Studentenversicherung

Diese versicherungen sollte man als Student(in) haben

Inhalt dieses Artikels

    Das Studentenleben ist mitunter eine der schönsten Zeit im Leben. Auch wenn man häufig sparsam leben muss und keine großen Sprünge machen darf, ist man doch das erste Mal so richtig frei und unabhängig, kann tun und lassen, was man möchte, und ist doch durch BAföG oder Eltern und meist auch den ein oder anderen Nebenjob finanziell abgesichert. Zumindest, wenn nichts unerwartetes passiert. Doch dieser Fall kann schneller eintreten als erwartet. Deshalb sollte man sich frühzeitig Gedanken machen und sich für den Fall der Fälle absichern. Und das tut man am besten mit dem Abschluss einiger wichtiger Versicherungen. Doch welche Versicherung braucht man als Student und Studentin eigentlich?

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    • Welche Versicherungen brauchst Du als Student(in)?
    • Worauf solltest Du achten?
    • Welche Versicherungen sind für Studenten obligatorisch?
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    1. Krankenversicherungen sind Pflicht, auch für Studenten

    Ganz oben auf der Liste der Versicherungen, die für Studenten notwendig sind, steht die Krankenversicherung. Sie ist in Deutschland obligatorisch. Doch nicht jeder Student muss zu Beginn seines Studiums eine eigene Krankenversicherung abschließen. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs können sich Studenten in der Regel bei ihren Eltern mitversichern lassen. Dies gilt sowohl für privat als auch für gesetzlich Versicherte. Läuft die Versicherung bei den Eltern jedoch aus, müssen sich Studenten selbst versichern. Hierzu werden spezielle Studentenversicherungen angeboten. Diese sind mit einem monatlichen Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung von unter 80 Euro an das üblicherweise geringe Einkommen eines Studenten angepasst, umfassen jedoch alle wichtige Leistungen und sind bis zum 30. Geburtstag oder bis einschließlich des 14. Semesters gültig. Auch während eines Urlaubssemesters bleibt diese Versicherung bestehen.

    Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, sich vor dem Beginn des Studiums mit der Frage nach der Krankenversicherung auseinanderzusetzen und nicht erst mit Erreichen des 25. Lebensjahres. Denn die Versicherung, die zu Beginn des Studiums gewählt wurde, kann später in der Regel nicht mehr so leicht gewechselt werden. Wer beispielsweise über die eigenen Eltern privat versichert das Studium beginnt, muss sich nach Vollendung des 25. Lebensjahres üblicherweise ebenfalls wieder bei einer privaten Krankenkasse selbst versichern und damit auch einen höheren Beitrag als bei einer gesetzlichen Krankenkasse zahlen. Die Entscheidung für die private Krankenversicherung ist also für die gesamte Studienzeit bindend. Ebenfalls kann in den meisten Fällen auch spätestens drei Monate nach Studienbeginn nicht mehr umgekehrt aus der gesetzlichen Krankenversicherung in die private gewechselt werden. Privat Versicherte, die sich nach dem Studium direkt in ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis begeben, können sich problemlos gesetzlich krankenversichern lassen. Für privat Versicherten, die nicht sofort eine abhängige Beschäftigung antreten, kann der Beitritt in die gesetzliche Krankenkasse verweigert werden.

    Studenten, die während des Studiums gesetzlich krankenversichert sind, aber dennoch höhere Leistungen genießen möchten, können wie Arbeitnehmer auch eine private Krankenzusatzversicherung abschließen.

