Wohnwagenversicherung

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    Grenzenlose Freiheit – das verbinden viele Fans von Wohnmobilen mit ihrem Heim auf vier Rädern. Schließlich lässt sich auf keine andere Weise so komfortabel und gleichzeitig flexibel über Land fahren, wie mit einem voll ausgestatteten Wohnwagen. Doch diese Freiheit sollte abgesichert werden, um im Fall der Fälle gewappnet zu sein. Denn bei Zusammenstößen mit Wohnwagen entstehen schnell hohe Sachschäden – und auch gegen Risiken wie Diebstahl oder einen Brand im Inneren des Wagens sollte man sich versichern. Mit einer Wohnmobilversicherung – beziehungsweise Wohnwagenversicherung – lassen sich sowohl potenzielle Unfallschäden absichern, wie auch Beschädigungen durch Naturgewalten, Zusammenstöße mit Tieren oder Diebstahl.

    1. Bedeutung einer Wohnwagenversicherung

    Eine Versicherung für das Wohnmobil sorgt dafür, dieses überhaupt im Straßenverkehr bewegen zu dürfen: Denn ähnlich wie beim PKW oder Motorrad, darf auch ein Wohnwagen nur mit gültiger Haftpflichtversicherung im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Die Haftpflichtversicherung für ein solches Gefährt ist also ein Muss, es handelt sich um eine Pflichtversicherung. Optional hingegen ist es, eine Kaskoversicherung für das Wohnmobil abzuschließen. Diese deckt – wie beim PKW auch – sämtliche Beschädigungen ab, die am Wohnwagen selbst bei Unfällen, Brand, Diebstahl oder Unwetter entstehen. Und da beim Wohnwagen viel mehr Risikopunkte und Gefahrenstellen bestehen, als beim PKW, sollten Wohnmobilbesitzer diese Option unbedingt nutzen.

    Denn allein durch die Art und Weise der Nutzung und die im Wohnmobil oder Caravan enthaltenen Einrichtungen entstehen sehr viele Gefahrenquellen. So bieten die meisten Wohnwagen inzwischen recht umfangreiche Küchenecken. Doch wo gebacken und gekocht werden kann, kann es auch leicht zu Bränden kommen. Darüber hinaus stehen Wohnwagen auch oft in der Nähe von typischen Gefahrenquellen wie beispielsweise Grills. Außerdem ist die Gefahr von Diebstahl, Raub oder Vandalismus im Vergleich zu normalen PKWs recht hoch, denn in Caravans werden – oft zu Recht – Wertgegenstände und hochwertige Heimelektronik vermutet, was diese Wagen besonders ins Visier von Dieben rückt. Gleichzeitig werden die Wohnmobile oft an abgelegenen Stellen geparkt – und dann geschieht es schnell, dass sich Einbrecher über den Wohnwagen her machen, während die Urlauber den Trekkingausflug oder den Tag am See genießen.

    2. Optional: Teil- oder Vollkaskoversicherung?

    Beim Abschluss der Versicherung sollte genau abgewogen werden, ob eine Teil- oder Vollkaskoversicherung benötigt wird. Zwar übernimmt eine Teilkaskoversicherung die Regulierung von Beschädigungen, die durch Naturgewalten wie Hagel und Sturm, durch Brand oder Diebstahl, Glasbruch sowie Wildunfälle entstanden sind. Doch die Teilkasko hat ihre Grenzen. Denn in der Regel übernimmt sie beispielsweise bei Brandschäden nur die Regulierung der Reparaturkosten am Wohnwagen direkt – für die Wiederbeschaffung oder Reparatur von Einrichtungsgegenständen, Ausrüstung und Gepäck kommt sie hingegen nicht auf. Dieses Inventar kann jedoch auch im Rahmen der Hausratversicherung mit abgesichert werden. Im Zweifelsfall sollte jedoch gleich auf eine Vollkaskoversicherung für den Caravan oder das Wohnmobile gesetzt werden, so dass auch sämtliche selbst verschuldeten Beschädigungen abgedeckt sind.

    3. Wer benötigt eine Wohnwagenversicherung?

    Pflicht ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung im Rahmen einer Wohnwagenversicherung für all jene, die ihren Caravan durch den öffentlichen Verkehr steuern möchten. Bei Wohnwagenvermietungen muss der Vermieter eine solche Versicherung abschließen. Während dieser Punkt also nicht verhandelbar ist, ist es letztlich jedem Wohnwagenbesitzer selbst überlassen, ob er darüber hinaus eine Kaskoversicherung abschließt. Empfehlenswert ist diese allemal – zumindest in Form einer Teilkaskoversicherung. Denn Elementarschäden wie Überschwemmungen und ähnliches sowie Wildunfälle kommen gerade bei Reisen mit Wohnmobilen in etwas abgelegenere Gebiete überdurchschnittlich häufig vor. Da ein Wohnwagen selbst sowie seine Einrichtung meist einen nicht unerheblichen Wert besitzen, sollte man diese deshalb lieber gegen alle Eventualitäten absichern.

