Youngtimerversicherung

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    Eine klare Definition, wann ein Personenkraftwagen als Youngtimer bezeichnet werden kann, existiert nicht. Im Regelfall liegt die Altersgrenze zwischen 15-20 Jahren. Somit handelt es sich zwar einerseits um Liebhaberfahrzeuge, andererseits haben diese den Status eines Oldtimers, aufgrund ihres Alters, noch nicht erreicht. Allerdings besitzt auch ein Kfz, das vor 20 Jahren zum ersten Mal zugelassen worden ist, dennoch nostalgischen Charme. Besitzer verbindet häufig mit ihrem Youngtimer eine ganz besondere Beziehung. Umso wichtiger ist es, dass das Kraftfahrzeug angemessen versichert wird. Denn die Pkw und Motorräder verkörpern nicht nur einen persönlichen, sondern oftmals auch einen finanziellen Wert. Daher sollte bei den Versicherungsleistungen nicht gespart werden. Andererseits zeigt der Vergleich, warum die teuerste Versicherung nicht immer die beste sein muss.

    1. Die Besonderheiten eines Youngtimers:

    Der Youngtimer hat, ähnlich wie der Oldtimer, einen ganz eigenen Charme. Daher unterscheidet er sich auch in vielerlei Hinsicht von modernen Kraftfahrzeugen. Darin liegt genau die Vorliebe, die Eigentümer mit ihrem Fahrzeug verbindet. Sie grenzen sich schon optisch von der breiten Masse ab. Aber auch technisch scheinen sie, insofern der Originalzustand weitestgehend beibehalten wurde, aus einer anderen Zeit zu stammen. Viele Besitzer investieren daher viel Zeit und Arbeit in ihr Kraftfahrzeug. Mit einer Fahrzeugversicherung kann das Eigentum zugleich gegen sämtliche Schäden geschützt werden. In den meisten Fällen werden die speziellen Fahrzeuge auch im Straßenverkehr genutzt. Allerdings bedingt die Teilnahme am Straßenverkehr auch gewisse Risiken, die sich jederzeit realisieren können, beispielsweise bei einem Unfall. Doch auch Naturgewalten können verheerende Beschädigungen mit sich bringen. Wer zwar viel Geld in das Kfz, aber andererseits keine ausreichend schützende Fahrzeugversicherung gebucht hat, dem werden sich spätestens bei einem Schadensereignis die Nachteile zeigen. Ohne den Versicherungsschutz bleibt der Halter des Fahrzeugs im Regelfall auf den Kosten sitzen, wenn sie oder er das Geschehen jedenfalls mitverursacht hat. Das ist insoweit schon ärgerlich, als dass die Eigentümer im Regelfall schon beachtliche Geldsummen in die Restaurierung ihres Fahrzeugs investiert haben können.

    2. Welche Leistungen die Fahrzeugversicherung für den Youngtimer unbedingt enthalten sollte:

    Der ADAC zeigt, dass es bei der Wahl der richtigen Versicherung auf mehrere Inhaltskriterien ankommen sollte. Mit über 18 Millionen Mitgliedern, ist der ADAC ein kompetenter Partner, wenn es um die Fragen rund um Youngtimer sowie Oldtimer geht. Wichtig ist, dass die gewählte Versicherung nicht nur umfassenden Schutz bietet. Häufig können aus einem Unfallgeschehen auch gerichtliche Schritte resultieren. Daher sollte die gewählte Versicherung auch Rechtsfragen bewerten können, um die juristischen Erfolgsaussichten bei einem Streit zu bewerten. Der Automobildienst stellt unmissverständlich klar, dass es auf die Erhaltung eines wichtigen Kulturgutes ankommt. Insofern sollte der Versicherungsnehmer umfassenden Schutz erwarten dürfen, der über die reine Schadenskompensation hinausgeht. Des Weiteren informiert der ADAC auch über künftige Veranstaltungen, bei denen sich Eigentümer gegenseitig austauschen oder ihre Schätze einfach miteinander teilen können.

