Traktorversicherung

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    Wer in Deutschland mobil unterwegs ist, muß sein Fahrzeug versichern. Wenn es sich dabei um normale KfZ handelt, ist soweit auch alles klar – PKW, LKW, Bus, Mofa, Moped, Motorrad oder auch Trike – bei all diesen Zwei- oder Mehrrädern ist es nicht schwer, Anbieter eine Versicherung (Versicherungen) zu finden bzw. sich vorzustellen, wie man diese versichern kann. Schwieriger wird es bei anderen Fahrzeugen. Wer hat sich schon jemals ernsthaft darüber Gedanken gemacht, wie man beispielsweise einen Traktor versichern kann und ob es eine spezielle Traktorversicherung gibt?

    1. Jedem Fahrzeug seinen Schutz

    Wer einen Traktor besitzt, nutzt diesen fast immer landwirtschaftlich und benötigt eine dementsprechende Traktorversicherung. Aber auch Fans der schweren Maschinen der Landwirtschaft, die einen Traktor als Hobby besitzen und nur ab und an damit zu einer Ausstellung fahren, müssen dieses Gefährt richtig versichern. Hierfür bestehen spezielle Versicherungen.

    Wird der Traktor als Nutzfahrzeug verwendet, gibt es beim Abschluß einer Traktorversicherung einiges zu beachten. Viele Sparten dieser Versicherung ähneln der eines normalen PKW, aber es gibt gerade im Kasko- Bereich auch einige Unterschiede. Wer z.B. einen älteren Traktor fährt, der nicht über Front- oder Heckscheiben verfügt, kann bei einigen Vrsicherungen die Kasko- Versicherung ohne Schutz gegen Glasbruch abschließen, da dies zu versichern schlichtweg keinen Sinn machen sondern nur unnötig Geld kosten würde.

    Auch im Bereich der Traktorversicherung gibt es Schadenfreiheitsrabatte. Je länger der Traktor unfallfrei gefahren wird, desto günstiger wird die Versicherung. Allerdings ist die Staffelung des Rabattes viel kürzer als bei der normalen PKW- Versicherung. Dort benötigt man im Normalfall um die 25 Jahre unfallfreies Fahren, bis man in den Genuß kommt, sein Auto in der günstigsten Rabattklasse versichern zu können, beim Traktor reichen meist schon 3 Jahre aus. Die niedrigste Beitragsklasse liegt dabei für eine Traktorversicherung um die 40% des normalen Beitrags der Versicherung in der Haftpflicht; bei der Vollkaso – Versicherung sind es 55%. Allerdings kann ein Traktor keine schadenfreien Jahre aus der Versicherung eines PKW übernehmen, da der Traktor für die Versicherung in eine andere Gruppe eingestuft ist. Hier muß eine spezielle Traktorversicherung abgeschlossen werden. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich hier.

    Im Bereich der Traktorversicherung bieten einige Versicherungen spezielle Deckungskonzepte mit einigen Sonderleistungen für den Traktor an, so z.B. mit „Stückbeiträgen“. Hier erhält der Traktor keinen Schadenfreiheitsrabatt in der Traktorversicherung sondern kostet nach einem Unfall den gleichen Beitrag wie vorher. Allerdings kommt es auch zu keiner Höherstufung im Rahmen der Traktorversicherung. Auch können in dieser Versicherung nicht angemeldete landwirtschaftliche Anhänger mitversichert werden und erhalten von den versicherungen die volle Haftpflicht- Deckung im Rahmen der Traktorversicherung.

    2. Kosten der Traktorversicherung

    Die Kosten der Traktorversicherung hängen von der Stärke des Fahrzeuges ab, welches zu versichern ist. Je mehr PS der Traktor hat, desto höher wird der Beitrag in der Versicherung. Bei der Traktorversicherung spielt es hingegen überhaupt keine Rolle, welche jährliche Laufleistung der Traktor hat oder wie alt der Fahrer ist. Für die Kasko im Rahmen der Traktorversicherung gibt es allerdings Höchstgrenzen zu beachten. Ist der Traktor sehr teuer, müssen hier Zuschläge zur Versicherung gezahlt werden. Über einen Traktor Versicherungsvergleich können die passenden und günstigen Angebote ermittelt und direkt online abgeschlossen werden.

