Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte

Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte auf besttarif.org

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    Als wichtigste Vorsorge überhaupt gilt es, eine Krankenversicherung abzuschließen. Bei Routineuntersuchungen, akuten Krankheitsfällen, notwendigen OPs oder Zahnarztbehandlungen entstehen unangenehme Kosten und diese müssen getragen werden. Nun stellt sich der Krankenversicherungsbereich im normalen Angestellten oder Arbeitnehmerverhältnis recht übersichtlich dar.

    Etwas anders verhält sich bei einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte. Das sind in der Regel die Personen, welche im Staatsdienst ihre Arbeit verrichten. Zu unterscheiden ist zwischen Bundes-und Landesbeamten. Eine bundeseinheitliche Regelung besteht nicht, aber es erfolgt eine Orientierung an den Beihilferegeln des Bundes, welche letztendlich eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte ermöglicht.

    1. Welche Gesichtspunkte sind bei einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte zu beachten?

    Zu allererst muss man sich die Frage stellen, wer zu dem Kreis der beihilfeberechtigten Personen zählt und welche Voraussetzungen diese mitbringen sollten. Weiterhin sollte man die Vor- und Nachteile einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte gut einschätzen können. Handelt es sich hierbei um eine Pflichtversicherung oder ist es eine freiwillige Angelegenheit?

    Auf bundesweiter Ebene werden folgende Personen mit einem Anspruch auf eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte berücksichtigt:

    • Beamte
    • Richter
    • Abgeordnete
    • Soldaten
    • Dienstordnungsangestellte
    • Angestellte im öffentlichen Dienst
    • Soldaten im aktiven Dienst
    • Vollzugsbeamte der Polizei

    2. Diese Personen haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte

    Das heißt im Klartext: Man darf sich bei einer privaten Krankenversicherung seiner Wahl versichern, zahlt selbstständig seinen Beitrag und erhält beihilfefähige Zuschüsse. Man könnte aber auch den Weg zur gesetzlichen Krankenversicherung wählen und sich dort freiwillig versichern. Allerdings entfallen dann die Beihilfeansprüche, welche eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte vorsieht.

    Vorteil der freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse:

    Die Beiträge sind überschaubar, der Versicherte muss nicht in Vorleistung gehen und es besteht Versicherungsschutz für die gesamte Familie.

    Nachteil der freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse:

    Der Leistungskatalog sieht allerdings nur die Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung vor. Leistungen darüber hinaus können über entsprechende Zusatzversicherungen mitversichert werden. Hier entstehen allerdings Mehrkosten.

    Es lohnt also, zu vergleichen und die wertvolle Möglichkeit einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte näher in Augenschein zu nehmen.

    3. Der private Krankenversicherungsbereich

    Den privaten Krankenversicherungen ist das Modell der Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte vertraut. Jede Versicherung bietet allerdings verschiedene Varianten an. Im Gegensatz zu einer gesetzlichen Krankenversicherung zeigt der Preiskatalog Unterschiede auf. Leistung und Preis sollten in einem gesunden Verhältnis stehen. Das bedeutet, gut aufgepasst! Was bekomme ich für mein Geld und welche Kriterien sind zu erfüllen. Nun soll es nicht den Anschein haben, dass eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte einen Dschungel darstellt. Es gilt einfach nur, Grundsätzliches zu wissen und es auch anzuwenden.

    Beispiel: ein Beamter, Familienvater und zwei Kinder. Er hat Anspruch auf eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte. Versicherbar sind ärztliche, zahnärztliche und psychotherapeutische Behandlungen. Eingeschlossen ist immer die Pflegepflichtversicherung.

    4. Tarifwahl:

    • Ambulanter Bereich: Versichert mit 70 % Beihilfe und einem Eigenanteil von 30 %.
    • Stationärer Bereich: Versichert mit 70 % Beihilfe und 30 % Eigenanteil. Hier besteht die Möglichkeit der Wahl zwischen Mehrbettzimmer, Zweibettzimmer oder Einbettzimmer. In der Regel ist das Zweibettzimmer mit 70 % Beihilfe abgesichert. Bei der Wahl eines Mehrbettzimmers verringert sich der Eigenanteil.
    • Zahnbereich: Versichert mit 70 % Beihilfe und 30 % Eigenanteil.
    • Ergänzungstarif: Dieser beinhaltet die nicht beihilfefähigen Kosten (Brillengestell, Zahnzusatzleistungen und alles Weitere, was im Beihilferegelsatz nicht als berücksichtigungsfähig gilt. Diese Leistungen sind ebenfalls mit 70 % Beihilfe versehen.

    Die Leistungen stehen auch in Abhängigkeit von der Kostendämpfungspauschale, welche
    auf Bundeslandebene unterschiedlich geregelt ist. Grundsätzlich besteht Anspruch auf die Pflegepflichtversicherung und ist dem Höchstsatz der gesamtgesetzlichen Regelung angepasst. Zusätzliche Pflegeaufwandskosten müssen in Eigenleistung gezahlt werden.

