Private Arbeitslosenversicherung

Schaden durch Entkalkungsanlage

Inhalt dieses Artikels

    Vor Abschluss einer privaten Arbeitslosenversicherung ist es sinnvoll, sich zunächst mit dem Grundgedanken vertraut zu machen. Im Falle der betriebsbedingten Arbeitslosigkeit muss der Betroffene monatlich mit Mindereinnahmen planen, da das staatliche Arbeitslosengeld lediglich 60 % des letzten Nettolohns ausmacht. Bereits diese Differenz zeigt, dass mit der Arbeitslosigkeit zugleich finanzielle Schwierigkeiten einhergehen. Immerhin müssen monatlich rund 40 % der allgemeinen Kosten eingespart werden, um die eigene Existenz zu sichern. Dramatischer zeigt sich die Situation, wenn der Betroffene nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, sondern lediglich mit Hartz IV unterstützt wird. Insoweit sind in dieser Situation die gewohnten finanziellen Freiheiten gänzlich abgeschnitten. Mit einer privaten Arbeitslosenversicherung können Versicherungsnehmer dem Ernstfall vorbeugen, um wirtschaftlich zu bleiben. Je nach Versicherungsvertrag werden dem Versicherten über die private Arbeitslosenversicherung bis zu 1.000,00 € monatlich ausgezahlt.

    1. Die private Arbeitslosenversicherung gegen staatliche Kürzungen:

    Wenn die betriebsbedingte Kündigung droht, muss der Betroffene sein Leben neu strukturieren. Vor allem in zunehmendem Alter ist es schwierig, eine Anschlussbeschäftigung zu finden. Das Sozialstaatsprinzip kennt diese Unterschiede in der Altersstruktur jedoch nicht, und behandelt Arbeitslose nahezu identisch. Da der Staat jedoch zu permanenten Einsparungen gezwungen ist, werden auch die staatlichen Hilfsleistungen regelmäßig gekürzt. Dadurch verschlechtert sich die Ausgangssituation zunehmend. Dies ist aus objektiver Sicht bedenklich, da der Betroffene bei einer betrieblichen Kündigung keinerlei Mitverschulden zu verantworten hat. Dennoch muss er in Zukunft mit den Konsequenzen überleben. Doch auch jüngere Arbeitnehmer müssen in der Regel zumindest eine Übergangszeit überstehen. Laufende Kosten, beispielsweise Mietzahlungen oder die Monatsrate für das eigene Auto, müssen jedoch weiterhin befriedigt werden. Hat der Arbeitslose ferner auch Kreditverpflichtungen zu tilgen, kann die Situation zu einer regelrechten Existenzgefährdung beitragen. Finanzielle Sorgen tragen jedoch nicht dazu bei, dass rationale Lösungen gefunden werden. Sinn und Zweck einer privaten Altersversicherung ist es daher, den Betroffenen finanziell zu entlasten, damit dieser seine Kraft dort einsetzen kann, wo sie am meisten gebraucht wird, nämlich bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Somit sind auch staatliche Kürzungen, die möglicherweise kritisch zu betrachten sein können, finanziell zu kompensieren.

    2. Die Vorteile einer privaten Arbeitslosenversicherung:

    Zugegeben, auf den ersten Blick wirken Versicherungen wie ein unkontrollierbares Gebilde von Vorschriften. Aufgrund der Konkurrenzsituation auf dem Versicherungsmarkt haben es sogar Spezialisten mitunter schwer, den Überblick über die unterschiedlichen Tarife und Sparten zu behalten. Dies mag auch der Grund sein, warum bislang vergleichsweise wenige Menschen eine private Arbeitslosenversicherung abgeschlossen haben. Zwar teilen die meisten Erwerbstätigen die Sorge, den eigenen Arbeitsplatz möglicherweise nicht bis zum Rentenalter behalten zu können, die Vorteile der privaten Arbeitslosenversicherung haben sie jedoch bislang häufig außer Acht gelassen. Der Versicherungsschutz zählt jedoch zu den wichtigsten Zusatzversicherungen, die vom Bürger abgeschlossen werden können. Durch die private Arbeitslosenversicherung wird schlichtweg die eigene und auch die Existenz der Familie erhalten. Aufgrund der weitreichenden Vorteile, sollten sich daher Arbeitnehmer, Freiberufler und auch Selbstständige durchaus mit den unterschiedlichen Tarifen beschäftigen.

