Schiffsversicherung

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    Um mit einem fahrbaren Untersatz auf Deutschlands Straßen unterwegs sein zu dürfen, muss ein Auto oder Motorrad nicht nur zugelassen sein, sondern auch eine Haftpflichtversicherung vorweisen können. Wie sieht es jedoch mit Fahrzeugen zu Wasser aus? Braucht der Steuermann eines Schiffes etwas Ähnliches? Reicht eine Wassersportversicherung? Gerade zu Wasser kommen Gefahren auf die Schiffsbesitzer zu, die vor allem Neueigentümer gern unterschätzen. Was Kapitäne & Co mit einem eigenen Boot rechtlich beachten müssen und auf welche Unterschiede sie ein Auge haben sollten, wird in den folgenden Zeilen beantwortet.

    1. Warum eine Schiffsversicherung?

    Eine Schiffsversicherung (auch Bootsversicherung oder Haftpflicht für Boote genannt) ist derzeit gesetzlich noch nicht vorgeschrieben. Um in Deutschland also ein Schiff zu Wasser lassen zu können, muss diese nicht zwingend abgeschlossen werden. Ratsam ist der Besitz einer solchen jedoch trotzdem. Zum einen schützt sie im Schadensfall und zum anderen wird in einigen Ländern der Europäischen Union eine Schiffsversicherung vorgeschrieben. Wer also nicht nur in Deutschland in See stechen will, muss einen entsprechenden Nachweis mit sich führen, um die Gewässer von unter anderem Kroatien, Spanien und Italien befahren zu dürfen – beliebte Urlaubsziele im Sommer. Abgesehen von der gesetzlichen Pflicht beruhigt eine Schiffsversicherung den stolzen Besitzer des Bootes. Denn auch zu Wasser können verschiedene Unglücke passieren: Ein falsches Manöver im Hafen und schon hat das Nachbarboot tiefe Kratzer. Naturgewalten treten oft unvorhergesehen auf – heftige Stürme vernichten nicht allzu selten ganze Flotten. Jeder Bootsführer weiß um das Problem des Aufsetzens auf Grund und es verletzen sich sogar so manche Personen auf ihrem Schiff durch unglückliche Missgeschicke. Ebenso sind oft Wertgegenstände oder hochwertige Elektronik auf einem Schiff untergebracht. Eine Schiffsversicherung ist aus diesen Gründen selten die falsche Entscheidung. Hinsichtlich des meist geringen Preises und der möglichen Schadenssummen ist die Wahl meist keine Qual. Entgegen der weitverbreiteten Meinung greift hier eine Privathaftpflicht nicht. Diese haftet in manchen Fällen für Tret- oder Ruderboote – eben für Wasserfahrzeuge ohne Motor und Segel, aber nicht für das neue Juwel des stolzen Jachtbesitzers.

    2. Welche Schiffsversicherung für welche Zwecke?

    Wer nicht mit eigener Muskelkraft, sondern regelmäßig mit einem kleineren Motor- oder Segelboot, einem größeren Schiff oder sogar mit der Luxusjacht unterwegs ist, sollte daher eine Schiffsversicherung abschließen. Auf den Markt sind inzwischen zahlreiche Anbieter und verschiedene Modelle. Die Angebote der Schiffsversicherungen richten nach verschiedenen Kriterien und Versicherungszwecken. Sind die Skipper? Mieten Sie nur regelmäßig für den Urlaub ein Boot ohne dauerhaft ein eigenes zu besitzen? Dann ist die Skipperhaftpflicht die Richtige. Diese wird schon verschiedenen Gesellschaften bis zu sechs Wochen pro Jahr angeboten. Die Größe von Boot oder Jacht spielt dabei keine Rolle.

    Gegen Schäden, die mit einem Segel- oder Motorboot verursacht werden, kann sich mit der Bootshaftpflicht abgesichert werden. Eine Kaskoversicherung übernimmt die Versicherung von Inventar, Ausrüstung, Maschinenanlage, Beiboot und Zubehör. Abgesichert sind Verluste (durch Diebstahl) und Beschädigung (durch Blitz, Brand und Explosion). Kaskoversicherungen gibt es als Teil- oder Vollkaskoangebote. Achtung Wintermonate: Ist der Hallenbrand mit aufgeführt, in dem das Boot außerhalb der Saison untergebracht ist? Der Nachteil dieser Kaskoversicherungen ist oft, dass nur die exakt aufgeschriebenen Ursachen versichert sind. Wer sich gegen alles absichern möchte, sollte die Allgefahren-Versicherung wählen.

