Tierhalterhaftpflicht Versicherung

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    Der Abschluss einer Tierhalterhaftpflicht macht ebenso Sinn, wie ein Vergleich zwischen den unterschiedlichen Anbietern. Entscheidend ist dabei nicht nur der Beitrag. Vor allem das so genannte Kleingedruckte der Tierhalterhaftpflicht sollte sich der Versicherungsnehmer sehr genau anschauen, um sich im Fall der Fälle vor unliebsamen Überraschungen zu schützen. Hilfreich ist hier ein Blick auf die Seite www.besttarif.org, die sämtliche Informationen zu der Tierhalterhaftpflicht vergleicht und den Interessierten nicht im Regen stehen lässt. Dieser Beitrag klärt, was sich hinter dem Begriff einer Tierhalterhaftpflicht verbirgt und was es bei der Suche im Tarifdschungel zu beachten gilt. Die jährliche Versicherungsgebühren für eine günstige Tierhalterhaftpflicht beginnt bereits bei unter 100 Euro. Unabhängige Tests haben jedoch ergeben: Prämienunterschiede von bis zu 100 Prozent bei der Tierhalterhaftpflicht sind durchaus im Rahmen des Möglichen. Ähnliches gilt für Leistungsspektren der Versicherer.

    Die Grundlage für den Abschluss einer Tierhalterhaftpflicht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) eindeutig geregelt. Danach bestimmt § 833, Satz 1, Zitat: Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen. Und das kann für den Tierhalter richtig ins Geld gehen. Man stelle sich nur einmal vor, ein Hund würde sich von der Leine losreißen und bei Überquerung einer vielbefahrenen Straße eine Karambolage zwischen mehreren Autos mit einigen Verletzten verursachen. Ohne die Tierhalterhaftpflicht nähme das vorgestellte Szenario unter Umständen existenzbedrohende Ausmaße an, von weiteren juristischen Folgen ganz abgesehen. So haftet der nicht versicherte Tierhalter übrigens mit seinem gesamten Vermögen in unbegrenzter Höhe und zwar bis zu einer Dauer von 30 Jahren.

    Alleine aus diesem Beispiel erklärt es sich bereits nachhaltig, warum eine Tierhalterhaftpflicht eine entsprechende Deckungssumme aufweisen sollte. Experten raten hier zu einer Untergrenze von fünf Millionen Euro. Grundsätzlich versichern lassen sich aber nicht nur Hunde oder Pferde, auch für andere Haus- und Kleintiere, etwa Katzen, Nager, Reptilien oder gar Hamster halten einige Versicherungen eine Tierhalterhaftpflicht bereit. Wobei Schäden der letztgenannten Tierarten in aller Regel bereits von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sein sollten. Ergänzend zum BGB gelten in einigen Bundesländern zusätzliche Verordnungen und Vorschriften, Auskünfte dazu erteilen die verantwortlichen Ordnungsämter. Den verpflichtenden Versicherungsschutz – übrigens für sämtliche Hunderassen – schreiben dabei aktuell Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor.

    1. Grundlagen der Tierhalterhaftpflicht

    Wer eine Tierhalterhaftpflicht abschließt, sollte darauf achten, dass neben der eigenen Person auch die Familienmitglieder, Freunde, Verwandte oder Nachbarn, die gelegentlich auf das Tier aufpassen, zum Umfang der Tierhalterpflicht zählen. Lohnenswert und vernünftig ist jene Tierhalterhaftpflicht, die neben der Grundsicherung (Sach- und Personenschäden) nicht nur direkte Schäden abdecket, sondern auch die Kosten für Krankheit und/oder notwendige Operationen, Medikamente sowie Gerichts- und Prozesskosten. In die Tierhalterhaftpflicht integrieren lassen sich aber auch Vermögens- und Mietschäden. Beinhalten sollten sie idealerweise auch noch den s.g. Halterrechtsschutz, überlegenswert ist zudem die Vereinbarung über einen s.g. Selbstbehalt des Tierhalters, was einige Versicherungsgesellschaften mit verminderten Beiträgen honorieren. Außerdem sollte die gewählte Tierhalterhaftpflicht sowohl im In-, als auch im Ausland gültig sein.

