Wasserschaden durch den Einbau einer Entkalkungsanlage – wer zahlt?

Schaden durch Entkalkungsanlage

Entkalkungsanlagen versprechen eine bessere Wasserqualität und sind in der Regel schnell eingebaut. Kommt es zu einem Wasserschaden, bleibt jedoch die Frage nach der Kostenübernahme. Wer ein externes Unternehmen mit dem Einbau beauftragt, kann bei einem Schaden auf die Erstattung der Kosten hoffen. Oft greift auch die Versicherung.

Wann wird eine Entkalkungsanlage gebraucht?

Eine Entkalkungsanlage befreit das Wasser vom Kalk und macht es weicher. Kalkablagerungen und Rückstände von Kalzium und Magnesium in den Rohren gehören damit der Vergangenheit an. Benötigt wird ein System zur Entkalkung immer dann, wenn das Leitungswasser einen Härtegrad von 14 °dH oder höher aufweist, wie es vor allem in Regionen mit hohen Salz- und Kalkvorkommen der Fall ist. In Altbauten können alte Leitungen und Rohre den Kalkanteil im Wasser zusätzlich erhöhen. Um dies zu vermeiden, kann entweder selbst oder vom Fachmann eine Entkalkungsanlage eingebaut werden. Abhängig davon, wer die Anlage installiert hat, muss bei einem möglichen Wasserschaden allerdings auch die Kostenfrage geklärt werden.

Wer zahlt bei Eigeneinbau?

Die Entkalkungsanlage wurde selbst eingebaut? Dann kommt im Normalfall die Haftpflichtversicherung für die Erstattung der Kosten auf. Eine Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Sie beim Einbau kein größeren Fehler gemacht und zum Beispiel eine Leitung beschädigt oder ein Bauteil falsch eingebaut haben. Außerdem darf keine grobe Fahrlässigkeit vorliegen. Wer den Wasserhahn vor dem Sommerurlaub nicht zudreht, bleibt auf den Kosten sitzen, da das Entkalkungssystem in diesem Fall nicht der Hauptauslöser für den Wasserschaden war.

Wann Sie nicht zahlen müssen

Zahlen müssen Sie unter anderem dann nicht, wenn der Wasserschaden auf eine alte Wasserleitung oder ein unzureichend gewartetes Leitungssystem zurückzuführen ist. In diesen Fällen greift in der Regel die Gebäudehaftpflichtversicherung des Immobilienbesitzers. Wer zur Miete wohnt, hat neben der Kostenübernahme durch den Vermieter auch Anspruch auf eine Mietminderung, bis der Schaden behoben ist. Ob ein Eigenverschulden vorliegt, muss im Zweifelsfall ein Gericht entscheiden. Da ein Wasserschaden mitunter hohe Kosten verursachen kann, empfiehlt es sich, den Einbau von einem externen Unternehmen vornehmen zu lassen. Im Falle von Rohrbruch und Co. muss jedoch von Fall zu Fall geklärt werden, wer die Kosten übernimmt.

Externer Einbau – wer zahlt?

Externe Unternehmen bauen Entkalkungsanlagen in der Regel zuverlässig und schnell ein. Kommt es in der Folge des Einbaus zu einem Wasserschaden, ist also zunächst die tatsächliche Ursache zu klären. Ein fehlerhafter Einbau bedeutet: der verantwortliche Klempnerbetrieb oder dessen Police muss die Kosten übernehmen. Wurde im Rahmen des Einbaus ein Kabel oder eine Leitung beschädigt, ist ebenso das externe Unternehmen in der Verantwortung. Allerdings ist der Wohnungseigentümer in der Beweislast und muss belegen, wo genau der Defekt vorliegt und durch welche Arbeiten des Klempnerbetriebs er verursacht wurde.

Verursacht die installierte Entkalkungsanlage einen Wasserschaden, zahlt also entweder die Versicherung oder der Eigentümer der Immobilie. Bei Eigenverschulden müssen Wohnungsbesitzer den Schaden selbst übernehmen, in anderen Fällen greift in der Regel die Police – unabhängig davon, wer die Anlage installiert hat.


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