Restschuldversicherung

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Inhalt dieses Artikels

    All diejenigen, die schon einen Ratenkredit aufgenommen haben, haben wahrscheinlich schon mal über eine „Restschuldversicherung“ nachgedacht. Vielleicht gab es ein direktes Gespräch mit einem netten Berater von der Bank? Leider kann man sich in solch einem Fall vorher nicht objektiv informieren und nicht jeder weiß mit dem Begriff Rechtschuldversicherung überhaupt etwas anzufangen. Was also ist eine Restschuldversicherung? Wozu dient sie und wieso wird sie so oft mit Kreditabschlüssen verbunden? Und vor allem: ist es überhaupt sinnvoll eine Restschuldversicherung abzuschließen?

    1. Die Restschuldversicherung einfach erklärt

    Im Prinzip ist die Restschuldversicherung eine Form der Lebensversicherung. Sie kann bei der Aufnahme eines Kredites abgeschlossen werden. Dies ist jedoch keineswegs Pflicht, wird jedoch meist vom Kreditgeber angesprochen und in manchen Fällen sogar gewünscht. Die Höhe der Versicherungsleistung hängt immer vom Kreditbetrag ab und wird daher auch individuell festgelegt.
    Die laufenden Kosten (sprich die Beiträge) für diese besondere Form der Lebensversicherung werden in die Berechnung des Kredites, und somit auch der Kreditraten mit eingeschlossen, und durch monatliche Ratenzahlung abgestottert. Tritt dann der Versicherungsfall ein (sprich wenn der Kreditnehmer während der Laufzeit des Kredites verstirbt) wird nun die noch offene Restschuld durch die Versicherungsleistung getilgt.

    2. Was leisten Restschuldversicherungen?

    Dass man fällige Kreditraten nicht mehr zahlen kann, ist wohl der Alptraum jedes Kreditnehmers. In solch eine Situation will wohl keiner kommen. Durch Krankheit verursachte Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder der schlimmste Fall: ein Todesfall, können wohl nie vorausgesehen werden, selbst bei noch so sorgfältiger Planung. In solchen Fällen springt die Restschuldversicherung ein und übernimmt die Kreditrückzahlungen zumindest vorübergehend. Bei Todesfall bis zum Ende der Laufzeit des Kredites. Ist keine Restschuldversicherung abgeschlossen worden, müssten hier die Angehörigen wie in etwa Ehegatte, Familie oder andere nahe Verwandte für den Kreditnehmer einspringen und eben weiterzahlen.

    3. Die Möglichkeiten

    Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, zwischen drei Varianten bei solch einer Kreditlebensversicherung (der Restschuldversicherung) zu wählen:

    • Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Todesfall
  1. Arbeitsunfähigkeit und Todesfall
  2. oder nur Todesfall

    Die alleinige Absicherung des Todesfallrisikos ist dabei die günstigste Variante. Bei Absicherung der Arbeitsunfähigkeit, oder der Arbeitslosigkeit werden höhere Versicherungsprämien berechnet, da die Wahrscheinlichkeit hierfür deutlich höher liegt.

    4. Risikolebensversicherung und die Restschuldversicherung

    Eine Risikolebensversicherung überschneidet sich sehr stark mit einer Restschuldversicherung. Beide Versicherungen abzuschließen ist daher nicht sinnvoll und wird in der Praxis auch nicht angewandt. Wenn Sie bereits eine Risikolebensversicherung haben, verzichtet die Bank meist auf eine extra Restschuldversicherung. Der Unterschied zur Risikolebensversicherung besteht darin, dass die Versicherungssumme und die laufenden Beiträge, im Lauf der Zeit immer abnehmen. Die Restschuldversicherung stellt sich aus diesem Grund daher oft besser heraus, als eine normale Risikolebensversicherung, da zusammen mit ihr eben auch Krankheiten und Arbeitslosigkeit abgesichert werden können.

