Rechtsschutzversicherung

Inhalt dieses Artikels

    Eine private Rechtsschutzversicherung ist immer sinnvoll. Schließlich kann jeder mal in einen Rechtsstreit verwickelt werden. Ganz gleich, ob man nun eine Scheidung über sich ergehen lassen muss oder um seinen Arbeitsplatz kämpfen muss – eine private Rechtsschutzversicherung spart in diesen Fällen viel Ärger. Denn die Kosten für einen Rechtsstreit können schnell in die Tausende gehen – vom Prozessrisiko einmal ganz abgesehen. Wer dann eine private Rechtsschutzversicherung hat, kann auch in dieser Situation ruhig schlafen. Denn eine private Rechtsschutzversicherung übernimmt auch das Prozessrisiko, sofern die Klage oder die Rechtsverteidigung nicht völlig aussichtslos ist. Man sollte dabei auch bedenken, dass jeder von uns jederzeit auch selbst vor Gericht landen kann. Im schlimmsten Fall kann es dabei um die persönliche Freiheit gehen. Und dann ist man froh, wenn man eine gute private Rechtsschutzversicherung hat, die einem dann kompetent zur Seite steht, so dass man sich beispielsweise einen guten Anwalt leisten kann.

    1. Was ist beim Abschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung zu beachten?

    Beim Abschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung sollte man zunächst einmal überlegen, welche Rechtsgebiete man absichern möchte. Die private Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut. Es ist möglich, sich vor allem auf den Rechtsgebieten abzusichern, die man auch tatsächlich benötigt. Dabei sind freilich Wartezeiten zu berücksichtigen. Denn natürlich übernehmen die Rechtsschutzversicherungen keine Kosten für Streitfälle, die bereits eingetreten sind oder abzusehen sind. Hierbei können im Versicherungsvertrag Wartezeiten von bis zu 36 Monaten enthalten sein. Dies ist natürlich ein weiterer Grund, eine private Rechtsschutzversicherung frühzeitig abzuschließen. Denn man kann damit nicht bis zum absehbaren Eintritt eines möglichen Streitfalls warten.

    Des weiteren sollte auch der Abschluss eines Vertrages mit Selbstbeteiligung überlegt werden. Denn bei Vereinbarung einer Selbstbeteiligung können die Beiträge erheblich niedriger ausfallen. Freilich sollte man darauf achten, dass man die Selbstbeteiligung im Ernstfall auch zahlen kann. Hat man keine Reserven, dann sollte man besser eine private Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung wählen.

    Selbstverständlich sollte man aber auch sonst die Vertragsbedingungen genau prüfen. Viele Versicherungen haben zum Beispiel Höchstdeckungssummen oder auch besondere Ausschlusskriterien. Dies sollte man sich vor Abschluss eines Versicherungsvertrages genau ansehen.

    Die meisten Rechtsschutzversicherer bieten aber darüber hinaus auch eine breite Palette von Zusatzleistungen an. In vielen Fällen gibt es etwa eine Anwaltshotline, über die die Kunden schnell und kostenlos eine rechtliche Beratung erhalten. Bei der Nutzung dieser Hotline sollte man allerdings vorsichtig sein. die dort arbeitenden Anwälte arbeiten schließlich für die Versicherung und sind deshalb den Interessen ihres Arbeitgebers verpflichtet. Damit ist eine neutrale Beratung, die den Interessen des Kunden dient, nicht immer gewährleistet. Dies sollte bei der Nutzung einer solchen Anwaltshotline immer bedacht werden. Es ist besser, gegebenen falls einen Anwalt seines Vertrauens zu konsultieren.

    Man sollte dabei vor allem darauf achten, dass die Rechtsschutzversicherung die kompletten Kosten eines Rechtsstreits übernimmt, also die Kosten für den Anwalt, das Gericht und eventuell Sachverständige. Darüber hinaus sollten aber auch die Gebühren für eine außergerichtliche Streitbeilegung enthalten sein.

