Vereinshaftpflicht

Vereinshaftpflicht Versicherung auf besttarif.org!

Inhalt dieses Artikels

    Wer glaubt, dass er in einem Verein dergestalt gesichert ist, dass jedes Mitglied, jeder Besucher und man selbst über eine Privathaftpflichtversicherung verfügt, der irrt. Denn in dem Moment, in dem man für einen Verein tätig wird, ist man keine Privatperson mehr, sondern Teil des Gebildes Verein. In diesem Moment greift die Vereinshaftpflicht. Deshalb gilt: wer einen Verein gründet oder sich einem solchen anschließen möchte, sollte darüber informiert sein, wer für Schäden haftet, die während einer Veranstaltung zugefügt werden oder die man, während man für den Verein tätig ist, verursacht hat. Außerdem ist es wichtig zu wissen, wie es mit der Vereinshaftpflicht aussieht, die aus der Abwicklung von Rechtsgeschäften entstehen können. Auch und gerade, wenn die eigenen Kinder sich einem Verein anschließen möchten, sollte man als Eltern wissen, wie es mit der Vereinshaftpflicht bestellt ist. Diese Schäden können so vielfältig sein, wie das Leben selbst. Dementsprechend ist es gut zu wissen, ob besagter Verein eine Versicherung für Vereinshaftpflicht abgeschlossen hat.

    1. Für Vorstandsmitglieder wichtig

    Wer als führendes Vorstandsmitglied für einen Verein tätig ist, steckt, sobald dieser beim Amtsgericht eingetragen ist, in der Vereinshaftpflicht. In den Satzungen steht: „Der Vorstand vertritt den Verein nach innen und nach außen.“ Ab diesem Moment ist der Verein als Gebilde die natürliche Person, nicht mehr das Einzelmitglied für sich. Die beim Gericht eingetragenen Personen handeln im Sinne ihres Postens und nicht mehr privat, solange sie für den Verein eine Aufgabe erfüllen.Alle Tätigkeiten fallen unter die Vereinshaftpflicht. Meistens handelt es sich hierbei um den 1. Vorsitzenden, den 2. Vorsitzenden und den Kassenwart. Jene sind in der Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass die Geschäfte ordnungsgemäß durchgeführt werden. Dazu gehört auch die Anmeldung der Steuer oder das Eintreiben von Schadensersatzansprüchen gegenüber Dritten. Ebenso das rechtzeitige informieren der Mitglieder in besonderen Fällen, sowie die Anmeldung der Insolvenz, sollte der Verein seine Rechnungen nicht mehr bestreiten können. Eine Versicherung für Vereinshaftpflicht deckt Schäden, die aus solchen Vorfällen enstehen nur dann, wenn der Vorstand hier korrekt gehandelt hat. Wurde von einem Vorstandsmitglied ein Straftat begangen, haftet dieses mit seinem Privatvermögen. Schon aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Verein, dem beigetreten werden soll, über eine Vereinshaftpflicht mit ausreichender Deckung verfügt.

    Wurde vom Vorstand eine Veranstaltung beschlossen oder die Teilnahme an Ligaspielen, werden die Personen, die oben genannte Ämter inne haben, für alle Missgeschicke haftbar gemacht, die geschehen können. Auch deshalb ist es für Vereine und deren Vorstände wichtig, sich über eine passende Vereinshaftpflicht zu informieren. Die Privathaftpflicht greift nämlich nur, wenn das Vorstandsmitglied nicht in Ausübung seines Amtes direkt am Schadensfall beteiligt ist. Wenn also, zum Beispiel, dem 1. Vorsitzenden die Kabeltrommel aus der Hand fällt, nachdem er noch seinen privaten Einkauf absolviert hat und just in dem Moment ein Kind auf seinem Skateboard darüber stürzt. In dem Fall, dass sich der 1. Vorsitzende schon in einer Turnhalle oder auf einem Veranstaltungsgelände befindet, wo er auf der Suche nach einer Steckdose die Kabeltrommel einfach abgestellt hat und ein anderer darüber stolpert, übt das Vorstandsmitglied sein Amt aus und die Vereinshaftpflicht greift. Von da an würde die Vereinshaftpflicht Versicherung einspringen, sofern der Vorsitzende die Trommel nicht mutwillig dem anderen vor die Füße geworfen hat, damit jener darüber fällt … Wie bei allen anderen Versicherungen gilt auch hier: eine Vereinshaftpflicht deckt grobe Fahrlässigkeit nicht ab. Auch ansonsten hat ein Vorstand die Qual der Wahl. Je nachdem, in welcher Sparte sich der Verein nützlich macht, sollte die Vereinshaftpflicht auf die Bedürfnisse zugeschnitten sein.