    3. a. Die Finanzielle Sicherheit:

    Insbesondere bei schwierigen Lebensabschnitten ist es wichtig, dass Betroffene ihren Blick auf das Wesentliche konzentrieren können. Mit einer privaten Arbeitslosenversicherung können Bürger den sozialen Abstieg, den die Arbeitslosigkeit regelmäßig mit sich bringt, weitestgehend abmildern. Bei längerer Erwerbslosigkeit wird es zunehmend schwieriger, den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Damit geht häufig der Verlust der eigenen Lebensfreude einher. Betroffene finden keinen Ausweg, da sie sich von den Sorgen regelrecht erdrückt fühlen. Die private Arbeitslosenversicherung bietet ein selbstständiges Standbein, das die Lücke schließen soll, die zwischen dem letzten Nettolohn und dem nunmehr bezogenen Arbeitslosengeld bzw. Hartz IV entsteht. Durch die finanzielle Absicherung schöpfen Versicherungsnehmer neuen Mut, und sie nehmen selbstbewusst und ohne Druck an eventuellen Vorstellungsgesprächen teil. Vor allem Menschen, deren Einkommen eine ganze Familie ernähren muss, sind auf einen gewissen Lebensstandard angewiesen. Die Verluste, die durch die Lohndifferenz entstehen, sind ohne Versicherungsschutz kaum zu amortisieren. Nicht selten verlieren Betroffene Haus und Hof, wobei sie auch eine psychische Talfahrt hinnehmen müssen. Die private Arbeitslosenversicherung beugt diesem Szenario vor, so dass die Familie abgesichert wird.

    4. b. Den Lebensstandard erhalten:

    Der Mensch definiert sich im Allgemeinen auch bei seiner Arbeit. Arbeitslose beschreiben häufig ein Gefühl der Minderwertigkeit. Dieses Gefühl verstärkt sich, wenn der aufgebaute Lebensstandard durch finanzielle Rückschläge stückweise abgetragen werden muss. Es ist möglicherweise nicht nur das Eigenheim oder die Mietwohnung, die aufgegeben werden müssen. Vielmehr sind auch alltägliche Konsumgüter, wie Kleidung und Nahrung, betroffen. An einer kulturellen oder sportlichen Teilhabe ist ohne eine private Arbeitslosenversicherung nicht mehr zu denken. Das Geld muss intern umverteilt werden, um jeden Monat aufs Neue zu überstehen. Die Folge ist nicht nur ein verminderter Standard, sondern oftmals auch eine soziale Isolation, die dadurch entsteht, dass der Betroffene an bislang gewohnten Unternehmungen nicht mehr teilhaben kann. Die private Arbeitslosenversicherung schützt folglich nicht nur die finanzielle Existenz, sondern erhält darüber hinaus auch den persönlichen Lebensstandard aufrecht. Dadurch wird auch der soziale Abstieg regelmäßig vermieden, da die Umwelt aufgrund der monatlichen Zahlungen über die Arbeitslosigkeit hinweggetäuscht wird. Insbesondere ein sozialer Abstieg ist nicht zu unterschätzen, da er das Selbstbewusstsein des Betroffenen in der Regel so deutlich schmälert, dass ein Neuanfang immer unwahrscheinlicher wird. Die private Arbeitslosenversicherung bietet daher deutlich bessere Chancen, dem Leben eine neue Struktur zu schenken.