    Bei einer Person ohne Kinder oder mit nur einem Kind ändert sich der Beihilfeanspruch auf 50 %. Kann ich als Familienmitglied in den Genuss der Leistungen einer privaten Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte kommen?

    Das ist möglich für Ehegatten und Kinder. Diese müssen nicht selbst den Beamtenstatus tragen. Bei dem Ehegatten greift die Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte, wenn dieser unter einem Jahreseinkommen von 17.000 EUR bleibt. Der Beihilfeanspruch liegt bei 70 % . Kinder können ebenfalls mit versichert werden und profitieren von der Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte. Hier liegt der Beihilfesatz bei 80 % und ist möglich bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, insofern noch Kindergeldanspruch besteht.

    5. Gibt es Unterschiede in den Berufsgruppen im Rahmen einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte?

    Ja, diese gibt es. Wie bereits anfangs kurz erwähnt, wird im Bereich der Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte zwischen Bundes-und Landesbeamten unterschieden. Greifen wir explizit die Berufszunft von Soldaten oder Polizisten auf. Diese werden in der Regel über die sogenannte „Freie Heilfürsorge“ versichert. Grundsätzlich sind die Leistungen und Voraussetzungen ähnlich dem eines Angestellten im öffentlichen Dienst oder eines Abgeordneten. Sie haben den gleichen Rechtsanspruch auf eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte.

    Ein Soldat oder Polizist ist seinem Dienstherren, in diesem Fall dem Bund unterstellt. Dieser ermöglicht im Rahmen der aktiven Zeit die „freie Heilfürsorge“ zu 100 %. Allerdings sollte der Soldat es nicht versäumen, zu Beginn seiner Laufbahn Vorsorge zu tragen für eine spätere, nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, entsprechende Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte.

    6. Welche Möglichkeiten der Vorsorge habe ich als Soldat oder Polizist, um mir später meine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte sicherzustellen?

    Das ist möglich mit einer Anwartschaftsversicherung. Hier ist zwischen der kleinen und großen Anwartschaft zu unterscheiden. Beide sind sinnvoll und ermöglichen den Zugang in eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte.

    Beispiel:

    Ein Zeitsoldat mit vorgesehenen vier Jahren Dienstzeit wird sich in der Regel für die kleine Anwartschaft entscheiden. Diese ist kostengünstiger als eine Große. Allerdings birgt es die Gefahr, dass bei entstehenden Erkrankungen die private Krankenversicherung eine Aufnahme nach Dienstzeitende ablehnen kann. In der kleinen Anwartschaft bleibt das Gesundheitsrisiko unbeachtet. So kann sich der Versicherer nach dem Ende der vierjährigen Dienstzeit gegen eine Aufnahme in die Krankenversicherung entscheiden. Der Anspruch auf eine Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte hilft dann wenig. Ggf. ist eine Versicherung bei Erkrankungen mit einem entsprechenden Risikozuschlag möglich. Das gilt im Übrigen für alle Personen mit einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte.

    Die große Anwartschaft wird gern und fast ausschließlich von Berufssoldaten gewählt.
    Das hat den großen Vorteil, dass zum einen Altersrückstellungen gebildet werden und das ein nahtloser, ohne erneute Gesundheitsprüfung, Übergang in die aktive Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte erfolgen, kann.

    7. Zusammenfassend:

    Bei Eintritt in die Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte ist Folgendes zu beachten:

    • Welche Form der Krankenversicherung erscheint am sinnvollsten?
    • Welcher privaten Versicherung schenke ich mein Vertrauen?
    • Wie soll mein Versicherungsschutz aussehen? Hier ist zu bemerken, dass der private Versicherungsbereich in der Regel einen hochwertigeren Versicherungsschutz bietet, als der gesetzliche. Die Auswahlkriterien sind vielfältig, aber auch kostenabhängig. Es besteht ohne Weiteres auch die Möglichkeit, sich für einen günstigen Basistarif zu entscheiden. Natürlich mit entsprechenden Leistungseinschränkungen.
    • Grundsätzlich muss man im privaten Krankenversicherungsbereich in Vorleistung gehen. Die Krankenversicherer erstatten aber in der Regel innerhalb von drei Tagen.
    • Ohne Gesundheitsprüfung kein Vertrag in der privaten Versicherung. Vorerkrankungen werden von den meisten Versicherungen gegen einen Risikozuschlag mitversichert.
    • Bei Nichtinanspruchnahme seiner Krankenversicherung ist nach zwei Jahren Versicherungsdauer eine Beitragsrückerstattung zu erwarten. Je nach Versicherung, werden bis zu drei oder sechs Monatsbeiträge ausgezahlt.

    Es ist also durchaus eine gute Sache und letztendlich wird man die Möglichkeiten und Vorteile einer Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte sehr zu schätzen wissen. Ein Wechsel in eine andere Krankenversicherung ist übrigens immer möglich, wenn man wirklich unzufrieden ist. Dazu schauen Sie doch einfach auf www.besttarif.org und finden sie ihre Versicherung.