    2. Warum sollte man für eine private Rechtsschutzversicherung einen Vergleichsrechner nutzen?

    Wenn man heutzutage eine private Rechtsschutzversicherung abschließen möchte, dann steht man in der Regel vor einem riesigen Tarifdschungel. Alle privaten Rechtsschutzversicherungen sind in der Regel modular aufgebaut. und decken zum Beispiel die Bereiche Verkehrsrechtsschutz, Privatrechtsschutz und Berufsrechtsschutz ab. Dies hat den Vorteil, dass man die private Rechtsschutzversicherung optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse zuschneiden kann. Da aber jedes Versicherungsunternehmen heutzutage auch eine private Rechtsschutzversicherung mit einer Vielzahl entsprechende Tarife anbietett, führt dies zu einem unübersehbaren Dickicht an Tarifen. Wenn man dann den jeweils günstigsten Tarif für die private Rechtsschutzversicherung sucht, dann findet man diesen in der Regel nur mithilfe eines unabhängigen Vergleichsrechners.

    Nahezu jede Versicherung hat zwar ihre Versicherungsvertreter. Allerdings ist hier keine neutrale Beratung gewährleistet. Denn jeder Versicherungsvertreter lebt schließlich von den Provisionen, die er für den Abschluss eines Versicherungsvertrages erhält. dies gilt auch dann, wenn er eine private Rechtsschutzversicherung vermittelt. es handelt sich bei ihm letztlich um einen Verkäufer, der an entsprechenden Umsätzen interessiert ist. Dies sollte bei einer Beratung durch einen Versicherungsvertreter immer bedacht werden.

    Außerdem berücksichtigt ein Versicherungsvergleichsrechner auch die sogenannten Direktversicherungen, die ausschließlich online arbeiten und deshalb in der Regel günstiger sind als Versicherer mit einem Netz von Versicherungsmaklern. Dies gilt auch, wenn man eine private Rechtsschutzversicherung abschließen will.

    Bei einem Versicherungsvergleichsrechner wie zum Beispiel www.besttarif.org ist die Finanzierung hingegen nicht von einer bestimmten Versicherungsgesellschaft abhängig. Damit ist auch die erforderliche Neutralität gewährleistet. Dies gilt auch dann, wenn man eine private Rechtsschutzversicherung abschließen will.

    3. Was ist bei einem Versicherungswechsel zu beachten?

    Wenn man den kostenlosen Versicherungsvergleichsrechner nutzt und dabei zum Beispiel feststellt, dass eine andere private Rechtsschutzversicherung preisgünstiger ist als dasjenige Versicherungsunternehmen, bei dem der aktuelle Versicherungsvertrag läuft, dann sollte man natürlich erst einmal die Kündigungsfrist der aktuellen Versicherung prüfen und die neue private Rechtsschutzversicherung erst einmal abschließen, bevor die alte Versicherung gekündigt wird. Dies ist wichtig, um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren. Denn viele Versicherungsunternehmen führen heute zum Beispiel vor Abschluss eines Versicherungsvertrages eine Bonitätsprüfung durch. dies gilt heute nicht nur dann, wenn man eine private Rechtsschutzversicherung abschließen möchte, sondern auch beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung oder einer Kfz-Versicherung. Da es für Versicherungen auch beim Abschluss eines Vertrages über eine private Rechtsschutzversicherung keinen Kontrahierungszwang gibt, kann es durchaus passieren, dass man zum Beispiel aufgrund eines negativen SCHUFA-Eintrages abgelehnt wird. Und dann ist es natürlich schlecht, wenn man den alten Versicherungsvertrag bereits gekündigt hat. Denn dann kommt man eventuell in die frühere private Rechtsschutzversicherung nicht wieder rein und die neue Versicherung nimmt einen nicht auf. Wenn man eine neue private Rechtsschutzversicherung abschließt, dann beginnen auch eventuelle vertragliche Wartefristen wieder neu zu laufen. Wenn also in naher Zukunft die Gefahr eines Rechtsstreits besteht, dann sollte ein Wechsel in eine andere private Rechtsschutzversicherung besser unterlassen werden.

    4. Fazit

    Insgesamt ist es dringend zu empfehlen, eine private Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Und dabei sollte unbedingt ein Vericherungsvergleichsrechner genutzt werden. Denn das Angebot ist so breit gefächert, dass man hier ohne die Nutzung weines kostenlosen Vergleichsrechners schlicht den Überblick verliert. Damit man nicht mehr als nötig für seine private Rechtsschutzversicherung bezahlt, sollte man von einem Vergleichsrechner Gebrauch machen und damit eine Vieltzahl an Versicherungstarifen miteinander vergleichen.

    © Kadmy – Fotolia.com