    Vorsicht walten lassen sollte man bei Hunderassen, die unter die Kampfhundeverordnung fallen. In diesem Falle erhöhen sich zumeist die Tarifzahlungen und es gilt bei der Tierhalterhaftpflicht weitere Vorschriften der Versicherung zu beachten, zum Beispiel die Leinenpflicht oder das Tragen eines Maulkorbes. Über die Tierhalterhaftpflicht nicht mitversichert sind in aller Regel die eigenen Schäden, sofern sie vom Haustier selbst verursacht sind.

    2. Ergänzende Informationen zur Tierhalterhaftpflicht

    Durch einen Vergleich, hier bietet sich das Internet als Informationsquelle geradezu an, lassen sich weitere Vorteile bei den Leistungen der Versicherer finden. Will der Halter etwa mehrere Tiere der gleichen Gattung in der Tierhalterhaftpflicht versichern, könnte er durch geschicktes Verhandeln den ursprünglichen Beitrag u.U. mindern. Bei der Pferdehaftpflicht sollten durch Reit- oder Zugpferde verursachte Flurschäden übernommen werden, mancher Anbieter versichert sogar die Folgen eines ungewollten Deckaktes. Und last, not least lassen sich in diesem Bereich auch unentgeltliche Reitbeteiligungen, Teilnahmen an Reitturnieren oder Kutschfahrten mitversichern, soweit es sich nicht um Veranstaltungen handelt, bei denen es um die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit geht.

    3. Tierhalterhaftpflicht für Spinnen, Schlangen, Reptilien & Co.

    Bei Haustieren der besonderen Art üben sich die Versicherer in Zurückhaltung. Zu groß ist ihnen das Risiko bei der Haftpflicht, giftige Spinnen, Schlangen, das Krokodil oder einen Affen in die Tierhalterhaftpflicht aufzunehmen. Gleichwohl scheint die Zahl der Liebhaber exotischer Tiere stetig größer zu werden. Skorpione, Löwen, sogar Wölfe oder Leguane werden in heimischen Terrarien meist schlecht als recht gehalten. Tierschützer schlagen Alarm, in nur zehn Jahren hat sich der Import gefährlicher Tiere auf die stolze Zahl von rund 63.000 Exemplaren erhöht.

    Diese Tatsachen mögen einen Trend widerspiegeln, aber die Kommunen verstehen bei der Haltung keinen Spaß und pochen auf die Einhaltung der Erlaubnispflicht. Ein entsprechender Antrag des Halters ist daher unumgänglich. Auch Juristen und Richter müssen sich verstärkt mit der Thematik auseinandersetzen. „Stopp, so nicht“, urteilen die Paragrafen-Experten, beispielsweise bei der Schlangenhaltung und sprechen in den Begründungen u.a. von den emotionalen Vorbehalten der meisten Menschen gegenüber diesen Tieren.

    Versicherungsfachleute empfehlen dringend, die Anbieter der Tierhalterhaftpflicht über die Haltung exotischer Haustiere zu informieren. Das Einverständnis der Versicherer vorausgesetzt, ließe sich damit das Risiko der Schadensersatzpflicht gemäß BGB auf die Gesellschaft übertragen, um im Schadensfalle unter Umständen nicht den persönlichen Ruin zu provozieren, wenn etwa eine giftige Schlange oder die Vogelspinne aus dem Terrarium entweicht und zubeißt. Wie man die Meinungen der Teilnehmer in Internetforen beurteilt, mag jeder Tierhalter für sich bedenken. Die Versicherer aber sind grundsätzlich kulant, prüfen den Antrag auf eine Tierhalterhaftpflicht jedoch je Einzelfall. Mit einer Ablehnung oder einem Risikozuschlag müsse man aber stets rechnen, geben die Experten zu.

    4. Auch noch gut zu wissen

    In einigen Fällen gewähren die Versicherer bei der Tierhalterhaftpflicht Zusatzrabatte. Etwa wenn der Tierhalter den Nachweis führt, Mitglied eines Hunde- oder Reitvereins zu sein oder eine Hundeschule besucht zu haben.

    In der Tierhalterhaftpflicht nicht automatisch versichert sind Jungtiere, also Welpen oder Fohlen. Hierbei greift u.U. aber das Angebot des Versicherers, diese Tiere für einen begrenzten Zeitraum zu versichern, etwa über die Dauer, in der das Jungtier bei der Mutter verbleiben muss. Ansonsten gilt: Bei der Berechnung der Tarife entscheidet oft die Größe des Tieres, also das Stockmaß des Pferdes oder die Schulterhöhe des Hundes.

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