Mofa Versicherung

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    Mofa Versicherungen sind Kraftfahrzeugversicherungen, für welche jedoch einige Sonderregeln gelten. Diese beziehen sich vor allem auf einen gegenüber einer Autoversicherung deutlich vereinfachten Wechsel der Versicherungsgesellschaft, aber auch auf die praktische Abwicklung beim Abschluss des Versicherungsvertrages.

    1. Das Kennzeichen für Mofa Versicherungen

    Das Mofakennzeichen stellt den nach außen erkennbaren Beleg für den Abschluss einer Mofa-Haftpflichtversicherung dar. Damit Polizisten sich sofort vom Bestehen gültiger Mofa Versicherungen überzeugen können, wechseln die Kennzeichen jährlich ihre Farbe. Dabei gilt als Stichtag für das neue Versicherungsjahr immer der erste März. Üblicherweise verändert sich das Mofakennzeichen jährlich, einige Gesellschaften bieten Stammkunden aber auch an, dieselbe Kombination wie im Vorjahr zu erhalten, wenn sie diese rechtzeitig reservieren. Mofa Versicherungen müssen nicht extra gekündigt werden, stattdessen kann der Fahrzeughalter sich jährlich für eine neue Versicherungsgesellschaft entscheiden. Der Abschluss von Mofa Versicherungen und damit auch der Erwerb der Kennzeichen ist in den Büros von Versicherungsgesellschaften ebenso wie bei vielen Zweiradhändlern möglich. Handwerklich nicht talentierten Mofafahrern bietet der Kauf des Kennzeichens beim Zweiradhändler den Vorteil, dass dieser das gekaufte Kennzeichen auf Wunsch des Kunden auch am Mofa anbringt. Der Erwerb von Kennzeichen für Mofa Versicherungen über das Internet ist ebenfalls möglich, in diesem Fall schickt der Versicherer das Versicherungskennzeichen mit der Post oder einem privaten Kurierdienst zu. Mofa Versicherungen sind nicht nur für Mofas im engeren Sinn, sondern auch für Mofaroller und für E-Bikes erforderlich. Wer das Mofa oder E-Bike erst zu einem späteren Zeitpunkt während des Versicherungsjahres erwirbt, bezahlt für die erforderlichen Mofa Versicherungen selbstverständlich nur den anteiligen Beitrag. Ebenso zahlen Versicherungsgesellschaften für Mofa Versicherungen einen angemessenen Teil der Versicherungsprämie zurück, wenn der Versicherungsnehmer das Mofa oder E-Bike während des Jahres aufgibt.

    1. Gibt es Rabatte bei Mofa Versicherungen?

    Nicht nur bei Autoversicherungen, sondern auch bei Mofa Versicherungen bieten einige Gesellschaften Rabatte bei einem eingeschränkten Nutzerkreis an. Vor allem sind Rabatte üblich, wenn ausschließlich der Mofabesitzer sein Fahrzeug fährt. Eine andere Variante bietet vergünstigte Mofa Versicherungen, wenn der regelmäßige Fahrer über ein bestimmtes Mindestalter verfügt. In diesem Fall ist das Verleihen des Mofas an einen jüngeren Fahrer nicht erlaubt; wenn der Versicherungsnehmer gegen diese Vereinbarung verstößt, darf der Versicherer eine vertraglich vereinbarte Entschädigung berechnen. Zu einer vollständigen Leistungsverweigerung sind Anbieter von Mofa Versicherungen in diesem Fall jedoch auf Grund der bestehenden Haftpflichtversicherungspflicht für Kleinkrafträder nicht berechtigt. Im Gegensatz zur PKW-Versicherung existieren in der Haftpflichtversicherung für Mofas keine Schadenfreiheitsklassen, so dass ein während des letzten Versicherungsjahres verursachter Unfall nicht zu einer Höherstufung im Mofa-Versicherungstarif führt. Weibliche Mofafahrer verursachen auf Grund ihrer vorwiegend besonnenen Fahrweise deutlich weniger Unfälle als Männer am Lenkrad. Bislang haben einige Versicherungsgesellschaften spezielle Frauentarife bei Mofa Versicherungen angeboten, diese sind wegen der seit Ende Dezember 2012 geltenden Verpflichtung, ausschließlich Unisex-Tarife anzubieten, im am ersten März 2013 beginnenden Versicherungsjahr nicht mehr erlaubt.

