Lebensversicherung

Inhalt dieses Artikels

    Der Abschluss einer Lebensversicherung soll dem eigenen finanziellen Schutz dienen, um zum Beispiel im Rentenalter nicht vollkommen von der staatlichen Förderung abhängig zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es verschiedene Modelle von Lebensversicherungen. Der Hauptunterschied zwischen den unterschiedlichen Arten der Versicherungen besteht im Ausschüttungszeitpunkt: Entweder wird bei Ablauf der Vertragslaufzeit eine vereinbarte Summe ausgeschüttet, oder erst bei Eintreten des Todes des Versicherungsnehmers.

    Lebensversicherungen können so ein finanzielles Polster für die spätere Rente oder Altersvorsorge, aber auch für die Vorsorge der Berufsunfähigkeit oder der Pflegebedürftigkeit bieten. Auch zur Sicherung der eigenen Kinder oder der eigenen Familie, falls der Versicherungsnehmer versterben sollte, kann eine Lebensversicherung abgeschlossen werden.

    1. Die Geschichte der Lebensversicherungen

    Erste Vorläufer der heutigen Lebensversicherungen entstanden bereits im antiken Rom, wo „Beerdigungsvereine“ die Kosten der Bestattungen ihrer Mitglieder übernahmen, sowie die überlebenden Verwandten oftmals finanziell unterstützten. Später entwickelten sich daraus in verschiedenen Ländern Wetten auf das Leben von einzelnen Personen, sodass der Sieger der Wette ebenfalls einen Betrag ausgezahlt bekam. Dieses Verfahren kann man aber noch nicht als wirkliche Lebensversicherung heutiger Art bezeichnen, dazu musste noch eine längere Zeit vergehen.
    Erst im 19. Jahrhundert wurden Sterbekassen gegründet, aus welchen dann das Modell der Lebensversicherung entstand. Im Jahr 1827 wurde dann in Deutschland die erste Lebensversicherung von der Gothaer Lebensversicherungsbank verkauft, dem ersten deutschen Lebensversicherer überhaupt. Heute sind Lebensversicherungen in fast allen Gesellschaften völlig normal und werden von den unterschiedlichsten Menschen abgeschlossen, um auf längere Sicht vorzusorgen.

    2. Grundlegendes zu Lebensversicherungen

    Da das zu versichernde Risiko direkt „in der Person“ liegt, werden Lebensversicherungen auch „Personenversicherungen“ genannt.

    Wenn man sich zum Abschluss einer solchen Versicherung entschließt, wird in einem sogenannten Lebensversicherungsvertrag eine Versicherungsleistung vereinbart, welche dann im vertraglich vereinbarten Versicherungsfall entweder an den Versicherungsnehmer oder an einen anderen Bezugsberechtigten gezahlt wird. Da eine Lebensversicherung zum Zweck der persönlichen, finanziellen Absicherung abgeschlossen wird, soll logischerweise im Versicherungsfall eine Geldsumme ausgeschüttet werden. Deshalb wird normalerweise eine „Summenversicherung“ abgeschlossen, bei der die Versicherungsleistung im Versicherungsfall als Geldleistung erbracht wird. Die Höhe dieser Geldleistung wurde vorher vertraglich festgelegt.

    3. Die unterschiedlichen Arten von Lebensversicherungen

    Es wird grundsätzlich zwischen Risikolebensversicherungen, kapitalbildenden Lebensversicherungen und sogenannten Direktversicherungen unterschieden. Im Folgenden sollen die einzelnen Versicherungstypen vorgestellt werden, um einen Überblick zu bieten. So kann mit Hilfe von besttarif.org eine erste Richtung festgelegt werden, in der man sich dann genauer über eine individuelle, passende Lebensversicherung informieren kann.

    4. Die Risikolebensversicherung

    In den meisten Fällen bezeichnet eine Risikoversicherung gleichzeitig auch die Risikolebensversicherung, denn die andere Möglichkeit der Risikoversicherung ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung, auf die später noch genauer eingegangen wird.

    Eine Leistung des Lebensversicherers wird bei dieser Variante nur fällig, wenn der Versicherungsfall, also faktisch der Tod des Versicherungsnehmers, eintritt. Falls der Versicherungsfall während der Versicherungsdauer nicht eintritt, werden auch keine Leistungen fällig, man hat also nichts von seiner Versicherung. Man zahlt nur für das Versprechen seines Versicherers, im Versicherungsfall die vereinbarte Leistung zu erbringen. Aufgrund dessen ist der monatliche oder jährliche Beitrag sehr viel niedriger als der zu einer Kapitallebensversicherung, aus der man aber auch in den allermeisten Fällen etwas zurück bekommt.

