Tierversicherung

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Inhalt dieses Artikels

    Eine Tierversicherung hat durchaus Vorteile. Die Tiermedizin ist sehr weit fortgeschritten und Untersuchungs- und Operationsmethoden stehen der Humanmedizin kaum nach. Entsprechend teuer kann die Behandlung beim Tierarzt oder gar in der Tierklinik sein: Einige hundert Euro können schnell zusammenkommen – nach oben keine Grenzen gesetzt. Eine gute Tierversicherung ist hier fraglos von großem Nutzen. Aber Vorsicht: Die Preisunterschiede für dieselbe Leistung kann zwischen den verschiedenen Anbietern von Tierversicherungen sehr hoch sein. Überlegen Sie erst gründlich, welche Art der Tierversicherung speziell für Ihr Tier wirklich notwendig ist und nehmen sie sich Zeit, Angebote und Preise mehrerer Tierversicherungen zu vergleichen – das lohnt sich auf jeden Fall.

    1. Welche Arten der Tierversicherung gibt es?

    Bei den Tierversicherungen unterscheiden wir im Wesentlichen zwischen Haftpflicht- und Krankenversicherung. In manchen Fällen ist eine zusätzliche Tierversicherung gegen Unfall (z. B. bei wertvollen Pferden) empfehlenswert. Diese Tierversicherungen können einzeln oder kombiniert beim gleichen Versicherer abgeschlossen werden. Mehrere Tiere und/oder Risiken beim gleichen Anbieter zu versichern kann eine Menge Geld sparen. Über die Beitragshöhe der Tierversicherung entscheiden noch andere Faktoren, z. B. ob der Tierbesitzer das Tier gewerblich oder privat hält oder welches Gefahrenpotential von dem Tier ausgeht. Giftige Reptilien sind deutlich teurer in der Tierversicherung als kleine Katzen. Das Alter des Tieres spielt eine große Rolle bei der Beitragshöhe: je jünger das Tier versichert wird, um so geringer ist der Beitrag. Der Beitrag ist auch niedriger, wenn man eine Versicherung mit Eigenbeteiligung wählt. Eine Tierversicherung kann auch Besitzer von wertvollen Rassetieren, die vielleicht sogar zur Zucht eingesetzt werden, vor grossen, finanziellen Verlusten bewahren. Im folgenden ein kleiner Überblick über Tierversicherungen für unsere beliebtesten Haustiere.

    2. Tierversicherungen für den Hund

    Eine Haftpflichtversicherung ist hier unverzichtbar. Manche Hunderassen, die als gefährlicher eingestuft werden, sind allerdings teurer im Beitrag. Wie schnell kann es passieren, das auch ein wohlerzogener, friedlicher Hund kräftig zuschnappt, wenn er falsch behandelt wird oder glaubt, seinen Besitzer schützen zu müssen. Oder man passt einen winzigen Moment nicht auf und der Hund läuft auf die Straße und verursacht einen Autounfall. Davor kann man nie sicher sein – auf jeden Fall haftet der Halter für die verursachten Schäden seines Hundes. Das kann ohne Haftpflichtversicherung unbezahlbar werden.

    Eine Krankenversicherung für Hunde ist oft empfehlenswert. Diese Tierversicherung kann in verschiedenen Varianten abgeschlossen werden. Da gibt es einmal die Hunde-OP-Versicherung, die rein nur für Operationskosten aufkommt. Hier ist darauf zu achten, dass diese Versicherung wirklich alle Operationen bezahlt. Mit Operationen muss man nicht nur bei älteren, kranken Tieren rechnen, sie kann schnell nötig werden, wenn der Hund von einem Artgenossen gebissen wurde oder vor ein Auto gelaufen ist. Mit der richtigen Tierversicherung muss man in dieser ohnehin schwierigen Situation nicht auch noch eine große finanzielle Belastung tragen. Gegen entsprechend höheren Beitrag gibt es auch eine Rundum-Tierversicherung, die alle Kosten trägt, die durch die Krankheit des Hundes entstehen. Sie deckt auch Tierarztkosten ab, die nicht durch Operationen entstanden sind und zahlt obendrein noch für Heilmittel und Medikamente – der Hund kann also rundum krankenversichert werden. Viele Tierversicherungen bieten günstige Komplettpakete an, die alle Tierarzt-Leistungen inklusive Vorsorgeuntersuchungen enthalten.