    5. Den Abschluss einer privaten Arbeitslosenversicherung wagen:

    Die Vorteile zeigen, dass der Abschluss einer privaten Arbeitslosenversicherung sinnvoll und zunehmend auch notwendig ist. Bei der Wahl des idealen Versicherers sollte die persönliche Absicherung im Vordergrund stehen. Es entspricht dem Wesen der Versicherungswelt, dass der Versicherungsvertrag einerseits Leistungen bietet, andererseits mit monatlichen Beiträgen gegenfinanziert wird. Dabei ist abzuwägen, welche Versicherungssumme der Versicherungsnehmer im Bedarfsfall pro Monat erhalten möchte. Daran orientiert sich letztendlich der zu zahlende Versicherungsbeitrag. Bei der Wahl einer privaten Arbeitslosenversicherung sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Es geht tatsächlich darum, die Existenz im Fall der Arbeitslosigkeit zu sichern. Insofern sollte eine ausreichende Leistung vereinbart werden. Vor Abschluss der privaten Arbeitslosenversicherung sollten Interessenten daher ausrechnen, welche Beträge ihnen im Fall der Arbeitslosigkeit zur Verfügung stehen würden. Sodann sollte die Differenz zum aktuellen Nettogehalt gebildet werden. Die private Arbeitslosenversicherung sollte die berechnete Lücke zumindest annähernd kompensieren. Darüber hinaus kann es sich anbieten, eine private Arbeitslosenversicherung mit vergleichsweise kurzer Wartezeit zu wählen. Die Versicherungsgesellschaften sichern sich selbst vor dem Risiko ab, dass ein Versicherungsnehmer bereits nach kurzer Zeit Zahlungen in Anspruch nimmt, obgleich er zu diesem Zeitpunkt geringere Versicherungsbeiträge geleistet hat. Daher empfiehlt es sich von vornherein, die private Arbeitslosenversicherung frühzeitig abzuschließen, da die regelmäßige Wartezeit bei mindestens zwei Jahren liegt. Die Schwierigkeit liegt darin, dass kaum ein Arbeitnehmer seine persönliche Situation über mehrere Jahre planen kann. Mitunter kann es sich somit anbieten, kürzere Wartezeiten zu vereinbaren, was jedoch regelmäßig zu erhöhten Beiträgen führen wird. Während junge und ungebundene Menschen wahrscheinlich mit einer Wartezeit von zwei Jahren gut beraten sind, sollten ältere Arbeitnehmer, die zudem eine Familie versorgen müssen, kürzere Zeiten überdenken.

    6. Die private Arbeitslosenversicherung für Freiberufler und Selbständige:

    Seit dem Jahr 2006 haben Freiberufler und Selbstständige die Möglichkeit, in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung einzuzahlen. Diese Berufsgruppen zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass der Zugang zu klassischen Sozialversicherungssystemen schwieriger ist, so dass für die finanzielle Absicherung generell keine Verpflichtungen bestehen. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass im Falle der Arbeitslosigkeit auch keine Leistungen in Anspruch genommen werden können. Aufgrund der zum Teil eng gefassten Gesetze, müssen Freiberufler und auch Selbstständige größere Hürden als Arbeitnehmer überwinden, um gesetzliche Angebote nutzen zu können. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese Berufsgruppen direkt auf private Versicherer zurückgreifen. Dementsprechend sind sie gegenüber der privaten Arbeitslosenversicherung offen eingestellt. Bei erfolgreichen Unternehmen ist diese Überlegung schon deswegen sinnvoll, weil die Differenz zwischen dem aktuellen Nettolohn und dem zu erwartenden Arbeitslosengeld teilweise sehr üppig sein kann. Erfolgreiche Unternehmer bauen sich im Laufe der Zeit einen gewissen Lebensstandard auf, den sie im Falle der Erwerbslosigkeit nicht missen möchten. Doch auch Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich selbständig zu machen, profitieren von einer privaten Arbeitslosenversicherung. Diese kompensiert finanzielle Risiken, die durch den Schritt in die freie Wirtschaft entstehen können. Viele Menschen finden schlichtweg nicht den Mut, einer selbständigen Tätigkeit nachzugehen, da sie im Falle des Scheiterns keinen finanziellen Ausgleich sehen. Mit einer privaten Arbeitslosenversicherung wird das eigentliche Risiko, mit dem Freiberufler und Selbständige tagtäglich umgehen müssen, zwar nicht minimiert, aber die möglichen Folgen bei Arbeitslosigkeit kompensiert. Daher ist die private Arbeitslosenversicherung auch für diese Berufsgruppen ein unerlässlicher Schutz, um den individuellen Lebenstraum von vornherein zu schützen.

    © Gina Sanders – Fotolia.com