanwärter

    Alle Beamtenanwärter bekommen innerhalb ihres Vorbereitungsdienstes von ihrem Dienstherrn eine sogenannte Beihilfe, welche einen Teil der anfallenden Krankheitskosten – meist bis zu 80 Prozent- decken soll. Den Rest, den sogenannten Eigenanteil, muss der Anwärter selbst aufbringen. Um zu 100 Prozent abgesichert zu sein, sollte dies in der Regel durch eine Gesetzliche oder Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter geschehen. Jedoch gibt es hierbei erhebliche Unterschiede:

    1. Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter

    Die Höhe des Beitragssatzes bei der Gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtenanwärter wird staatlich festgelegt und richtet sich dabei laut Sozialgesetzbuch nach Einkommen des Versicherungsnehmers, und nicht nach eventuellen Gesundheitsrisiken. Weiterhin ist eine Familienversicherung möglich, also eine Mitversicherung bestimmter Familienmitglieder, wie beispielsweise Kinder. Diese müssen dann bis zu einem bestimmten Alter keine eigene Krankenversicherung abschließen. Außerdem werden hier keine Altersrückstellungen zugunsten älterer Versicherungsnehmer mit dementsprechend steigenden Krankheitskosten gebildet. Die Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter ist zudem abhängig vom demographischen Wandel in Deutschland. Die steigende Lebenserwartung der älteren Bevölkerung führt zwangsläufig zu stetig wachsenden Beitragssätzen. Im Moment sind ungefähr 87 Prozent der Versicherungsnehmer gesetzlich krankenversichert.

    2. Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter

    Die Versicherungsprämie in der Privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter wird, im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtenanwärter, individuell zwischen Versicherung und dem Versicherten geregelt. Anders als in der Gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtenanwärter, ist die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter sehr wohl risikoabhängig. Das Einkommen des Versicherungsnehmers spielt hier weniger eine Rolle. Auch werden in der Privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter Altersrückstellungen gebildet. Dadurch wird steigenden Krankheitskosten für ältere Versicherungsnehmer vorgebeugt. Die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter ist zudem nicht so stark vom demographischen Wandel abhängig, da nur für die Risikogruppen, sprich für die älteren Versicherungsnehmer, die Versicherungsprämien angepasst werden. Steigende Kosten wirken sich also nicht zwangsläufig auf alle Versicherungsnehmer aus. Derzeit sind insgesamt ungefähr 12 Prozent der Versicherungsnehmer privat versichert.

    3. Fazit

    Ob nun die Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter oder die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter: bezüglich künftig steigender Kosten besteht zwischen den beiden Versicherungsalternativen kein großer Unterschied, da beide stark von der immer älter werdenden Generation abhängig sind. Jedoch werden die Unterschiede bezüglich der Beitragssätze für Versicherungsnehmer deutlich. Entscheidet sich der Anwärter für eine Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter, muss er die vollen 15,5 Prozent seiner Bezüge für die Absicherung seiner Krankheitskosten zahlen, damit also folglich auch noch den Anteil des Arbeitgebers, da dieser ja schon in Form der gezahlten Beihilfe seinen Anteil leistet, und somit kein Anspruch mehr auf den üblichen Arbeitgeberanteil besteht. Zum Vergleich: Ein normaler Angestellter, welcher gesetzlich krankenversichert ist, zahlt lediglich einen Beitrag von rund 8 Prozent seines eigenen Gehaltes an die Krankenkasse. Die übrigen 7 Prozent zahlt ganz normal der Arbeitgeber.

    Grundsätzlich hat der Auszubildende in Anwartschaft die sogenannte Wahlfreiheit. Dies bedeutet, dass er selbst frei entscheiden kann, bei welcher Krankenkasse er sich versichert, und ob er die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter oder die Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter bevorzugt. Trotzdem gibt es zwischen den einzelnen Anbietern für eine Krankenversicherung für Beamtenanwärter erhebliche Unterschiede. Es wird daher dringend empfohlen, sich vor dem Abschluss einer Krankenversicherung für Beamtenanwärter sehr genau zu informieren.

    4. Warum eine Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter dennoch Vorteile hat

    Eine Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter ist im Allgemeinen preisgünstiger. Speziell die jüngere Generation kann hieraus ihre Vorteile ziehen, da die Beiträge recht niedrig gehalten werden. Auch bezüglich der Leistungen ist die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter vorteilhafter. Die Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter arbeitet streng nach vorgegebenen Regelungen. So zahlt sie ausschließlich Leistungen, welche in einem eigens dafür angelegten Leistungskatalog verzeichnet sind. Dies bedeutet, der Versicherungsnehmer bekommt nur solche Behandlungen erstattet, welche in dem Katalog aufgeführt sind. Alles, was darüber hinaus anfällt, hat der Versicherte selbst zu zahlen.

    Die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter erstattet dem Versicherungsnehmer hingegen erheblich mehr Leistungen. Spezielle Sehhilfen oder Zahnersatz sind nur einige davon. Auch während eines Krankenhausaufenthaltes genießen Versicherungsnehmer der Privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter viele Vorteile. Während Gesetzlich Versicherte meist in überfüllten Mehrbettzimmern untergebracht werden und zudem oftmals einer mangelhaften Versorgung durch Belegärzte ausgesetzt sind, ermöglicht eine Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter eine Unterbringung in einem Doppel- oder sogar Einzelbettzimmer, und eine erstklassige medizinische Versorgung durch einen Chefarzt. Heutzutage bieten die meisten Privaten Krankenkassen bereits gute Tarife eigens für Beamtenanwärter an. Dabei gibt es im Grunde keine besonders großen Unterschiede zum normalen Tarif. Die Leistungen sind meist dieselben.

    Jedoch sind die Anwärtertarife bezüglich des Beitragssatzes erheblich günstiger als der normale Tarif, da Beamtenanwärter in der Regel junge Menschen sind, und für diese dann der Anteil der Altersrückstellung zunächst wegfällt. Dieser bedeutet normalerweise einen Aufschlag auf den Normaltarif. Besteht bereits eine Private Krankenversicherung, sollten die Anwärter diese mit anderen Angeboten vergleichen. Häufig kommt es vor, dass der bestehende Tarif stark überteuert ist, oder nicht alle Leistungen enthält, die dem Versicherungsnehmer normalerweise zustehen. Grundsätzlich kann der Anwärter bei Zweifeln den Versicherungsanbieter wechseln, vorausgesetzt, die Versicherung besteht erst seit einer kurzen Zeit. Ist dies nicht der Fall, und beansprucht der Anwärter die Versicherung bereits mehr als vier Jahre, kann ein Wechsel zu Problemen führen. Eventuell angesparte Altersrückstellungen der alten Versicherung können wahrscheinlich nicht mit in die neue Versicherung einbezogen werden.

    5. Nützliche Tipps

    Vorsicht vor überdurchschnittlich günstigen Angeboten! Meist verstecken sich hier viel zu hohe Kosten bezüglich des Eigenanteils an speziellen Leistungen, wie beispielsweise einer Zahnbehandlung. Außerdem sollte man sich immer informieren, wie hoch der Versicherungsbeitrag nach Beendigung der Anwartschaft sein wird, denn diesen Tarif zahlt man, wenn die Versicherung erstmal abgeschlossen ist, die gesamte restliche Versicherungslaufzeit. Grundsätzlich sollte man sich an eventuellen Testberichten orientieren. Außerdem kann es hilfreich sein, zu schauen, welche Versicherung jährlich die meisten jungen Neukunden verzeichnet.