    3. Wie Halter ihren Youngtimer ideal versichern können:

    Vor allem Youngtimer sind individuelle Fahrzeuge, die wahrscheinlich längst aus dem Herstellungsprogramm genommen wurden. Doch so persönlich die Kraftfahrzeuge letztendlich sind, so unterschiedlich sind auch die Angebote der Versicherungen. In vielen Fällen werden verschiedenartige Leistungspakete offeriert, aus denen der Versicherungsnehmer wählen kann. Welches Paket letztendlich zu wählen ist, sollte individuell bestimmt werden. Allerdings bestehen durchaus Möglichkeiten, um die unterschiedlichen Angebote anhand von persönlichen Auswahlkriterien zu filtern. Von dieser Möglichkeit sollten Interessierte in vielerlei Hinsicht Gebrauch machen. Auf der einen Seite muss sich der Youngtimer-Besitzer nicht durch eine Vielzahl von Verträgen quälen. Auf der anderen Seite können Versicherungsnehmer mit wenig Aufwand viel Geld einsparen. Für einen Youngtimer ist es unserer Auffassung nach lohnenswert, ein umfangreiches Versicherungspaket zu buchen. Auf jeden Fall sollten Getriebeschäden, Motorschäden sowie Bruchschäden versichert sein. Ferner kann es sich anbieten, das Fahrzeug auch gegen Vandalismus zu schützen, insbesondere, wenn das Kfz mitunter unbeaufsichtigt abgestellt wird. Wichtig ist ebenso, dass eine ausreichend hohe Deckungssumme gewählt wird. Wird mit dem Youngtimer beispielsweise schuldhaft ein Unfall verursacht, bei dem mehrere Personen Schaden nehmen, dann kann diese Situation in einem finanziellen Desaster enden, wenn die Deckungssumme nicht hoch genug bemessen wurde. Weiterhin sollten Interessierte darauf achten, dass auch Fahrten ins Ausland von den Leistungen abgesichert werden. Viele Eigentümer tauschen sich gerne regelmäßig mit anderen Fahrern aus. Einige dieser Young- und Oldtimer-Treffen finden jedoch im Ausland statt. Daher ist ein Komplettschutz auf jeden Fall geboten.

    4. Unsere Empfehlung: Nicht die erstbeste Fahrzeugversicherung buchen

    Der Versicherungsmarkt ist unter den verschiedenen Anbietern sehr umkämpft. Für den Kunden kann die Konkurrenzsituation jedoch einige Vorteile mit sich bringen. Vor allem müssen die Versicherungsgesellschaften im Hinblick auf Leistung und Gegenleistung überzeugen. Es ist insofern ratsam, vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrages zunächst einen Versicherungsvergleich durchzuführen. Der Vergleich bietet zunächst den Vorteil, dass sich der Anfragende zunächst einen Überblick über die Anbieter verschaffen kann. Des Weiteren zeigt der Vergleich, welche Leistungen die Fahrzeugversicherungen zu welchen Konditionen anbieten. An dieser Stelle zeigt sich, von welchem Dienstleister der eigene Youngtimer profitieren kann. Damit überhaupt ein Vergleich durchgeführt werden kann, sind lediglich einige Grunddaten bezüglich des Halters sowie des zu versichernden Fahrzeugs erforderlich. Innerhalb weniger Augenblicke filtert die Software solche Offerten, die mit der persönlichen Suchanfrage übereinstimmen. Dadurch wird dem Interessierten viel Zeit und Mühe abgenommen. Anschließend werden die Ergebnisse in einer Übersicht präsentiert, so dass der Versicherungsnehmer sich für ein bevorzugtes Leistungspaket entscheiden kann. Der Versicherungsvergleich lohnt sich indes nicht nur für Neukunden. Vielmehr können auch bereits Versicherte, aufgrund der Konkurrenz, von einer Vergleichsanfrage profitieren. Einige Versicherungen neigen dazu, Bestandskunden als Registerdatei zu führen. Die Verträge werden keineswegs an aktuelle Gegebenheiten angepasst. Daher sollten sich Versicherungsnehmer regelmäßig selbst auf die Suche nach günstigeren Alternativen begeben. Schon eine Veränderung der Nutzung, beispielsweise weil für private Fahrten nunmehr ein zweiter Pkw zur Verfügung steht, kann die Leistungspflicht spürbar minimieren. Mit einer neuen Fahrzeugversicherung können Kunden daher mitunter mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen. Wichtig ist jedoch, dass die angebotene Versicherungsleistung dennoch mit den individuellen Vorstellungen übereinstimmt. Wer sich hingegen als Neukunde für eine Fahrzeugversicherung interessiert, sollte den Fahrzeugwert unbedingt vorab von einem unabhängigen Sachverständigen begutachten lassen. Denn für Youngtimer existieren in der Regel keine Listenpreise mehr. Dementsprechend schwierig ist es, den Fahrzeugwert zu ermitteln, den das Fahrzeug vor dem schädigenden Ereignis hatte. Damit jedoch eine vollständige Amortisierung vorgenommen werden kann, ist es entscheidend, eine Wertschätzung auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens vornehmen zu können.

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