    Mit einer Risikolebensversicherung kann die Absicherung von wirtschaftlich vom Versicherungsnehmer abhängigen Angehörigen gewährleistet werden, denn im Falle seines Todes steht auf jeden Fall eine gewisse Summe zur Verfügung. Diese Summe nennt sich Todesfallsumme oder Versicherungssumme, und wird an die Bezugsberechtigten ausgezahlt. Die Bezugsberechtigten wurden vorher vertraglich bestimmt und sind meist nahestehende Angehörige oder Ehepartner.

    Die Höhe der Todessumme kann entweder wie bei Vertragsabschluss festgelegt – also ohne Schwankung – sein, oder immer abnehmend. Diese zweite Methode mit fallender Versicherungssumme wird vor allem zur Sicherung von Dahrlehnen verwendet, die kontinuierlich, also nach und nach, abgezahlt werden sollen. Solch ein Darlehnen kann zum Beispiel für ein eigenes Haus aufgenommen worden sein, und zur Absicherung der geliehenen Summe wird vom Kreditgeber, meist der Bank, eine Anknüpfung an die Risikolebensversicherung durchgeführt. Die Absicherung entsteht dadurch, dass die Todes- oder Versicherungssumme im Laufe der Zeit im gleichen Maße abnimmt, wie die abzuzahlende Summe getilgt wird. Diese Vereinbarung wird Restschuldversicherung genannt, und kann in vielen Fällen Bedingung bei Abschluss eines Kredites sein, um den Kreditgeber zu schützen.

    Eine weitere Sonderart der Risikolebensversicherung ist die „Risikolebensversicherung auf verbundene Leben“. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Risikolebensversicherung, die für mehrere Personen gleichzeitig abgeschlossen wird. Sobald die Erste der in die Versicherung einbezogenen Personen stirbt, wird die Versicherungssumme ausgeschüttet. Diese Variante wurde geschaffen, um wirtschaftlich voneinander abhängige Personen gegenseitig abzusichern. Dies können Geschäftsleute sein, die ein gemeinsames Unternehmen aufgebaut haben, aber auch Ehepaare ohne Kinder oder Lebensgemeinschaften.

    5. Die Berufsunfähigkeitsversicherung

    Oft wird als Zusatz zu einer Lebensversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Diese ähnelt der Risikolebensversicherung, hier wird jedoch nicht im Todesfall, sondern im Falle einer plötzlichen Berufsunfähigkeit die Versicherungssumme ausgeschüttet. Die Berufsunfähigkeit kann zum Beispiel durch einen Unfall oder andere körperliche Leiden ausgelöst werden, durch die dem Beruf und so auch dem Geld verdienen nicht mehr nachgegangen werden kann. So ist es möglich, sich gegen plötzliche Schicksalsschläge wenigstens etwas abzusichern.

    6. Die kapitalbildende Lebensversicherung

    Sie ist die am häufigsten anzutreffende Art bei Lebensversicherungen, da Kapital mit ihr angelegt und eventuell sogar vermehrt werden kann.

    Sie bietet quasi die doppelte Sicherheit für den Versicherungsnehmer, da einerseits eine Vorsorge für den Todesfall getroffen wird, andererseits aber auch Kapital angesammelt wird, das man bei Vertragsende ausgeschüttet bekommt, falls der Versicherungsnehmer nicht frühzeitig verstorben ist.

    Die kapitalbildenden Lebensversicherungen enthalten neben sehr unsicheren Leistungen auch sichere oder fast sichere Leistungen. Dies scheint auf den ersten Blick kompliziert, lässt sich aber gut erklären: Als sichere oder fast sichere Leistungen gelten diejenigen, die für jeden einzelnen Vertrag angespart werden müssen. Dies ist also das Geld, das man immer wieder einzahlt, und auch höchstwahrscheinlich am Vertragsende oder im Todesfall wieder herausbekommt. So muss bei jeder kapitalbildenden Lebensversicherung der Versicherungsnehmer das sichere oder fast sichere Kapital, das bei Fälligkeit des Vertrages auszuschütten ist, selbst bilden. Der Begriff der „unsicheren Leistung“ bezieht sich hier auf Versicherungsfälle, die sehr unwahrscheinlich sind, aber trotzdem mitversichert werden sollen. Das kann zum Beispiel ein durch sehr außergewöhnliche Vorkommnisse einsetzender Tod sein. Die dann fällige Leistung wird nach dem gewöhnlichen Versicherungsprinzip ausbezahlt, nach welchem die Beiträge aller Versicherten und nicht Betroffenen den Leistungsfall bezahlen.