    5. Wenn die Bank zur Restschuldversicherung zwingt

    Oft ist es so, dass die Bank eine Restschuldversicherung zwingend erfordert, doch man selbst eher abgeneigt ist dies zu tun. Man kann in jedem Fall versuchen darüber zu sprechen und sie aus dem Kreditvertrag herauszuhalten. Kreditinstitute bestehen vor allem bei älteren Personen oder finanziell schwächeren auf solch eine Restschuldversicherung. Leider gibt es ohne sie auch oft gar keinen Kredit. Auch daran sollte gedacht werden. Die Restschuldversicherung ist ohne Zweifel ein Produkt, das den Kreditnehmer in bestimmten Situationen schützen kann. Wenn er seine Raten einfach nicht mehr bezahlen kann, so ist sie definitiv ein Vorfall, ganz zu schweigen vom Todesfallrisiko. Leider ist allerdings fraglich, wie in einigen Unternehmen darauf hingedrängt wird, sie in jedem Fall abzuschließen. Oft wird sie schon als Must-Have angesehen und dies muss nicht immer sein. Einige Kredite werden sogar nur genehmigt, um die Menge der verkauften Restschuldversicherungen zu steigern. Dies wird auch den Mitarbeitern in der Bank gesagt. Trotzdem sollte man immer bedenken, dass die Restschuldversicherung eine sogenannte „Kann“- Auflage ist und keineswegs ein Pflichtteil jedes Kreditvertrages. Das wissen jedoch leider die meisten Kreditnehmer nicht, darum sollten Sie dieses bei den „Verhandlungen“ der Konditionen für einen Kredit, im Hinterkopf behalten.

    6. Die Restschuldversicherung bei Baufinanzierungen

    Wenn es um die Immobilienfinanzierung geht, ist die Restschuldversicherung allerdings fast unumgänglich. verzichtbar. Die Laufzeiten betragen hier meist über 10 oder 20 Jahre (oder länger) und in dieser Zeitspanne kann sich das Leben natürlich deutlich verändern. Schicksalsschläge können eintreffen und die Wahrscheinlichkeit für solche liegt hier einfach deutlich höher. Die monatlichen Raten sind meist sehr hoch und für viele häufig nicht mehr leistbar. Dies kann nicht nur zu Streitereien innerhalb der Familie sondern auch zum völligen Ruin führen. Die kreditgebende Bank profitiert, indem sie ihrerseits ihr Ausfallrisiko minimiert.

    7. Die Kosten

    Vielen ist jedoch nicht klar, wie teuer eine Restschuldversicherung tatsächlich ist. Meist wird sie dem Kunden als Paket gleich mit dem Kreditvertrag verkauft, es handelt sich jedoch, wie bereits erwähnt, noch immer um zwei unabhängige Verträge. Man sollte sich also vor Abschluss solch einer Restschuldversicherung klar vor Augen halten, was das auch wirklich bedeutet und ob man die fälligen Raten, zusammen mit den Raten für den Kredit, auch tatsächlich aufbringen kann und will. Dies wird leider viel zu wenig erwähnt und bedacht. Damit man im Nachhinein keine böse Überraschung hat, ist es also ratsam dies bereits im Vorhinein zu bedenken und auch zu berechnen.

    8. Das Fazit

    Die Gefahr durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen ist immer gegeben. Vor allem für Ehegatte und Familie ist dies ein Problem, das man gerne vermeiden möchte. Eine Restschuldversicherung kann hier eine Möglichkeit sein die laufenden Kreditverpflichtungen zu übernehmen und daher eine Sache über die jeder einmal, bei Annahme eines Kredites, nachdenken sollte. Die zusätzlichen Nebenkosten durch eine Restschuldversicherung verteuern jedoch natürlich auch die gesamten Kreditkonditionen. Daher sollte das Risiko immer vorher abgewogen werden. Auch wenn der Kreditnehmer bereits eine Risikolebensversicherung hat ist das Abschließen einer extra Restschuldversicherung absolut nicht sinnvoll. Wichtig zu sagen ist jedoch, dass die Restschuldversicherung keine Pflicht ist. Die Bank gewährt im schlimmsten Fall den Kredit nicht. Man sollte daher vorher immer versuchen sie aus den Kreditkonditionen zu verhandeln, wenn man diese absolut nicht abschließen möchte. Eines ist sicher: eine Restschuldversicherung bringt weitere Kosten mit sich. Dies sollte in jedem VOR Abschluss der Versicherung bedacht werden. Ob man diese Kosten, trotz aller Vorteile, auch tatsächlich tragen kann und will muss schlussendlich jeder selbst wissen.

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