Lieferwagenversicherung

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    Lieferwagen kommen für die verschiedensten Zwecke zum Einsatz: Ob als Kurierfahrzeuge in der Stadt, zur Auslieferung der verschiedensten Paketsendungen über Land, als Umzugswagen, Gefahrguttransporter oder sogar Geldtransporter – so vielfältig wie ihr Erscheinungsbild, so verschiedenartig sind auch die Einsatzfelder der Lieferwagen. Doch zwei Dinge haben sie oft gemein: Zeitdruck und die Notwendigkeit, durch engste Straßen zu navigieren. Entsprechend zählen Lieferwagen zu den Fahrzeugen mit überdurchschnittlich hoher Beschädigungs- und Unfallgefahr. Eine passende Lieferwagenversicherung ist deshalb unumgänglich, wenn man sich mit den Transportern von unter 3.5 t Gewicht in den öffentlichen Verkehr begeben möchte.

    1. Pflicht- und optionale Versicherungen für Lieferwagen

    Genau wie bei PKW und LKW auch, so ist für das Führen eines Lieferwagens im öffentlichen Verkehrsraum zwingend eine gültige Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug vorgeschrieben. Denn ohne Haftpflicht kommt in Deutschland kein KFZ auf öffentliche Straßen. Denn eine Haftpflichtversicherung deckt alle eventuellen Schäden ab, die beim Führen eines KFZ entstehen können, also durch den KFZ-Halter verursacht werden. Damit dienst sie also nicht dem eigenen Schutz, sondern sichert alle anderen Verkehrsteilnehmer ab, mit denen man beim Fahren eines Lieferwagens auf der Straße mehr oder weniger konfrontativ interagiert.

    Anders die Teilkasko: Sie gehört zu den optionalen Versicherungen, die für einen Transporter abgeschlossen werden können. Im Gegensatz zur Haftpflicht schützt sie nicht die anderen, sondern das eigene Fahrzeug – und zwar durch die Regulierung von Schäden, die durch Wetterphänomene wie Hagel, Überschwemmungen, Blitzschlag oder Sturm auftreten, durch Diebstahl oder Einbruch entstehen oder durch den Zusammenstoß mit einem Tier verursacht werden. Ist ein solcher Fall eingetreten, muss abgewogen werden: Die Höhe der Selbstbeteiligung, die beim Abschluss der Teilkasko auf eigenen Wunsch festgelegt werden kann, zusammen mit den durch die Hochstufung in der Schadenfreiheitsklasse entstehenden Mehrkosten für die Versicherung sollte gegen den Betrag für die Reparatur gesetzt werden. Denn die Inanspruchnahme der Versicherungsleistung lohnt sich nur, wenn die Reparaturschäden so hoch sind, dass man selbst mit durch Hochstufung gestiegener Versicherungssumme und Selbstbeteiligung noch besser fährt als bei kompletter Regulierung aus eigener Tasche. Da Schäden an Lieferwagen jedoch schnell in die Tausende Euro gehen können, ist es oft günstiger, dass die Versicherung die Schäden übernimmt – wenn man sie denn abgeschlossen hat.

    Ähnlich verhält es sich mit einer Vollkaskoversicherung. Diese sichert noch mehr potenzielle Risiken ab, als die Teilkaskoversicherung – beispielsweise auch eigenes Fehlverhalten der Nutzer (und daraus entstehende Beschädigungen am Wagen). Natürlich liegen auch die Beiträge für diesen als Rundum Sorglos Paket definierten Versicherungsschutz entsprechend hoch. Vollkaskoversicherungen lohnen sich deshalb vor allem für Lieferwagen, die Neuwagenstatus haben oder nur wenige Jahre alt sind. Dann sorgen sie für die Absicherung des hohen Wertes, den ein solches Fahrzeug im Fuhrpark darstellt.

    Bei geleasten Lieferwagen ist es übrigens oft eine Bedingung, dass eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird. Die Infos dazu finden sich im Leasing-Vertrag.

    2. Faktoren beim Abschluss einer Lieferwagenversicherung

    Um die zum eigenen Fahrzeug, Einsatzfeld und Nutzungsverhalten optimal passende Versicherung zu finden, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. So stellt zum Beispiel das wichtigste Kriterium bei der Erstellung von Angeboten zur Versicherung eines Lieferwagens nicht die Typklassen-Einteilung wie bei PKW dar. Bei Lieferwagen zählt vielmehr die Leistung des Fahrzeugs, die KW angegeben ist, sowie die maximale Nutzlast.