    So lässt sich sagen, dass kapitalbildende Versicherungen wegen der hohen Wahrscheinlichkeit der Leistungsfälligkeit einen wesentlichen Sparprozess beim Versicherer erfordern. Anders ausgedrückt sind sie keine wirkliche Versicherung, sondern eher ein Mittel um zu sparen, und dieses zusammengesparte Geld am Ende wieder ausbezahlt zu bekommen.

    Die klassische Form der kapitalbildenden Versicherung ist die gemischte Lebensversicherung, eine Lebensversicherung, die gleichermaßen im Todesfall wie im Erlebensfall eingelöst wird. Dies bedeutet, dass die Leistung, also die Versicherungs- beziehungsweise Todessumme, bei Eintreten des Todes oder bei Erleben des Ablaufs des Versicherungsvertrags fällig wird. Weil in jedem Fall eine Leistung erbracht wird, nämlich wie beschrieben entweder bei Tod vor Vertragsende oder Erleben des selbigen, muss die Mindestleistung vom Versicherer für jeden einzelnen Vertrag angespart werden. Der Versicherer kann also sicher sein, in jedem Fall etwas ausbezahlen zu müssen. Falls der Versicherte aber sehr früh stirbt, kommt es zu einer sehr viel höheren Leistungspflicht, als die bisher angesparte Summe beträgt. So lohnt es sich also für den Versicherer in diesem Fall gar nicht wirklich, die Versicherung verkauft zu haben, doch mit diesem Problem muss sich der Versicherte selbstverständlich nicht befassen.

    Aufgrund dieser Vorteile ist diese gemischte Lebensversicherung, die sowohl im Sterbefall als auch bei Erleben des Vertragsendes fällig wird, die beliebteste Form der Lebensversicherung in vielen Ländern.

    Wer sich also auch im Alter einen gewissen Luxus und vor allem Sicherheit leisten will, und darüber hinaus wünscht, dass die eigene Familie in welchem Fall auch immer abgesichert ist, ist eine Kapitallebensversicherung genau passend. Sie vereint das Risiko eines vorzeitigen Todes des Versicherungsnehmers und bietet gleichzeitig eine Ablaufleistung, also die Versicherungssumme bei Ende des Vertrages.

    Neben der gemischten Lebensversicherung gibt es weitere Arten der Kapitallebensversicherung, die sich durch unterschiedliche Vorteile und Vorgehensweisen unterscheiden.

    Bei einer Kapitalversicherung mit lebenslangem Todesfallschutz, die auch als Sterbegeldversicherung bezeichnet wird, endet die Beitragszahlungsdauer häufig mit einem bestimmten Alter – zum Beispiel 80 Jahre. Nach dem Ablaufen dieser Frist bleibt die Lebensversicherung ohne weitere Beiträge bestehen. Die Versicherungsleistung wird hierbei erbracht, wenn bei der versicherten Person der Tod eintritt oder ein vereinbartes, sehr hohes Lebensalter erreicht wird. Manche Tarife bieten auch die Möglichkeit, am Ende der Frist zur Beitragszahlung eine Leistung dafür abzurufen, dass dieser Zeitpunkt erlebt wird, sodass nun die abgeschlossene Lebensversicherung beendet wird, oder auch mit einer reduzierten Versicherungssumme bestehen bleiben kann. Diese Variante entspricht damit letztendlich einer gemischten Versicherung (wie oben beschrieben) mit einem sehr späten Ablauf.
    Wie auch bei der Risikolebensversicherung gibt es auch hier eine Möglichkeit auf zwei verbundene Leben. Die Versicherungssumme wird nur einmal beim Tod der zuerst sterbenden versicherten Person gezahlt, falls diese während der Versicherungsdauer verstirbt, spätestens wird die Summe aber beim vereinbarten Vertragsablauf fällig. Dies wird als „Versicherung auf den ersten Tod“ bezeichnet.

    Auch eine sogenannte „Ausbildungsversicherung“ ist möglich, hier wird eine vereinbarte Auszahlung stets zu einem festen Termin – daher auch termifix – fällig. Verstirbt der Versicherungsnehmer früh, entfällt die Pflicht zur Beitragszahlung, ohne Folgen für die Höhe der Leistung zu erwirken.