    Die Traktorversicherung ist relativ kompliziert, da einiges zu beachten ist, um einen Traktor richtig nach seinen Einsatzgebieten zu versichern. Viele Gesellschaften bieten auch eine Versicherung dieser Art an. Die im Versicherungsschutz integrierten Leistungen sind aber zum Teil sehr unterschiedlich, so dass ein Vergleich online oder direkt in jedem Fall lohnt, um ein maßgeschneidertes Angebot für eine individuelle Traktorversicherung zu erhalten.

    Für die Zulassung des versicherten landwirtschsftlichen Nutzfahrzeuges können dann sogenannte „grüne“ Kennzeichen von den Versicherungen beantragt werden, die von der Zahlung der Steuer befreien. Hierfür verlangen manche Gesellschaften aber einen Nachweis, dass der Versicherungsnehmer über eine entsprechend große Nutzfläche zur Bearbeitung verfügt.

    3. Private Nutzung - Keine Traktorversicherung

    Es gibt immer mehr Liebhaber alter Maschinen, die sich einen Traktor anschaffen, liebevoll aufbauen und pflegen und diesen dann nur im privaten Bereich nutzen und zu Ausstellungen fahren. Zu den klassischen Traktoren, die Liebhaberherzen höher schlagen lassen und für die sich eine Oldtimerversicherung eignet, gehören z.B. Fendt, Schlüter, Deutz oder auch Porsche.

    Hier ist eine Traktorversicherung natürlich nicht die richtige Lösung. Meist erfüllen diese Fahrzeuge die Voraussetzungen, um statt in einer Traktorversicherung in einer Oldtimerversicherung unterzukommen. Die wichtigste Grundlage hierfür ist, dass der Traktor mindestens 30 Jahre alt ist. Bei manchen Gesellschaften genügt auch ein Alter von 20 Jahren. Außerhalb seiner Nutzung muß er in einer abschließbaren Garage (Einzel-, Sammel- oder Tiefagarage), Halle oder Scheune untergestellt werden können. Die jährliche Laufleistung des Traktors darf nicht mehr als 8.000 Kilometer, im Ausnahmefall bis zu 10.000 Kilometer, betragen.
    Der Versicherungsnehmer und alle weiteren Fahrer müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied zur Traktorversicherung, bei der das Alter des Fahrers keine Rolle spielt.

    Weiterhin muß der Traktor auf den Versicherungsnehmer zugelassen sein und darf ausschließlich privat genutzt werden. Außerdem darf der Oldtimer nicht seiner ursprünglichen Nutzung unterliegen, also bei einem Traktor ist eine Nutzung zu land- und forstwirtschaftlichen Zwecken nicht gestattet; auch nicht gelegentlich, z.B. zu Vorführ- oder Demonstrationszwecken. Eine zusätzliche Voraussetzung für den Abschluß einer Oldtimerversicherung ist, dass auf den Besitzer des Traktors oder dessen Ehe- bzw. Lebenspartner ein weiteres Fahrzeug zur privaten Nutzung zugelassen ist. Dies darf auch ein privat genutzter Firmen- PKW sein.
    Außerdem muß der Traktor überwiegend gut erhalten sein und sich im Originalzustand befinden.

    Für die Zulassung eines Oldtimer- Traktors gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese kann mit einem Saisonkennzeichen, einem roten Kennzeichen oder einem Oldtimerkennzeichen erfolgen.

    Es ist nicht ganz einfach, einen Traktor richtig zu versichern, aber wenn klar ist, wie dieser genutzt werden soll, läßt sich mit guter Beratung auch für diese Gefährte die passende Versicherung finden.

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