    Darüber hinaus spielt es auch eine wichtige Rolle, ob der Lieferwagen im Nah- oder Fernverkehr zum Einsatz kommt – oder sogar im gewerblichen Güterverkehr genutzt wird. Ebenfalls als wichtiger Faktor gewertet wird die Art der Ladung, die mit dem Lieferwagen transportiert wird: Besonders Gefahrenstoffe und entzündliche Materialien schlagen dabei tariferhöhend zu Buche, da sie als erhöhtes Risikopotenzial gewertet werden. Abgefragt wird außerdem von den meisten Versicherungsgesellschaften, ob sich im Lieferwagen feste oder optionale Aufbauten zum Verstauen und Sichern der Ladung befinden.

    Auch wichtig ist die Angabe über die Fahrer, die den Lieferwagen nutzen werden. Denn je größer das Fahrerfeld, desto höher die Versicherungsprämie – vor allem unerfahrene Fahrer, was im Allgemeinen am Alter festgemacht wird, sind ein Kostenfaktor, der den Preis von Versicherungen in die Höhe treibt. Das ist beispielsweise wichtig zu wissen für Handwerksbetriebe, die ihre Lehrlinge ans Steuer ihrer Lieferwagen setzen möchten.

    Prinzipiell empfiehlt es sich übrigens, alle potenziellen Fahrer gezielt auf das Lenken des Lieferwagens zu schulen. Denn es ist zwar kein spezieller Führerschein für das Fahren eines solchen Fahrzeuges nötig – jeder Besitzer eines normalen Klasse B beziehungsweise Klasse 3-Führerscheins darf einen Transporter fahren. Da sich ein Lieferwagen jedoch in manchen Situationen ganz anders verhält als ein PKW und besonders in punkto Manövrierradius und Wendekreis ganz andere Voraussetzungen mitbringt, sollten die Fahrer im Rahmen von Schulungen mit dem Lieferwagen vertraut gemacht werden. Dadurch lassen sich Fahrfehler und daraus resultierende Beschädigungen vermeiden.

    Neben den spezifischen Kriterien wie Einsatzfelder, Fahrer und Fahrzeugleistung sind auch typische Faktoren wie Abmessungen und Gewicht entscheidend für den Versicherungsbeitrag. In der Regel werden Lieferwagenversicherungen für Fahrzeuge bis zu 1 t Nutzlast vergeben, alles darüber wird der LKW Versicherung zugeordnet. Doch die Grenzen sind dabei fließend – in manchen Fällen werden alle Fahrzeuge unter 3,5 t von Versicherern als Lieferwagen eingestuft.

    3. Mit Versicherungsvergleich auf der sicheren Seite

    Angesichts der zahlreichen Kriterien, die sich auf Leistungen und Preis einer Lieferwagenversicherung auswirken und der vielen verschiedenen Anbieter für KFZ-Versicherungen ist es ratsam, zur Recherche und Orientierung über die zu den eigenen Bedürfnissen passenden Versicherungsmodelle einen Versicherungsvergleich im Internet zu nutzen. In Tarifrechnern wie besttarif.org lässt sich übersichtlich gegenüber stellen, mit welchen Leistungen und Kosten die einzelnen Policen daher kommen. Würde man diese Infos manuell von den verschiedensten Gesellschaften einholen, wäre der Aufwand riesig – doch in Vergleichsportalen genügen wenige Mausklicks und die Angabe einiger wichtiger Daten, um eine komfortable Übersicht zu erhalten.

    Das lohnt sich nicht nur für neue Versicherungsverträge: Auch all jene, die mit dem Gedanken spielen, ihre Lieferwagenversicherung zu wechseln, sind bei den Experten zum Versicherungsvergleich bestens aufgehoben. Binnen Minuten lässt sich so ein Überblick gewinnen, welche Versicherungsmodelle für den eigenen Lieferwagen in Betracht kommen, worin sich die einzelnen Angebote unterscheiden – und welche Rahmenbedingungen für die verschiedenen Versicherungen gelten. Wer dabei fündig wird und seinen Wunschtarif aus der Liste pickt, kann mit einem Klick direkt zum Anbieter gelangen, wo er online die entsprechende Versicherungspolice abschließen kann.

    Mit besttarif.org gelangen Sie also schnell und zielsicher genau zu dem Tarif, der Ihren Bedürfnissen in Sachen Lieferwagenversicherung am besten entspricht.

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