    Bei einer Schiffsversicherung zählt jedoch nicht nur das Materielle. Auch der Faktor Mensch sollte beachtet werden. Wer die Insassen absichern möchte, kann eine Jachtinsassenunfallversicherung abschließen. Diese sichert die Insassen finanziell im Invaliditäts- oder Todesfall ab. Auch Rechtsschutzangebote gibt es unter den Schiffsversicherungen. Für die gewerbliche Schifffahrt gibt es weitere Modelle: Hier kommen zum Beispiel technische Schiffsversicherungen, Verdienstausfall- und Containerversicherung dazu. Auch Kriegsversicherung, eine Versicherung gegen Piraterie, eine Charter-Haftpflichtversicherung, die Versicherung von Waren, eine Werftversicherung oder andere Spezialprodukte für die Schifffahrt können hier Teil der Schiffsversicherung sein. Allgemein gilt bei der Schiffsversicherung: Vor der großen Fahrt auf das Meer sollte mit einem kompetenten Partner das richtige Paket geschnürt werden. Schiffsversicherungen bietet unter anderem die Allianz, die Gothaer Versicherung, die ADAC-Versicherung und die AXA-Versicherung an.

    3. Wovon hängen Preis und Prämie ab?

    Wie bei allen Versicherungen gibt es auch enorme Preisunterschiede bei der Schiffsversicherung. Ein Vergleich lohnt sich hier immer – jeder Anbieter bietet andere Prämien. Die unterschiedlichen Preise hängen ebenfalls von den verschiedenen Faktoren ab, die innerhalb der Schiffsversicherung gewählt werden. So sind die Merkmale des Bootes von Bedeutung: Alter, Wiederbeschaffungswert, Motorleistung bei Motorbooten und die Fläche bei Segelbooten sind ausschlaggebend für die Höhe der Prämie. Auch die Deckungssumme der Schiffsversicherung verändert den Preis – hier gibt es je nach Gesellschaft die Abdeckung bis zu drei, fünf, sechs oder sogar 15 Millionen Euro.

    Die Bootsfahrt selbst ist auch nicht unwichtig. Kapitäns, die nur zu Erholungszwecken in See stechen, haben ein anderes Risiko als regelmäßige Teilnehmer an Regatten. Die Regionen entscheiden zudem: Wer nur in den hiesigen Gewässern unterwegs ist, braucht keine internationale Schiffsversicherung. Weltweiten Schutz ist jedoch für den Globetrotter zu Wasser ratsam. Zwischenlösungen sind beispielsweise auch zeitlich begrenzte Zusatzversicherungen für bestimmte Regionen. Seit Jahren unfallfrei? Wie auch im Straßenverkehr können schadenfreie Zeiten die Prämienhöhe der Schiffsversicherung beeinflussen. Die Zeiträume sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Die Versicherungsprämie hängt ebenso von der Selbstbeteiligung ab. Sollen persönliche Wertgegenstände in die Schiffsversicherung aufgenommen werden, verändert das ebenfalls den Preis.

    4. Schiffsversicherung: Auf den Vergleich kommt es an

    Wie die vorherigen Zeilen zeigen, ist eine Schiffsversicherung nicht gleich einer Schiffsversicherung. Wer also sein Boot optimal absichern will, sollte gewissenhaft vergleichen und mehr als einen Blick in die Leistungskataloge der Versicherungen riskieren. Am besten führen Bootsbesitzer einen Vergleich online durch, um die optimale Absicherung für ihr Wasserjuwel zusammenstellen zu können. Im Gegensatz zum Berater kann hier unkompliziert und schnell die gewünschte Schiffsversicherung gefunden werden. Besonders empfehlenswert ist diese Methode, wenn ein kleines Boot versichert werden soll – da hier oft nur kleine Summen inbegriffen sind. Auch kommt es auf die Angebote und den Umgang im Schadensfall an. Wer international mit dem Schiff unterwegs ist, sollte im Unglücksfall zum Beispiel auf eine Hotline 7 Tage die Woche, 24 Stunden rund um die Uhr und auch an Feiertagen zurückgreifen können. Mehrsprachige Mitarbeiter, Internationalität und schnelles Reaktionsvermögen sind dann von Wichtigkeit. Auch auf solche Kriterien sollte bei der Auswahl des Anbieters eine Schiffsversicherung geachtet werden.

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