    3. Tierversicherungen für die Katze

    Eine Haftpflichtversicherung für die Katze abzuschließen ist normalerweise unnötig, da von Katzen verursachte Schäden normalerweise durch die Haftpflichtversicherung des Besitzers abgedeckt werden. Man sollte seinen Versicherungsvertrag aber prüfen, damit man keine Überraschung erlebt und womöglich auf Kosten für zerkratzte Wände und Türen, die der Vermieter natürlich erstattet haben will, sitzen bleibt.

    Die vielfach angebotenen Katzen-Tierversicherungen sind hauptsächlich nur für Krankheitskosten der Katze da. Der Besitzer kann am besten einschätzen, was für seine Katze wirklich nötig ist. Auch hier hat er die Wahl zwischen reiner Operations-Versicherung (inklusive Vor- und Nachbehandlung) und Rundum-Krankenversicherungsschutz (beinhaltet freie Auswahl der Tierarztpraxis oder Tierklinik, Medikamente, Heilmittel, Röntgenbilder, Nachbehandlung, teilweise Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen, bei Bedarf auch Auslandsschutz im Krankheitsfall). Beachtet werden sollte unbedingt, dass Katzen mit Freigang einem höheren Verletzungs- und Unfallrisiko ausgesetzt sind, des weiteren im fortgeschrittenen Alter oft Zahnprobleme bekommen, die operativ behoben werden müssen. Hier ist eine Tierversicherung sehr sinnvoll.

    4. Tierversicherungen für das Pferd

    Eine Haftpflichtversicherung ist ein Muss für jeden Besitzer. Pferde sind Fluchttiere, wenn sie erschrecken, gibt es kein Halten mehr. Schnell ist ein Verkehrsunfall verursacht und Schäden von katastrophalem finanziellen Ausmaß sind die Folge. Teuer wird es auch bei Krankheit. Gerade beim Pferd gehört eine Krankenversicherung zu den unbedingt notwendigen Tierversicherungen, da die Behandlungskosten unberechenbar sind. Auch sind Pferde für einige ernsthafte Erkrankungen wie Koliken oder Hufprobleme anfällig. Wenn z. B. eine Operation nötig wird, kann das oft nicht einfach mal der Tierarzt erledigen, sondern der Aufenthalt in einer Pferdeklinik ist unumgänglich. Hier kann man sich mit der Pferde-OP-Versicherung vor übergroßen finanziellen Belastungen schützen, allerdings sollte man sich über den Umfang der Leistungen der verschiedenen Tierversicherungs-Anbieter genau informieren. Nicht jede OP-Versicherungen bezahlt Teilnarkosen, auch werden manchmal nur Kosten in begrenzter Höhe pro Versicherungsjahr übernommen. Manche Versicherungen setzen Obergrenzen pro Schadensfall – was darüber hinaus geht, muss der Pferdehalter selber tragen. Die Versicherung sollte auch keine allzu langen Wartezeiten (oft 3 bis 6 Monate oder noch mehr!) nach Abschluss des Vertrags beinhalten, da eine Kolik oder ein Unfall sich kaum daran hält. Manche Leistungen werden vom Versicherer ausgeschlossen, z. B. Transportkosten des Pferdes zum Tierarzt oder Verweildauer in der Tierklinik, auch Behandlung von Krankheiten, die bereits vor Vertragsabschluss bestanden. Auch über eine Selbstbeteiligung im Schadensfall sollte man sich Gedanken machen: oft liegt die Selbstbeteiligung pro Behandlung bei 150 bis 300 Euro (kann teuer werden, wenn das Pferd zu Koliken neigt), bei Operationskosten kann sie bis 20 Prozent betragen. Eine bei Abschluss der Tierversicherung getroffene Entscheidung über Selbstbeteiligung oder nicht kann meist nicht nachträglich vom Versicherten geändert werden.

    Zusätzlich zur reinen Tierversicherung gibt es für Betreiber des Pferdesports noch die Pferdeanhänger-Versicherung. Viele Besitzer transportieren ihre Pferde zu Veranstaltungen und Turnieren. Pferdeanhänger sind teuer und leicht Beschädigungen ausgesetzt – deshalb bieten etliche Anbieter von Tierversicherungen eine Vollkaskoversicherung für den Anhänger gleich mit an.

    Wenn man alle Risiken rund um das Pferd und eventuell noch eine Tierversicherung für andere Haustier beim gleichen Tierversicherungs-Anbieter abschließt, spart man einiges an Beiträgen und kann sorglos das Zusammensein mit dem Tier genießen.

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