    2. Unterschiedliche Vereinhaftpficht für unterschiedliche Vereine

    So ist es für den „Kunst- und Kulturverein“ in Kleinkleckersdorf nicht von Nöten eine Vereinshaftpflicht abzuschließen, die Personenschäden bis zu 5 Millionen Euro abdeckt. Es sei denn, auf einer Ausstellung will ein Bildhauer seine Kunst vorführen. Rutscht dieser mit seinem Meißel ab, welcher einem interessierten Zuschauer ins Auge sticht, kann das teuer werden. Geht es jedoch um Ausstellungen, in denen die Bilder und Skulpturen nur zu bewundern sind, der ein oder andere Autor aus seinem Werk vorträgt, unterstützt von einem Flötenspieler, kann eine geringere Summe für Personenschäden bei der Vereinshaftpflicht gewählt werden. Anders herum, sollte sich ein Dartverein mit seiner Jugendmannschaft an Ligaspielen beteiligen und dafür Sorge tragen, dass die Jugendlichen viele Turniere besuchen können, sollte sichergestellt sein, dass der Verband, der den Ligaspielbetrieb ausrichtet, in seiner Vereinshaftpflicht eine hohe Versicherungssumme für Sach- und Personenschäden ausweisen kann. Darts ist kein ungefährlicher Sport und gerade Jugendliche sind nicht immer berechenbar. Außerdem müssen zu Ligaspielen oft weite Strecken absolviert werden. Der Verein, in dem die Jugendlichen Mitglied sind, sollte zusätzlich über eine Vereinshaftpflicht verfügen, um die Risiken, die beim Training, bei der Veranstaltung eines eigenen Turnieres oder Werbeveranstaltungen deckeln zu können.

    3. Was für alle Vereine gilt

    Neben der Tatsache, dass ein Vereinsmitglied einem Außenstehenden einen Schaden zufügen kann, während es für den Verein tätig ist, können auch vereinsintern Schäden auftreten. Jeder Verein hat in seiner Satzung diverse Veranstaltungen vermerkt, die ausschließlich den Mitgliedern bestimmt sind. Hierzu zählen Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, Weihnachtsfeiern, bei Sportvereinen Vereinsmeisterschaften. Auch bei diesen Veranstaltungen kann es zu Sach und / oder Personenschäden kommen. Eine Vereinhaftpflicht deckt sogar vorrangig solche Fälle ab. Je nachdem, wie viele Mitglieder der jeweilige Verein hat und welcher Zweck in seiner Satzung vermerkt ist, staffeln sich die Beiträge für eine Vereinshaftpflicht. So zahlt ein Kulturverein mit nur 15 Mitgliedern ungefähr 100 Euro für eine Vereinshaftpflicht, während ein Fußballverein mit 50 Mitgliedern mit einem Beitrag von 140 Euro rechnen kann. Gedeckt sind bei einer Vereinshaftpflicht alle, dem Vereinszweck entsprechenden, Veranstaltungen, sowie Gebäude und Räumlichkeiten, die ausschließlich dem Vereinszweck dienen. Ebenso ist die Haftpflicht des Vorstandes und die von ihm beauftragten Personen über eine Vereinshaftpflicht gedeckt. Hier immer darauf achten, dass diese Beauftragung schriftlich festgehalten wurde! Weiterhin deckt die Vereinshaftpflicht die Basisrisiken einer Umweltverschmutzung mit ab. Unterschiedliche Anbieter verlangen unterschiedliche Beiträge für ihre Vereinshaftpflicht. Außerdem gilt es, alle weiteren Risiken von Versicherung zu Versicherung zu überprüfen. Angeboten wird eine Vereinshaftpflicht von beinahe jeder Versicherungsgesellschaft. Da gilt es, sich durch einen Berg Papier und Kleingedrucktes zu arbeiten. Wer Anbieter, Tarife und Preise vergleichen möchte, findet im Internet unter www.besttarif.org einen guten Vergleichsrechner.

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