    Doch auch, wer seinen Wohnwagen oder Caravan nicht bewegt, sondern als Dauercamper einen so genannten Standortwohnwagen nutzt, dem ist ein Versicherungsschutz dringend anzuraten. Hier sollte eine so genannte Campingversicherung abgeschlossen werden. Diese sichert den Wagen in sein Interieur gegen Beschädigungen durch Brände, Explosionen, Diebstahl, Naturgewalten und sogar Vandalismus und Unfallschäden ab. Voraussetzung ist, dass der Wohnwagen „nicht auf eigener Achse“, wie es im Versicherungsjargon heißt, im Verkehr bewegt wird. Der Vorteil für Dauercamper: Durch eine Campingversicherung als Wohnmobilversicherung ist der Besitz auch dann abgesichert, wenn er für den Winter gelagert wird – beispielsweise in einer Garage oder auf einem umzäunten Gelände.

    4. Unterschiede zur PKW-Versicherung

    Während sich die Leistungen bei Haftpflicht- und Kaskoversicherung für PKW und Wohnwagen recht ähnlich sind, gibt es große Unterschiede beispielsweise bei der Einstufung in Schadenfreiheitsklassen. Denn diese Klassen unterscheiden sich erheblich von denen für PKW – und sind sogar von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft unterschiedlich. Während einige Gesellschaften bei Wohnmobilversicherungen immerhin zehn verschiedene Schadenfreiheitsklassen unterscheiden, stufen manche die Versicherten sogar nur in drei verschiedene Klassen ein. Dieses Kriterium sollte bei der Auswahl der passenden Wohnmobilversicherung deshalb unbedingt beachtet werden.

    5. Die richtige Wohnwagenversicherung finden

    Um die für die eigenen Bedürfnisse passende Versicherung für das Wohnmobil oder den Caravan zu finden, empfiehlt sich die Recherche über Vergleichsportale. So hält beispielsweise besttarif.org ausführliche Informationen und einen übersichtlichen Vergleich der besten Wohnwagenversicherungen bereit. Denn abhängig vom Wert des Wohnmobils und seiner Einrichtung, der gewünschten Deckungshöhe der Versicherung und der Art der Kaskoversicherung sowie der Höhe der Selbstbeteiligung unterscheiden sich die Angebote der einzelnen Versicherungsgesellschaften teilweise erheblich voneinander.

    So ist es beispielsweise wichtig, in welchem Rahmen der Wohnwagen genutzt werden soll – ob für private Zwecke oder gewerblich. Auch der Neu- und Zeitwert des Caravans oder Wohnmobils ist wichtig, um die passende Versicherung heraus zu filtern. Darüber hinaus spielt auch der Zeitraum der Zulassung eines Wohnmobils eine wichtige Rolle bei der Versicherungsberechnung – es kann nämlich mitunter sogar sinnvoll sein, statt einer Saison-Zulassung eine Anmeldung für das ganze Jahr in Betracht zu ziehen, weil diese Zulassungstypen von den Versicherungsgesellschaften hinsichtlich der Einstufung in die Schadenfreiheitsklassen unterschiedlich gewertet werden.

    Als unabhängiges Vergleichsportal stellt besttarif.org die Vor- und Nachteile der einzelnen Angebote gegenüber und ermöglicht es Wohnwagenbesitzern so, komfortabel und in aller Ruhe zu entscheiden, welche Versicherungspolice am besten zu ihnen passt. Neben dem Vergleichsrechner ist über besttarif.org auch mit wenigen Klicks der Weg zum Abschluss der gewünschten Versicherung möglich.

    6. Zusammenfassung: Was beim Abschluss einer Wohnwagenversicherung zu beachten ist.

    • Haftpflichtversicherung ist Pflichtversicherung
    • Teilkaskoversicherung ist unbedingt empfehlenswert, um Gefahrenquellen wie Wildunfälle, Brand oder auch Diebstahl abzusichern
    • Vollkaskoversicherung empfiehlt sich, um selbst verursachte Schäden am Wohnmobil zu regulieren
    • Einteilung in Schadenfreiheitsklassen unterscheiden sich zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften erheblich
    • Vergleichsportale sorgen für komfortablen, unabhängigen Überblick bei der Entscheidung für eine bestimmte Wohnwagenversicherung

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