    2. Die notwendigen Versicherungen für einen Student (Infografik)

    Informationsgrafik zum Thema Studentenversicherungen

    3. Haftpflichtversicherung – weil man nicht immer alles selbst in der Hand hat

    Anders als die Krankenversicherung ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch ist die Privathaftpflichtversicherung auch für Studenten absolut zu empfehlen. Schließlich ist auch jeder, der immer aufpasst, nicht vor eventuellen Schäden gefeit, die er anderen unabsichtlich zufügt. Wer eine andere Person verletzt – absichtlich oder nicht – kann schnell mit Schadenszahlungen von mehreren Hunderttausend Euro konfrontiert werden, die man in der Regel nicht auf dem Konto liegen hat, vor allem nicht als Student. Schon allein deshalb ist die Haftpflichtversicherung auch für Studenten unabdingbar. Doch auch ein Glas Rotwein auf dem Teppich eines Kommilitonen oder ein Kratzer im Auto des Vermieters beim nächtlichen Nachhauseweg aus dem Lieblingsclub kann schon ärgerlich genug sein. Hiervor schützt die Haftpflichtversicherung. Wie bei der Krankenversicherung auch sind Studenten in der Regel bei den Eltern mitversichert, zumindest sofern sie vor dem Studium nicht berufstätig waren und unverheiratet sind. Andernfalls müssen sie sich als Studenten selbst versichern beziehungsweise bei ihrem Ehepartner mitversichern lassen. Wer sich bei den Eltern mit versichern kann, profitiert hiervon sein gesamtes Studium lang. Denn anders als bei der Krankenversicherung müssen sich Studenten nicht nach Vollendung des 25. Lebensjahres selbst haftpflichtversichern. Stattdessen gilt die Mitversicherung bei den Eltern für die gesamte Studiendauer.

    4. Unfallversicherung – abgesichert für den Notfall

    Nicht nur anderen Menschen kann man ungewollt schnell Schaden zufügen. Auch man selbst ist nicht vor Schäden sicher, denn Unfälle sind schnell passiert. Neben der Krankenversicherung und der Privathaftpflichtversicherung gibt es daher noch weitere wichtige Versicherungen, über deren Abschluss sich jeder Student und jede Studentin Gedanken machen sollte. Eine davon ist die private Unfallversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Studenten zwar in und auf dem Weg zur Uni oder während Exkursionen und Fahrten, die von der jeweiligen Fakultät, an der der Student studiert, organisiert wurden, nicht jedoch in ihrer Freizeit. Erfahrungsgemäß passieren die meisten Unfälle aber ausgerechnet dann, also eben außerhalb des Uni-Lebens. Für diesen Fall empfiehlt sich eine private Unfallversicherung, die meist schon für einen sehr geringen Beitrag von ab 20 Euro pro Jahr abgeschlossen werden kann. Im Falle eines schweren Unfalls mit bleibenden Schäden übernimmt die Versicherung viele der anfallenden Kosten und zahlt beispielsweise, wenn nötig, den behindertengerechten Umbau der Wohnung. Bei der Unfallversicherung empfiehlt es sich jedoch ausschließlich den reinen Invaliditätsfall zu versichern. Sonstige Einschlüsse erhöhen nur unnötig die Kosten und lohnen sich für Studenten in der Regel nicht. Das gilt auch für die Mitversicherung von Krankenhaus-Tagegeldern in der Unfallversicherung. Wer auf ein Krankenhaus-Tagesgeld nicht verzichten möchte, sollte dieses, wenn überhaupt, über eine Zusatzkrankenversicherung abschließen. Andernfalls wird das Tagesgeld nur ausgezahlt, wenn aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus übernachtet wird, jedoch nicht bei kleineren Behandlungen im Krankenhaus, die nicht unfallbedingt sind.

    5. Hausratversicherung - und Schäden sind nur halb so schlimm

    Mit einer Krankenversicherung und einer Unfallversicherung ist man als Student ideal vor möglichen Schäden am eigenen Leib abgesichert und mit der Haftpflichtversicherung vor Sach- und Personenschäden, die man versehentlich anderen zufügt. Bleibt nur noch, auch das eigene Hab und Gut optimal zu schützen. Hierzu empfiehlt sich der Abschluss einer Hausratversicherung. Nach Feuer, Sturm und Hagel, Rohrbruch, Vandalismus oder Diebstahl ersetzt diese Versicherung entstandene Schäden. Gerade Studenten, die über wertvolle Habseligkeiten verfügen, sollten eine Hausratversicherung in Betracht ziehen. Diese kostet oftmals nur wenige Euro im Monat, macht sich aber bezahlt, wenn ein Schaden passiert. Die Höhe des Beitrags richtet sich nach dem Umfang der Hausratversicherung. Neben bestimmten Gegenständen, wie Fahrräder beispielsweise, können über die Hausratversicherung auch Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Erdrutsch mitversichert werden.

    Mit diesen vier Versicherungen – der Krankenversicherung, der Haftpflichtversicherung, der Unfallversicherung und der Hausratversicherung – sind Studenten gut gegen sämtliche Eventualitäten abgesichert und vor bösen Überraschungen in Form von hohen Zahlungen, die möglicherweise geltend gemacht werden, geschützt. So kann man sich voll auf das Studium konzentrieren und in der Freizeit die angenehmen Seiten des Studentenlebens genießen.

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