Rollerversicherung

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    Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt der Anteil der Zweiräder im öffentlichen Straßenverkehr. Motorräder, Roller und Mofas werden aus Kellern und Garagen geholt, zur Inspektion gebracht und wieder fahrtüchtig gemacht. Schließlich fehlt noch das obligatorische Kennzeichen zum Nachweis, dass das Fahrzeug über die gesetzlich vorgeschrieben Haftpflichtversicherung verfügt.

    1. Gesetzlich vorgeschriebene Versicherung

    Nur Fahrzeuge mit gültigem Versicherungskennzeichen dürfen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Zusätzlich bedarf es einer ebenfalls gültigen Fahrerlaubnis.
    Zweiräder benötigen eine Moped- oder Rollerversicherung. Der Gesetzgeber sieht für diese Fahrzeuge mindestens eine Haftpflichtversicherung vor. Weiterer Versicherungsschutz wie Teil- oder Vollkasko sowie Rechtsschutz sind hingegen optional.

    Wer von einer Rollerversicherung spricht, meint in der Regel die Haftpflichtversicherung, wie sie für ein Mofa oder ein Moped unter einer Hubraumgröße von 50 ccm benötigt wird. Diese Zweiräder unterliegen übrigens auch einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Sie beträgt bei Mofas 25 und bei Mopeds oder Mokicks 40 Kmh.

    Roller über 50 ccm ohne Geschwindigkeitsbegrenzung unterliegen der KFZ-Steuer und benötigen ein Nummernschild, wie es zum Beispiel auch Autos haben.

    Während sich das Kennzeichen der steuerpflichtigen Zweiräder in der Regel nicht ändert, müssen sich die Halter von Mofas und geschwindigkeitsbeschränkten Rollern unter 50 ccm jedes Jahr zum 01. März ein neues Versicherungskennzeichen besorgen. Die Farbe der gültigen Nummernschilder ändert sich ab diesem Datum. Sie variiert zwischen grün, blau und schwarz. Es ist übrigens keine gute Idee, mit einem alten Kennzeichen, das zufällig dieselbe Farbe aufweist, wie sie die im laufenden Jahr gültigen Kennzeichen haben, herumzufahren. Anmalen ist auch keine Option. Wer das tut, macht sich gleich mehrfach strafbar und kann bei einem Unfall Konsequenzen auf sich ziehen, die ihn über das ganze Leben hinweg begleiten werden.

    2. Wo sind Versicherungskennzeichen erhältlich?

    Eine Mofa- oder Mopedversicherung kann bei jedem Anbieter einer KFZ-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Oft sind die jährlich wechselnden Kennzeichen auch bei Bankfilialen erhältlich. Namen und Adressen von Versicherern können im Internet auf Seiten wie www.besttarif.org eingesehen werden. Hier sind viele Anbieter aufgeführt und ein Preis- Leistungsvergleich kann auf dieser Homepage ebenfalls vorgenommen werden. Dieser empfiehlt sich durchaus, auch wenn die Kennzeichen für geschwindigkeitsbeschränkte Zweiräder und 50 ccm auf das Jahr gerechnet nicht die Welt kosten. Ein paar Euro können auf diese Weise in jedem Fall gespart werden. Außerdem empfiehlt es sich unbedingt, einen Versicherungsvergleich in Bezug auf den gebotenen Leistungsumfang vorzunehmen. Die Frage nach der Höhe der Versicherungssumme bei Sach- und vor allem Personenschäden spielt eine große Rolle.

    3. Wichtiger Faktor: Die Schadenssumme

    Wer sich im Vorfeld des Abschlusses seiner Rollerversicherung mittels eines Vergleichs über die Angebote informieren möchte, sollte nicht nur auf den Preis achten. Das Augenmerk sollte vor allem darauf gerichtet werden, was im Tarif des Versicherers für den gezahlten Beitrag enthalten ist.