    3. Die Teilkaskoversicherung für das Mofa und weitere Versicherungen für den Fahrer

    Neben der Mofa-Haftpflichtversicherung bieten die meisten Gesellschaften auch eine freiwillige Kaskoversicherung für das Mofa an, wobei sich diese mit wenigen Ausnahmen auf das Teilkasko beschränkt. Mittels der Teilkaskoversicherung lässt sich das Mofa gegen Diebstahl sowie gegen Vandalismus und gegen Schäden durch Naturereignisse wie Sturm und Hochwasser versichern. Eine Vollkaskoversicherung übernimmt zusätzlich die Schäden am eigenen Mofa, wenn der Fahrer einen Unfall verschuldet. Im Vergleich zu Autoversicherungen lassen sich Mofa Versicherungen als Vollkaskoversicherungen jedoch nur bei wenigen Anbietern abschließen. Eine weiterer für den Mofafahrer nützlicher Versicherungsschutz stellt die Verkehrsrechtsschutzversicherung dar. Diese Versicherung schließt er bei Bedarf unabhängig von der Haftpflichtversicherung bei einer beliebigen Versicherungsgesellschaft ab. Der Abschluss unterschiedlicher Versicherungen bei einer einzigen Gesellschaft ist jedoch oftmals auf Grund der Rabatte sinnvoll, welche einige Unternehmen ihren Mehrfachkunden einräumen. Ein kleiner Bereich des möglicherweise erforderlich werdenden Verkehrsrechtsschutzes deckt ohnehin bereits die Haftpflichtversicherung für das Mofa ab, da diese auch die Aufgabe hat, unberechtigte Schadenersatzansprüche Dritter abzuwehren.

    4. Mofa Versicherungen miteinander vergleichen

    Auch wenn Mofafahrer sich mit der Wahl von Mofa Versicherungen nicht langfristig festlegen, ist ein Versicherungsvergleich sinnvoll, damit sie das günstigste Angebot finden. Zunächst ist auf eine ausreichende Deckungssumme in der Haftpflichtversicherung zu achten; fast alle Versicherer erhöhen die gesetzlich für Mofa Versicherungen geforderten Deckungssummen für Sachschäden und für Personenschäden beträchtlich. Das ist sinnvoll, da der Mofafahrer für von ihm verursachte Schäden unbegrenzt haftet und eine zu geringen Deckungssumme seiner Mofa-Haftpflichtversicherung zu lebenslangen finanziellen Belastungen führen kann. Die meisten Mofafahrer achten bei einem Vergleich von Mofa Versicherungen auf den Preis. Dieser spielt bei der Entscheidung für eine konkrete Mofa-Versicherung durchaus eine wichtige Rolle, er stellt aber nicht das alleinige Entscheidungskriterium dar. Vielmehr unterscheiden sich die Mofa Versicherungen der einzelnen Gesellschaften auch hinsichtlich des Services. Dieser lässt zwar beim Kauf des Kennzeichens und damit beim Abschluss des Versicherungsvertrages mit Ausnahme der unterschiedlichen Höflichkeit einzelner Versicherungsmitarbeiter kaum Unterschiede erkennen. Im Falle der erforderlichen Schadensregulierung unterscheiden sich die Mofa Versicherungen der einzelnen Anbieter jedoch beträchtlich. Gute Versicherer ermöglichen die Schadensmeldung wahlweise online oder über eine idealerweise kostenlose Rufnummer, während einige Gesellschaften weiterhin auf komplizierte Formulare setzen. Auch der Zeitraum der Schadensregulierung unterscheidet sich ebenso wie der Umfang der Kulanz bei nicht völlig eindeutigen Versicherungstatbeständen je nach Versicherungsgesellschaft deutlich. Am besten vergleichen Mofafahrer nicht nur die Versicherungskosten, sondern lesen vor dem Vertragsabschluss auch Erfahrungsberichte über Mofa Versicherungen auf den bekannten Verbraucherplattformen, damit sie umfassend über sowohl hinsichtlich des Preises als auch in Bezug auf die Leistungen empfehlenswerte Versicherungstarife informiert sind.

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