    Somit gibt es sehr viele unterschiedliche Versicherungstypen, die individuell aufeinander abgestimmt werden können. So kann sich eine Lebensversicherung kompliziert gestalten und mehrere Varianten beinhalten. Zum Beispiel gibt es Verträge, die neben Kapital- auch Rentenleistungen vorsehen, und so alle Möglichkeiten abdecken. Deshalb sollte man sich immer gründlich und sehr genau informieren, um die optimale Kombination zu finden und das Beste aus seinem Kapital und der Versicherung zu machen.

    7. Lebensversicherungen und die steuerlichen Aspekte

    Oftmals ist aus steuerrechtlichen Gründen eine Mindestversicherungsdauer bei Lebensversicherungen von zwölf Jahren unbedingt zu empfehlen, da nur so das Risiko von sehr hohen Steuern minimiert werden kann. Die Beträge und möglichen Gewinne, die jeweils versteuert werden müssen, sind immer wieder unterschiedlich, sodass keine präzise Aussage getroffen werden kann, welche Art von Versicherung für wen am steuerlich günstigsten ist. Daher sollte man am besten vor Abschluss des Vertrages genau nachfragen, wann welche Summe versteuert werden muss, und welche Abschlüsse sich vor diesem Hintergrund wirklich lohnen.

    8. Die verschiedenen Lebensversicherungs-Anbieter im Überblick

    Natürlich gibt es eine Vielzahl von Lebensversicherern auf dem Versicherungsmarkt, die alle ihre Angebote und Verträge anpreisen. Um schon einmal etwas Übersicht in diese große Fülle zu bringen, findet sich hier eine Übersicht mit den zehn größten Anbietern von Lebensversicherungen in Deutschland: Die Allianz Leben mit 12,828 Millionen Euro an Beiträgen, die gezahlt werden, es folgen die AachenMünchener Versicherung und die Zurich Deutscher Herold auf den Plätzen zwei und drei. Danach folgen die R+V Lebensversicherung, die Hamburg-Mannheimer LV, die Debeka Leben und die Volksfürsorge. Auf den Plätzen acht, neun und zehn finden sich die Württembergische Leben, die HDI-Gerling Leben und die Victoria Leben. Dies sind nur die zahlenmäßig größten Anbieter, und es kann sich durchaus lohnen, auch etwas unbekanntere oder kleinere Anbieter in Betracht zu ziehen.

    Zu diesem Zweck eignet sich www.besttarif.org hervorragend, denn hier werden alle Versicherungen aufgeführt und es findet sich bestimmt das beste Angebot für die eigene Lebensversicherung. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich in jedem Fall, denn oft verliert man den Überblick im Gewirr all der Angebote. Mit www.besttarif.org findet man sich sehr viel schneller zurecht und kann in Ruhe all die Tarife miteinander vergleichen, um schließlich den perfekten, individuellen Vertrag zu finden. Mit diesem kann man sehr viel beruhigter durch das Leben gehen, denn mit einer Lebensversicherung – egal in welcher Form und Zusammenstellung – kann man sicher sein, für alles vorgesorgt zu haben.

    9. Warum sollte man sich schon in jungen Jahren mit dem Thema der Lebensversicherungen auseinandersetzen?

    Für viele junge Menschen scheint dieses Thema noch sehr weit weg zu sein. Schließlich ist man jung, verdient vielleicht gerade das erste eigene Geld und möchte das bestimmt nicht direkt wieder aus der Hand geben, indem es in irgendeine Versicherung einbezahlt wird. Doch diese Einstellung kann Folgen haben, denn je früher man sich um das Thema Lebensversicherung kümmert, desto länger kann in diese eingezahlt werden. Gerade vor dem Hintergrund der immer weiter sinkenden Renten und der Altersarmut sollten sich auch junge Menschen Gedanken um die Zukunft und das Rentenalter machen. Auch wenn dies noch sehr weit entfernt scheint, wird man später froh sein, bereits früh etwas zur Seite gelegt zu haben. Studien ergaben, dass bereits ein erstes Umdenken in diese Richtung stattfindet, denn das Bewusstsein der Bevölkerung für die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge wächst stetig. Mit www.besttarif.org lohnt sich auf jeden Fall ein erster Blick auf dieses notwendige Thema, und bestimmt findet sich ein passendes Angebot.

    © drubig-photo – Fotolia.com