    Ein wichtiger Faktor ist die Summe, mit der Sach- und vor allem Personenschäden finanziell abgesichert sind. Hier gilt die Maxime: je höher, desto besser. Die Explosion der Kosten im Gesundheitswesen lassen es geraten sein, eine möglichst hohe Deckungssumme bei Personenschäden abzuschließen. Natürlich ist niemandem zu wünschen, dass er in einen schweren Unfall verwickelt wird den er am Ende selbst verschuldet hat. Doch wenn es für ihn einmal zum Fall der Fälle kommt, sollte wenigstens für eine hinreichend finanzielle Absicherung gesorgt sein.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage nach dem Umfang der Serviceleistungen. Wer eine Mopedversicherung abschließt, denkt nicht unbedingt daran, dass er sie wirklich einmal in Anspruch nehmen muss. Im Schadensfall ist die Erreichbarkeit der Versicherung aber von großer Bedeutung. Daher sollte sich Versicherungsvergleich auch der Frage widmen, wie es um den angebotenen Service bestellt ist. Gibt es ein Notfalltelefon, das rund um die Uhr besetzt ist? Wie sonst kann der Anbieter oder ein Gebietssachbearbeiter im Notfall schnell erreicht werden? Welche Hilfen bietet die Versicherung dann an? Alle diese Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden, damit im Ernstfall schnell gehandelt werden kann. Zudem sollte geprüft werden, welche Klauseln der Vertrag enthält, die den Versicherungsschutz aushebeln.

    4. Hier kann gespart werden

    Sofern keine Versicherung für ein neues Motorrad oder Mofa benötigt wird, ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung noch einmal überdenken. Hier liegen die Beiträge mitunter weit über dem Basisbetrag für eine Mopedversicherung der Standardvariante. Hat der Roller oder das Mofa bereits einige Jahre auf dem Buckel, ist zu überlegen, ob sich die Kaskoversicherung wirklich lohnt.

    Viele Zweiradfahrer sind Saisonfahrer. Wer sein Motorrad während der Wintermonate einmottet und bei er Versicherung abmeldet, spart Beiträge. Die Versicherung für Mofas und Roller mit jährlich wechselnden Kennzeichen endet stets mit dem letzten Februartag. Allerdings kann auch hier Geld für Beiträge gespart werden, wenn die Anmeldung nicht gleich zum 01. März erfolgt. Liegt der Versicherungsbeginn einige Monate später, reduziert sich der Jahresbeitrag entsprechend.

    Bei einem Versicherungsvergleich sollte auch darauf geachtet werden, ob mit dem Abschluss beim jeweiligen Anbieter andere Produkte – wie zum Beispiel Rechtsschutz – rabattiert angeboten werden. Wer ohnehin auf der Suche nach einer weiteren günstigen Versicherung ist, kann sie auf diese Weise möglicherweise günstiger als sonst bekommen.

    5. Verlust der Haftpflichtversicherung

    Der Versicherungsschutz geht verloren, wenn am Fahrzeug nicht zulässige Änderungen vorgenommen werden. Besonders bei Mofas ist die Versuchung für manchen Besitzer groß, die Geschwindigkeitsdrosselung aufzuheben. Wer mit einem derart getunten Zweirad auf einer öffentlichen Straße erwischt wird, muss mit einer Anzeige wegen Fahrens ohne Führerschein rechnen. Das frisierte Mofa kann von der Polizei eingezogen werden, da es die Voraussetzungen der ursprünglich abgeschlossenen Versicherung nicht mehr erfüllt. Wer dann auch noch einen Unfall baut, braucht nicht damit zu rechnen, dass seine Haftpflichtversicherung dafür aufkommt.

    6. Fazit

    Zusammenfassend ist zu sagen, dass bei einem Versicherungsvergleich nicht allein auf den Preis geachtet werden sollte. Eine Rollerversicherung, bei der am falschen Ende gespart wurde, kann im Ernstfall ganz schön teuer werden. Wichtiger ist der von den Versicherern gebotene Leistungsumfang. Die Höhe der Versicherungssumme und die Erreichbarkeit im Notfall sind Punkte, die bei einem Anbietervergleich unbedingt berücksichtigt werden sollten.

    Wer bei seiner Mopedversicherung Geld sparen will, sollte überlegen, ob er die Versicherung für sein Zweirad wirklich das ganze Jahr über benötigt. Hier könne größere Summen gespart werden, wenn mehrere Monatsbeiträge wegfallen.

    Schließlich gibt es bei jeder Versicherung Bedingungen, die eingehalten werden müssen, damit der Kunde sie in Anspruch nehmen kann. Ein gründlich vorgenommener Vergleich enthält auch eine Prüfung der Klauseln.

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